Italien: Der Mann aus dem Eis

Gestern besuchte ich das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, das im Wesentlichen um den als "Ötzi" verunglimpften Mann der Kupfersteinzeit herum konzipiert ist. Am verstörendsten ist die dort gezeigte Tatsache, dass es Keksausstecher in Form der Dörrleiche gibt, als die er vor etwa 30 Jahren im Eis gefunden gefunden wurde. Bis sich beim Betrachten des nächsten Schaukasten herausstellt, dass Brad Pitt den Umriss der Feuchtmumie sogar auf seinem Unterarm tätowiert trägt. Aber der war ja auch mit Angelina Jolie verheiratet.

Oetzi web

tzi Keksform web

Italien: Wandern am Monte Penegal

Letzten Monat versuchte ich auf einer Wanderung durch die masurischen Wälder mich nur nach dem Sonnenstand zu orientieren und schaffte es so nur mit Mühe vor Nachteinbruch nach Hause. Mit meiner Herberge hier auf dem Gipfel kann das nicht passieren. Einfach immer hoch.

Italien: Über die Alpen auf den Zauberberg

Nachdem ich den Alpenhauptkamm nach Italien überquerte und noch einige weitere Pässe hoch-, runter-, hin- und wieder herkurvte, lebe ich nun in klarer, trockener Luft über den Wolken ganz oben auf dem Zauberberg, weswegen ich nun jeden Abend Sonnenbrand habe.

Italien: Adrenalinproduktion

Adrenalin lässt sich heutzutage längst industriell produzieren. Selbst kann man es in großen Mengen herstellen, indem man auf dem Scheitelpunkt einer alpinen Haarnadelkurve einen frischen Kuhfladen platzieren lässt, den man in Schräglage mit dem Hinterrad überfährt und dabei Gas gibt.

Haarnadelkurve web

 

Stehvermögen

Neben meiner Anerkennung hat sich der Frankfurter Polizeipräsident Bereswill heute auch den goldenen Thrombosestrumpf verdient. Denn seit weit mehr als drei Stunden STEHT er uns im Frankfurter Sicherheitsausschuss des Stadtparlaments Rede und Antwort zu einem bunten Strauß an Fragen. Ich hatte ihn als Ausschussvorsitzende mal eine ganze Sitzung auf die Möglichkeit zu berichten warten lassen, heute stellt er nun einen neuen Geduldsrekord auf.

Das "polnische Stonewall" - Meine September-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illu„Panta rhei“ – „alles fließt“ ist einer der bekanntesten Lehrsätze des griechischen Philosophen Heraklit. Nicht zuletzt in Bezug auf die Zapfhähne und Cocktailshaker in den queeren Bars ist das derzeit zutreffend. Noch. Wer aber weiß, ob nicht demnächst doch wieder eine zweite Corona-Welle die vielen Partybilder von sich ungezwungen in den Armen liegenden Menschen aus meiner Instagram-Timeline schwemmt und für Monate wieder durch Lockdown-Selfies bei der Wohnzimmergymnastik ersetzt? Für viele Bereiche des Bar-, Klub- und Kleinkunstlebens, die kaum ein Wellental gespürt haben, wäre es der Untergang. Umso mutiger und bemerkenswerter ist, dass in der Frankfurter Szene Heraklits Sinnspruch des fortwährenden Formwechsels trotz Pandemie mit praktischer Bedeutung beladen wird. Denn hier vollzieht sich ein gelungener Generationenwechsel, bei dem Jung-Gastronom Max sowohl die Autographs Bar als auch die Blue Bar übernimmt. Erstere erhält wieder ihren Mädchennamen Tangerine, Letztere verschiebt er farblich ins wärmere Spektrum, sodass sie nun als Pink Bar reüssiert. Szene-Veteran Norbert weiß die über Jahre von ihm geführten Szene-Läden damit in guten Händen und eröffnete mir seine Übergabe-Entscheidung, wie es seine Art ist, leichthin mit einem Vers von Hermann Hesse: „Abschied nimmt die bunte Welt, / Die so lieb mir ward. / Hab ich auch das Ziel verfehlt, / Kühn war doch die Fahrt.“

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Polen: Die "Wolfsschanze"

Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.

Gedenkplakette am Fundament der Reste der ehemaligen Lagebaracke

Die Reste der Lagebarracke, in der die Bombe damals detonierte

Die Situation in der Lagebaracke, kurz vor der der Detonation der Bombe. Im Vordergrund steht am Fuß des Tisches Stauffenbergs Aktentasche mit der Bombe

Masurische Tauben

Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft

 

Durch Masuren mit dem Motorrad

Die im ehemaligen Ost-Preußen gelegene polnische Region Masuren habe ich mir vor allem deswegen als Reiseziel ausgesucht, weil der Name sich so anhörte, als sei es sehr weit weg. Nachdem ich nun heute den 2000sten Kilometer auf einer beeindruckenden, urwüchsigen Route durch den masurischen Landschaftspark gefahren bin, kann ich sagen: Es ist weit weg.

Nichtvegane Elektronik

Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

Fleischwolf web

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