Meine Frage an den Magistrat: Sicherstellung der gleichberechtigten Einbindung der am Rettungsdienst beteiligten Hilfsorganisationen in Frankfurt

SonderrettungswagenIn Hamburg wurden Vorwürfe laut, die dortige zentrale Einsatzleitstelle übervorteile die am Rettungsdienst beteiligten Hilfsorganisationen zugunsten der Berufsfeuerwehr, indem sie deren Rettungswagen auch dann zu Einsätzen entsende, wenn Fahrzeuge der Hilfsorganisationen näher am Einsatzort bereit stehen. Auch in Frankfurt werden regelmäßig Fragen zur gleichberechtigten Einbindung der Hilfsorganisationen gestellt.

Ich frage den Magistrat:

Wie ist die gleichberechtigte Einbindung der am Rettungsdienst beteiligten Hilfsorganisationen in Frankfurt sichergestellt?

 

Antwort:

Es ist davon auszugehen, dass es durch die im Hessischen Rettungsdienstgesetz getroffenen Regelungen und Vorgaben in Hessen nicht zu den in der Frage genannten Vorwürfen kommen kann.

So gibt es in Hessen nicht mehrere örtlich zuständige Leitstellen für Rettungsdienst und/oder Feuerwehr und somit auch nicht verschiedene Notfall-Rufnummern, die die Vorfälle in Hamburg augenscheinlich überhaupt erst möglich machten.

Durch den Organisationsgrundsatz für die Zentralen Leitstellen in Hessen zur Disposition von Rettungsmitteln gilt: Das nächst-geeignete Rettungsmittel ist einzusetzen. Die Disposition aller öffentlichen Rettungsmittel erfolgt immer über die (eine) Zentrale Leitstelle (ZLSt).

Somit ist gewährleistet, dass alle Einsätze des öffentlichen Rettungsdienstes nur über eine zentral koordinierende Stelle (ZLSt) aufgenommen, disponiert, dokumentiert und überwacht werden. Eine Bildung von Parallelstrukturen wird somit ausgeschlossen bzw. ist nicht zulässig.

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