Die nicht immer ganz saubere Unterhose des Internets - Meine Oktober-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuProfilbilder weiblicher Pornostars, benannt mit Allerweltsnamen, die zusammenhanglos Inhalte teilen oder kommentieren. So kommen Social-Bots daher. Programme, die in den sozialen Medien echte Menschen simulieren und mit unterschiedlichen Absichten Meinungen beeinflussen sollen. Von den meisten echten Nutzern sind sie deshalb nur durch die Pornostar-Profilbilder zu unterscheiden.

Manche sind jedoch so gut gestaltet, dass sie fast zu schön sind um wahr zu sein.

So gelang es mir neulich nur unter Aufbietung meiner gesamten Willenskraft, die Freundschaftsanfrage eines amerikanischen Kinderarztes mit den Gesichtszügen des jungen George Clooney abzulehnen, der seiner Profilbeschreibung nach bereits in Skandinavien gearbeitet hatte, sich gebildet und weltgewandt präsentierte und auf einem Foto mit afrikanischen Waisenkindern tanzte.

In der Rückschau war das vielleicht ein Fehler, denn in der derzeitigen Ermangelung eines echten Kinderarztes mit der Erscheinung einer Espresso-Werbeikone, wäre dieser automatisierte Facebook-Account immerhin schon mal der Spatz in der Hand.

Möglicherweise hätten wir uns sehr gut verstanden und tiefgründigere Chats geführt als mit manchen meiner menschlichen Dialogpartner. Vielleicht war sogar genau das mit der Phrase gemeint, die während des Bundestagswahlkampfes von vielen Laternen prangte: „Digitalisierung als Chance nutzen.“

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