Frankfurter Rundschau: "Doppelspitze für die Frankfurter Grünen"

"Die Grünen im Römer werden künftig von einer Doppelsitze geführt. Die Fraktion wählte am Mittwochabend Jessica Purkhardt und Sebastian Popp zu ihren Vorsitzenden. Sie folgen auf Manuel Stock, der nach sieben Jahren als Fraktionschef den Römer verlassen und im Januar als Büroleiter der hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) angefangen hat."

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 14. Februar 2019

GAB: "AIDS-Hilfe Frankfurt: Vorstand bestätigt"

Der vor zwei Jahren neu gewählte Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt wurde nach Ablauf der ersten Amtszeit noch einmal gewählt; somit gibt es keine personellen Veränderungen. Aktuell sind also nach wie vor im Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt Verena David, Matthias Lorenz, Sebastian Popp, Jessica Purkhardt, Christian Setzepfandt und Christian Gaa (Foto v.l.n.r.).

Der Artikel im GAB-Magazin vom 31.1.2019

Alte und neue Traditionen - Meine Februar Kolumen im GAB-Magazin

„Ab dem zweiten Mal ist es Tradition“, lautet ein augenzwinkerndes Sprichwort. In ihm steckt insofern ein Funken Wahrheit, als dass „Tradition“ nichts über ihre tatsächliche kulturelle Verwurzelung aussagt. Das Fastnachtsbrauchtum, dem wir im kommenden Monat wieder Ehre antun, reicht in einigen lokalen Varianten beispielsweise bis in vorchristliche Zeit zurück. Das Silvesterfeuerwerk, dessen explosive Restbestände uns auch noch in diesem Monat unvermittelt zusammenfahren lassen und Mensch und Tier jedes Jahr in den Wahnsinn treibt, ist dagegen ein fernöstlicher Import aus jüngerer Zeit, der hierzulande außerdem reichlich missverstanden wird. Während man nämlich ursprünglich böse Geister vertreiben wollte, ruft man sie hierzulande durch die unheilige Kombination von Alkohol und Sprengstoff erst auf den Plan.
Vom bunten Leuchten im Nachthimmel und Glockengeläut ist im Pulverdampf und Getöse der Innenstädte längst kaum mehr etwas zu sehen und zu hören. Und auch im Frankfurter queeren Szeneviertel muss man um Mitternacht schon hartgesotten sein, um mit seinem Gläschen Sekt zum Anstoßen vor die Tür zu gehen.
Seit einiger Zeit gibt es nun auch bei uns das indische Holi-Fest der Farben. Dabei werfen viele Tausend Menschen gleichzeitig eine Handvoll Farbpulver in die Luft.
Das ist natürlich auch keine ganz saubere Angelegenheit.
Aber schön anzusehen und abwaschbar.

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Danke ARTE - Meine Januar-Kolumne im GAB-Magazin

Danke ARTE.
Dafür, dass du nach dem Abendprogramm mit drei Stunden Tanztheater und gelben Untertiteln dann immerhin im Spätprogramm noch Beiträge wie neulich das Freddie Mercury-Porträt zeigst.
Denn es war genau die biografische Hälfte, die dem Film „Bohemian Rhapsody“  gefehlt hat.

Als „keimfrei“ bezeichnete ein Bekannter das Hollywood-Epos um das Leben des Queen-Leadsängers.
Ein schmachtender Blick nach einem auf dem Herrenklo verschwindenden Trucker, etwas tuntiger Plausch in Sektlaune mit einem Radiomoderator. Später zwei, drei Küsse von Mann zu Mann und ein gutes Dutzend Statisten in Lederkleidung. Darin erschöpft sich weitgehend die Darstellung des schwulen Lebens des ikonenhaften Rockstars.

Gleichzeitig legen die Macher Mercurys inneres Outing und das Bekenntnis zu sich und seiner Sexualität über den Zeitabschnitt seines Karrieretiefpunkts und die seelischen und physischen Niederlagen. Schließlich gebietet es dann das Hollywood-Pathos, dass mit der reumütigen Rückkehr in den Schoß der Hetero-Queen-Familie das für den HIV-Infizierten Freddie bestmögliche Happy End erreicht ist.  Feuchte Augen kriegte man im Kinosessel zwar, danach bleibt trotzdem der Eindruck, man habe ein retuschiertes Bild gesehen.

Danke also ARTE, für die Anekdote, dass Freddie Mercury während der Arbeit an seinem Solo-Album besonders darunter litt, dass Michael Jackson immer ein Lama mit ins Aufnahmestudio brachte.

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Journal Frankfurt "Hoch soll sie fliegen!"

"[...] Für die musikalische Begleitung des Festakts sorgte das Ensemble der Fliegenden Volksbühne selbst. Bevor zu einem Umtrunk im Foyer eingeladen wurde, sang das Ensemble zusammen mit Quast das Lied „Der Komet“, welches vom Weltuntergang handelt. Die Stadtverordnete Jessica Purkhardt (Bündnis 90/Die Grünen) stellte ein Video, das einen Ausschnitt des abschließenden Gesangs des Ensembles zeigt, online."

Der ganze Artikel im Journal Frankfurt vom 4. Dezember 2018

Ein Feuerwerk an Farben - Meine Dezember-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuSicher, das ganz große Rad wird immer in Berlin gedreht.
Wenn es denn mal gedreht wird. In Bezug auf Queerpolitik sprechen wir hier nämlich von lediglich einer Umdrehung pro Jahrzehnt.
Transsexuellengesetz 1980, Abschaffung des Paragraphen 175 im Jahr 1994, eingetragene Lebenspartnerschaft 2001, Ehe für Alle 2017.
Die Modernisierung der Regelungen zur geschlechtlichen Vielfalt überlässt man traditionell seit fast 40 Jahren gleich ganz dem Bundesverfassungsgericht.

Dieses hatte im vergangenen Jahr den Gesetzgeber beauftragt, bis Ende dieses Jahres die Möglichkeit eines dritten positiven Geschlechtseintrags zu schaffen.
Zuständig ist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Und genau so liest sich der vorgelegte Gesetzesentwurf leider auch.

Viele kleine Räder für die Belange von LGBT*IQ drehen sich aber landauf, landab abseits der Hauptstadt-Bühne. Deshalb war im Vorfeld die Sorge groß, dass nach der Landtagswahl in Hessen Regierungskonstellationen die Geschäfte übernehmen könnten, die kein ausgewiesenes Interesse am queerpolitischen Drehmoment mehr haben. Auch dass mühsam aufgebaute und professionalisierte Unterstützungs- und Beratungsstrukturen kurzerhand wieder eingerissen werden könnten, wurde befürchtet.
Nun sieht es danach nicht aus, so dass wir vielmehr das bestehende Gerüst nutzen können, um Angebote dort zu gestalten, wo es noch nichts gibt, um die Szene und Community in Schwung zu halten.

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