Griechenland: BEAT - das UBER Griechenlands

Schon bei einem Athen-Besuch vor einigen Jahren erklärten mir meine Athener Freunde, dass man gar kein Taxi mehr bestelle, sondern mit BEAT fahre. Das ist der privatwirtschaftliche Personenbeförderungsdienst analog zu UBER, BOLT und Konsorten. Er funktioniert ebenfalls über eine mobile App. Die hatte ich neulich erst gelöscht, weil ich während der Corona-Pandemie nicht mehr nach Griechenland reisen konnte. Nach meiner jüngsten Segelreise durch die Kykladen kam ich aber nun in Piräus an und musste meinen Transfer zu einem Hotel an der attischen Küste organisieren. Bei der BEAT-App registriert man sich einfach mit der eigenen Telefonnummer.
Die App bestimmt den Standort und fragt nach dem Fahrziel. Im Hafen von Piräus gibt es mehrere vordefinierte Pick-up-Points. Das sind die überdachten Warteflächen, wo auch die Busse abfahren.
Der BEAT-Fahrer und ich hatten etwas Probleme zusammen zu finden und brauchten dafür zusätzliche 15 Minuten. Die BEAT-Autos können Privatfahrzeuge sein oder auch Taxis. Beiderlei erkennt man an einem entsprechenden Schild in der Ecke der Windschutzscheibe.


Als Fahrpreis wurde mir in der App vorab "40 bis 52 Euro" angezeigt. Als ich dann im Fahrzeug saß und wir unterwegs waren, ließ sich kein Preis mehr in der App ablesen. Lediglich "Cash" stand dort als Zahlungsweise. Eventuell hatte der Fahrer keinen Preis angegeben. Sein späteres Verhalten legt das nahe. Denn am Ziel verlangte er 65 Euro. Deutlich mehr, als der voraussichtliche Fahrpreis in der App gewesen war. Am Abend checkte ich meine Emails, unter denen auch die Fahrpreisinformation meiner letzten BEAT-Fahrt aufgeführt war. Der Fahrpreis war dort mit 48,60 Euro angegeben.
Ich wandte mich an den BEAT-Support, schilderte den Fall und erhielt drei Tage später Rückmeldung vom BEAT-Mitarbeiter Alexandros. Er schrieb, dass der angemessene Fahrpreis eigentlich nur 40 Euro hätte betragen dürfen. Auch die 48,60 Euro waren demnach zuviel. Nachdem ich dem halsabschneiderischen Fahrer sogar 65 Euro gezahlt hatte, würden mir 25 Euro Guthaben für künftige BEAT-Fahrten gutgeschrieben.
Darüber hinaus erklärte Alexandros, dass man alle notwendigen Schritte unternommen habe, damit so etwas nicht wieder passiere, woraus ich schließe, dass man dem Taxifahrer die BEAT-Zulassung entzogen hat.
Die Erfahrung war zwar nicht die beste, aber immerhin gelangte ich an mein Ziel, der Dienstleister ging professionell und kundenfreundlich mit meiner Beschwerde und löste sie zu meiner Zufriedenheit.
Entsprechend werde ich auch weiterhin dort, wo in Griechenland BEAT angeboten wird damit fahren.
25 Euro Guthaben sind darüber hinaus für mich Anlass genug, um wieder einmal nach Griechenland zu reisen.