in den Medien

  • ["Ein Einsatz der Polizei am Dienstagabend sorgt für Irritationen – zumindest bei den Frankfurter Grünen in Gestalt der Stadtverordneten Jessica Purkhardt."]
    Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau

  • "[...] Die Polizeikontrollen rückte die Grünen-Stadtverordnete Jessica Purkhardt in die Nähe einer gezielten Diskriminierung Schwuler und Lesben. "Razzia in der schwulen Szene #FFM in der Alten Gasse mit Kontrolle aller anwesenden Personen in den Lokalen?! Was soll das?", twitterte sie.[...]"
    Der ganze Artikel auf hessenschau.de

  • ["In der Alten Gasse kontrollierten Beamte Lokale und Gäste. Eine Grünen-Politikerin findet das "alarmierend", während die Polizei von Routine spricht."]
    Zum Artikel auf Queer.de

     

  • jessica purkhardt illuIst queer sein in? Um diese Frage zu beantworten wäre zunächst zu klären, was queer bedeutet. Um das zu leisten, müsste diese Kolumnenspalte jedoch mehrere Meter nach unten verlängert werden. Die Lebensrealität zeigt jedenfalls, dass queer und LGBTIQ* nicht zwangsläufig deckungsgleich sein müssen. Beispielsweise haben viele Schwule, Lesben und transidente Menschen für sich einen Lebensentwurf gewählt, der von Queerness im Sinne der Wortbedeutung (leben und lieben jenseits der Mehrheitsgesellschaft) deutlich entfernt liegt. Anderseits leben und lieben viele Menschen sehr anders als die Mehrheitsgesellschaft, durchkreuzen Normen, stehen aber dennoch fest auf dem Boden von Heterosexualität und Cisgeschlechtlichkeit. Zu LGBTIQ* zählen sie genau genommen also nicht. Queer sind sie aber ohne Frage.

    Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

  • "In einer Stadt darf es [...] keine No-Go-Areas für bestimmte Menschengruppen geben. Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss", erklärte etwa die queere Aktivistin Jessica Purkhardt, ein Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe Frankfurt. "Wir erwarten deshalb, dass der aktuelle Gewaltübergriff auf einen queeren Menschen nun in der öffentlichen Diskussion und bei den Sicherheitsbehörden zum Anlass genommen wird, die Sorgen der LGBTIQ+-Community angemessener zu berücksichtigen."

    Der ganze Artikel auf Queer.de am 18. November 2020

  • jessica purkhardt illu„Unsere Nation ist gegründet auf dem Glauben, dass alle von uns gleich sind und es verdienen ihre eigene Vorstellung von Glück anzustreben, das meiste aus unseren Talenten zu machen, zu sagen, was wir denken, unangepasst zu sein.  Vor allem aber, sich selbst treu zu bleiben.  Diese Freiheit bereichert uns alle. […] Und jeden Tag wird es besser“, sagte der damalige US-Präsident Barack Obama in seiner Videobotschaft für das „It Gets Better Project“. Eine Aktion des Kolumnisten Dan Savage für queere Jugendlichen, die Ziel von Ausgrenzung und Mobbing waren.

    Und tatsächlich erreichte die Zustimmung in der Bevölkerung zur gleichgeschlechtlichen Ehe in jenen Jahren den bis dahin höchsten Stand. Im Jahr 2015 ebnete dann eine wegweisende  Entscheidung des Obersten Gerichts der USA den Weg zur rechtlichen Gleichstellung.

    Dass die gesetzlichen Regelungen endlich besser würden, erhofften sich hierzulande auch viele transidente Menschen, als das Bundesverfassungsgericht 2011 entschied, die Sterilisation als Voraussetzung für die formale Änderung des Geschlechtseintrages auszusetzen. Die Zuversicht war groß, dass bald eine Reform des unzeitgemäßen Transsexuellengesetzes folgen würde. Reformvorschläge lagen längst auf dem Tisch und die Absichtserklärungen der Politik waren zahlreich.

    Umso größer ist nun die Enttäuschung über den jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf, der weiterhin ein gerichtliches Verfahren vorsieht und neue Hürden einzieht.

    Sicher, es wird besser. Nur zu langsam.

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  • jessica purkhardt illuKann man etwas reparieren, das gar nicht kaputt ist? Das Mofa meiner Jugend würde sagen: nein.
    Es lief wie eine Nähmaschine, fuhr aber zu meinem damaligen Bedauern auch nur unwesentlich schneller. Deshalb fummelte ich so lange daran herum, bis es noch langsamer fuhr, dann nicht mehr ansprang und schlussendlich doch kaputt war.

    Das war mir eine Lehre, die ich seitdem auf viele andere Alltagsbereiche anwende. Entsprechend habe ich nie verstanden, weshalb Menschen, die nicht krank sind, behandelt werden müssen und die Solidargemeinschaft der Krankenkassen auch noch dafür aufkommt.

    In diesem Jahr ist es 25 Jahre her, dass in Deutschland der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches abgeschafft wurde. Schon vier Jahre zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen.
    Trotzdem war es hierzulande weitere 29 Jahre lang erlaubt, gesunde aber gleichgeschlechtlich begehrende Menschen mit sogenannten Konversionstherapien in die Hetero- oder Asexualität pressen zu wollen. 

    Es ist höchste Zeit, dass jetzt ernsthaft ein Verbot dieser Quälerei angestrebt wird, in einem Land, in dem die Sicherheitsbestimmungen ansonsten gerne mal in die Bevormundung hineinreichen.
    Warum das so lange gedauert hat? Nach meiner Diagnose waren früher wohl bei einigen Verantwortlichen entweder der Vergaser verstopft oder die Kolbenringe verschlissen.

  • Zwischen den ZeilenSchweißglänzende Haut über schwellenden Muskeln. Der Blick entschlossen in die Ferne gerichtet, während am Gerät mit der Gleichmäßigkeit eines Uhrwerks Stapel schwarzer Gewichtsblöcke auf und nieder surren.
    Es ist die Vorstellung vieler, die als Konsequenz aus dem zum Jahreswechsel gefassten Vorsatz, im Jahr 2018 den schon immer ersehnten Adoniskörper zu erreichen, die Fitness-Studios berennen.

    Tatsächlich findet man in den Sportstätten dann jedoch ein vollkommen anderes Bild vor. Zwar sind beinahe alle Kraftmaschinen besetzt, in Betrieb sind dabei aber vor allem die Smartphones. Als ungefähre Gesetzmäßigkeit gilt: Einem einminütigen Satz Muskelertüchtigung folgt eine Viertelstunde Facebook-Konsultation.
    Unlängst fand ich beim Betreten der Damenumkleide meines Sportstudios eine Frau vor, die nur mit Büstenhalter und linker Socke bekleidet im Raum stehend, in eine intensive WhatsApp-Konversation vertieft war und die ich auch nach meiner Rückkehr eineinhalb Stunden später in derselben Positur und Blöße antraf.

    Männer, die an der Eiweißshake-Bar des Studios das mittlerweile dritte Hefeweizen konsumierend ans klingelnde Handy gehen und nach ihrem Aufenthaltsort gefragt antworten „Ich bin im Fitness-Studio. Trainieren“, sagen zwar nicht die Unwahrheit, erzeugen aber doch am anderen Ende der Leitung ein falsches Bild.

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  • jessica purkhardt illuGlücklich wie ein Kind, das ein Vogelnest entdeckt hat, bin ich darüber, dass endlich die Szene-Lokale teilweise und unter Einschränkungen wieder öffnen dürfen, und ich bekenne mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand: In der pandemischen Notwendigkeit, die Orte von Subkultur und queerem Zusammensein zu schließen, habe ich eine empfindliche Störung meiner sozialen Gewohnheiten erlebt.

    Selbstverständlich haben wir alle die Zeit sinnvoll genutzt und sind vor lauter Sport nun topfit, können eine Fremdsprache mehr, haben sogar die Schränke hinten und von unten Staub gewischt, heimgewerkt und regalweise Bücher gelesen. Doch nun, muss ich gestehen, ist mein Geist von so viel Lebensmuße gesättigt wie ein rüstiger Mann vom Ruhen im warmen Sand. Man möchte aufspringen und nach so viel selbstbestimmter Annehmlichkeit auch wieder Anregung und Aufregung erfahren.

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