FR: "Frankfurt: Gedenken an Opfer von transphober Gewalt"

"[...] Dies sind nur die statistisch erfassten Fälle. Die Dunkelziffer wird deutlich höher geschätzt“, sagt Jessica Purkhardt, Vorsitzende der Aids-Hilfe. [...]

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 20. November 2020

FR: "Frankfurt: Der Schock sitzt tief"

"[...] Auch Jessica Purkhardt, Vorsitzende der Aids-Hilfe ist erschüttert. Gleichwohl ist sie nicht überrascht, dass der Übergriff auf der Zeil stattfand. „Menschen, die als lesbisch, schwul oder trans* gelesen werden können, haben dort weniger Freiheiten und müssen mehr auf sich achten als andere“, sagt sie.
Für Purkhardt ist die Zeil eine No-go-Area. Also ein Ort, der für bestimmte Menschengruppen zu gefährlich ist. Sie übt Kritik und fordert von allen Frankfurter:innen Solidarität: „Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss.“ [...]
Auch die Frankfurter Polizei teilt die Ansicht von Purkhardt nicht, dass die Zeil ein gefährlicher Ort für queere Menschen sei. Im Jahr 2019 kam es nach Polizeiangaben zu zehn Fällen mit homo- und transphobem Hintergrund. Diese verteilten sich auf das gesamte Stadtgebiet. „Uns liegen auch keine Erkenntnisse vor, dass es in dieser Hinsicht eine Zunahme von Übergriffen oder dergleichen im Bereich der Zeil gab“, sagt Marc Draschl, Pressesprecher der Polizei.
Purkhardt widerspricht dem vehement: „Die Dunkelziffer ist hoch. Die Statistiken sind keine verlässliche Quelle, denn sie geben nur einen Bruchteil an Gewalt gegen queere Menschen wieder.“
[...]

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 20. November 2020

Journal Frankfurt: "Das Gefühl der Unsicherheit findet sich in keiner Statistik wieder"

"Vergangenen Samstagabend kam es auf der Zeil zu einem Angriff auf eine transexuelle Person. Vorfälle wie dieser seien jedoch kein Einzelfall, sagt Jessica Purkhardt von der Aidshilfe Frankfurt. Gerade die Konstablerwache sei ein Ort, an dem sich viele unsicher fühlten. [...]"

Der ganze Artiklel im Journal Frankfurt vom 19. November 2020

Queer.de: "LGBTI-Aktivist*innen fordern: 'Keine No-Go-Areas' für LGBTI"

"In einer Stadt darf es [...] keine No-Go-Areas für bestimmte Menschengruppen geben. Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss", erklärte etwa die queere Aktivistin Jessica Purkhardt, ein Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe Frankfurt. "Wir erwarten deshalb, dass der aktuelle Gewaltübergriff auf einen queeren Menschen nun in der öffentlichen Diskussion und bei den Sicherheitsbehörden zum Anlass genommen wird, die Sorgen der LGBTIQ+-Community angemessener zu berücksichtigen."

Der ganze Artikel auf Queer.de am 18. November 2020

„Keine No-Go-Areas für LSBTIQ+ im Herzen der Stadt“

Am vergangenen Sonntagabend, 15. November 2020, ereignete sich auf der Zeil vor dem Einkaufszentrum MyZeil ein queerfeindlicher, körperlicher Angriff gegen eine 20-jährige Person durch mehrere Menschen.

Die AIDS-Hilfe Frankfurt (AHF), seit Jahrzehnten eine Frankfurter Institution für queeres Leben und die Belange von LSBTIQ+-Menschen, verurteilt diesen Angriff auf die Unversehrtheit einer Person aufgrund ihrer für die Täter*innen nicht konformen Lebensweise aufs schärfste.

Jessica Purkhardt, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Frankfurt sagt dazu: „Einmal mehr erschüttert eine queerfeindliche Gewalttat die LSBTIQ+-Community. Diesmal nicht in Berlin oder Dresden, sondern in unserer Stadt Frankfurt. Dass es Menschen gibt, die queeren Menschen Gewalt antun, wissen wir. Berichte darüber erreichen uns auch in Frankfurt mehrfach im Jahr. Betroffen macht uns aber zusätzlich, dass bei der Gewalttat vom zurückliegenden Wochenende nur die wenigsten Umstehenden darin Unrecht erkannt haben und eingeschritten sind.“

Flieg' mit den Gänsen davon

Was hatten wir uns damals vor Zugvögeln mit ihrer Vogelgrippe gefürchtet. Jetzt sitzen wir aus Angst vor einem Fledermausvirus monatelang im Lockdown, während sie zum Urlaub in den Süden fliegen.

Kanadagnse am Mainufer web

Unser Statement des AIDS-Hilfe-Vorstandes zum Anschlag in Dresden

Auch mehrere Wochen nach dem Mordanschlag auf ein schwules Paar in Dresden ist der Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt (AHF) tief betroffen über das Schicksal der beiden Männer, von denen einer durch einen islamistischen Extremisten getötet, der andere schwer verletzt wurde. Enttäuscht zeigen sich die Vorstandsmitglieder gleichzeitig über den geringen Stellenwert, den Politik und Medien der homosexuellenfeindlichen Bluttat einräumten. Besonders kritisch blicken sie auf das Verschweigen des Tatzusammenhanges: Die Opfer waren Homosexuelle, die Berichten zufolge ihre Zuneigung in der Öffentlichkeit nicht versteckt hatten.

Meine Rede zu Corona

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, verehrte Kolleginnen und Kollegen,

„Soziale Isolation ist ein zentraler Risikofaktor für körperliche Erkrankungen und Mortalität, dessen Effekte mit denen des Rauchens und anderer unbestrittener Gesundheitsrisiken vergleichbar sind“, schreibt die Uni Münster auf ihrer Corona-Seite. Das bedeutet also: Soziale Isolation ist so gefährlich wie Rauchen. Die Vereinsamung von Menschen war auch vor Corona ein schon lange bekanntes und unberücksichtigtes Problem.
„Rauchen gehört zu den Dingen, die man können muss, aber nicht müssen darf“, schreibt die Autorin Juli Zeh. So verhält es sich mit der ebenso gefährlichen sozialen Isolation.

His Story, Her Story, Their Story - Meine November-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illu

Die Freude ist groß, wenn die Tür aufgeht und der Rollator im Zeitlupentempo, aber zielstrebig wie eh und je, auf den Stammplatz am Tresen der Frankfurter Szene-Bar zusteuert, der eilfertig geräumt wird. Mit seinen heute 97 Jahren ist „die Prinzessin“ nur knapp am Kaiserreich vorbeigeschrammt, hat die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts überlebt und die auch danach fortgeführte Verfolgung homosexueller Männer in der Bundesrepublik überstanden. Er ist ein bescheidener Mann und macht in seinem Alter nicht mehr viele Worte. Obwohl er einiges zu erzählen hat. Dabei ist unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet ein Lamento über die unlängst in einigen deutschen Städten ausgerufene Sperrstunde anstimmt. Um 23 Uhr, da Frankfurter Klubbesucher erst unter die Dusche gehen und man in Berlin aus dem Mittagsschlaf erwacht, hat „die Prinzessin“ schon längst wieder das Gefährt zwischen den Barhockern durchmanövriert und den Heimweg angetreten.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Lob für Restitutionen

"[...] Jessica Purkhardt (Grüne) regte gar einen Kongress zum Thema an. Vielleicht sogar im Jüdischen Mueseum, das am Dienstag eröffnet hatte, und das von den Stadtverordneten vorzüglich gepriesen wurde. [...]"

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 23.10.2020

Jessica-Purkhardt.de