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Kyoto Tempeltour

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An meinem ersten vollen Tag in Kyoto habe ich den Schrittzähler auf 20.000 hochgetrieben. Und dabei bin ich einen großen Teil der Strecke mit der U-Bahn gefahren. Beim ersten Mal sogar als Schwarzfahrerin, weil mir nicht klar war, dass mein Japan Rail Pass nicht für die U-Bahn gilt. Durch die Schranke bin ich aber trotzdem gelangt, weil ich schneller war als der Schließmechanismus. Erst bei der Rückfahrt klärte mich dann ein Bahnmitarbeiter auf.

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Park rund um den Kaiserpalast kehrte ich zu einem bodenständigen Frühstück in einem Frühstückslokal ein, dessen Zielpublikum sonst vor allem Studierende der nahen Kyoto University sind.

 

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In diesen Lokalen gibt es gleich am EIngan einen Automaten mit Display auf dem die ganze Speisekarte angezeigt wird. Glücklicherweise lässt er sich sogar auf Englisch umstellen. Ich habe mir heute Morgen einen japanischen Früstücksklassiker ausgesucht: eine Schüssel Reis mit einem  rohen Ei, dazu eine Miso-Suppe mit Fritatten unbekannter Zusammensetzung und dazu einen Quader kalten Tofus. Und das für 340 Yen, also weniger als 3 Euro. Mit Sojasauce und Chilipulver schmeckte es sehr rund und ließ mich nähstoffreich aber unbeschwert in den Tag starten.

Ziel war der Ginkaku-ji-Tempel im Osten Kyotos, von dem ich dann denn "Philosophenweg" hinab in Kyotos Traditiosviertel nehmen wollte.

Unterwegs begenete mir allerdings noch der Yoshida-Schrein, für dessen Besichtigung erst der Aufstieg auf einen bewaldeten Berg zu leisten war. Es hat sich gelohnt, enn oben angekommen war ich weitgehend alleine und von Touristengruppen war nichts zu sehen, so dass ich in Ruhe einige Fotoeinstellungen ausprobieren konnte, deren Ergebnis im Folgenden zu sehen ist:

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Der Weg wieder bergab zum Ginkaku-ji-Tempel führte mich durch einfache Wohnviertel in denen ich ausgiebig die Besonderheiten und Eigenheiten Japans im Vorbeilaufen verinnerlichen konnte. Ich werde an anderer Stelle noch mal drüber schreiben.
Erst kurz vor dem Tempel wurde mir bewusst, dass nun der touristische Teil des Tages beginnen würde. Wobei die Ladengeschäfte durchaus Ansprehendes im Angebot hatten. Unter anderem stach mir ein Stirnband mit der aufgehenden japanischen Sonne (wie es die Kamikaze-Piloten während ihres letztes Fluges trugen) und Regenschirme mit Samurai-Schwertgriffen ins Auge. Auch einige nette Modegeschäfte und Snack-Stände mit lokalen, von uralten Mütterchen zubereiteten Spezialitäten waren zu sehen.

Der Besuch des Tempels kostet 500 Yean Eintritt (ca. 4 Euro). Sehenswert ist aber vor allem die weitläufige, bergige Gartenanlage, in der mühevoll das Moos kultiviert wird und noch jedes winzige andere Unkraut gejätet wird. Über die Jahrhunderte ist so ein beeindruckendes Natur-Kultur-Denkmal entstanden.

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