Hessische GRÜNE empfehlen Nicola Beer Bewerbung bei Donald Trump

Bild: Twitter/@nicolabeerfdp

Nicola Beer Fake News Tweet

Die hessischen GRÜNEN empfehlen der hessischen FDP-Spitzenkandidatin Nicola Beer, sich lieber um einen Job im Weißen Haus als im Bundestag zu bewerben. „Mit ihrer heutigen Äußerung zur Klimakatastrophe auf Twitter hat sich die Generalsekretärin der Bundes-FDP für eine enge Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump empfohlen – außer ihm und der FDP gibt es nämlich nicht mehr viele Menschen, die die Folgen der Erdüberhitzung bestreiten“, erklären Daniela Wagner und Omid Nouripour, das Spitzenduo der hessischen GRÜNEN für die Bundestagswahl. Beer hatte heute auf einen Tweet der Grünen mit dem Satz „Es gibt immer mehr Extremwetter“ geantwortet: „angebliches Auftreten von mehr Extremwetterereignissen ist #FakeNews“.

 

„Frau Beer hätte schon an ihrer Wortwahl auffallen müssen, mit wem sie sich da gemein macht. Mit dem Begriff ,Fake News‘ wehrt der US-Präsident sich regelmäßig gegen nachweislich zutreffende Medienberichte über ihm unliebsame Tatsachen“, so Wagner und Nouripour weiter. „Der US-Präsident ließ kurz nach Amtsantritt mal eben wissenschaftlich erwiesene Erkenntnisse über die Erdüberhitzung von den Websites der US-Regierung tilgen. Wenn Nicola Beer ihren Tweet tatsächlich ernst meint, würde sie wahrscheinlich auch beim Umweltbundesamt gern als Zensorin auftreten. Dort steht zum Beispiel: „Langjährige Reihen der Wetteraufzeichnung und Schadensstatistiken zeigen, dass Anzahl und Intensität von extremen Wetterereignissen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Bedingt durch den Klimawandel wird eine Verschärfung dieser Trends vor allem für Hitzewellen, Hochwasser und Starkniederschläge erwartet.“

Auch der renommierte Klimaforscher Christian-Dietrich Schönwiese, seit 2006 Professor an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt, stellt in einer Publikation zu Berechnungen über die Wahrscheinlichkeit für Extremereignisse fest, dass „mit den beobachteten Klimaänderungen des Industriezeitalters, die meist als relativ langfristige Trends angegeben werden, auch Änderungen der Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen verbunden sind“. Der Deutsche Wetterdienst stellt unter anderem eine „markante Zunahme von Hitzeereignissen“ und „häufigere und intensivere Hitzewellen“ fest, „das Risiko von Hochwassern nimmt zu“, die „Anzahl von schadenrelevanten Naturereignissen hat sich global verdreifacht“.

„Liebe Frau Beer: Ist der Deutsche Wetterdienst aus Ihrer Sicht ein von wildgewordenen Umweltschützern unterwandertes Propagandainstitut? Sind das Umweltbundesamt und die Klimaforscher in aller Welt Teil einer Verschwörung? Die einzigen anderen Erklärungen für Ihre Äußerung wären nämlich Ignoranz oder verantwortungsloser Populismus.“

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