Zuhause in der Regenkombi

Polen2020 Geradeaus webEwig hat die Zulassung für mein neues Motorrad (BMW F800 GS) gedauert. Erst kurz vor meinem geplanten Reisebeginn kam dann doch noch der erlösende Anruf meines Händlers, dass die Frankfurter Zulassungsbehörde nach einem Monat endlich ihres Amtes gewaltet hat. Am nächsten Tag dann noch schnell die Versicherung abgeschlossen und am Tag darauf ging es los Richtung Osten. Ziel dieser Sommereise im Corona-Jahr 2020 sind die polnischen Masuren im ehemaligen Ostpreußen. Die Fahrt führte mich bislang durch den Spessart, den Frankenwald in das sächsische Erzgebirge. Weil ich mich völlig auf ihren Nebenstrecken verbummelt hatte, ging die Fahrt bis in die dunklen Abendstunden. Die letzten zwei Stunden waren dabei dann auch noch richtig miserabel. Übernachten wollte ich im teschechischen Teil des Erzgebirges in einem Waldgasthof kurz hinter der Grenze. Den erreichte ich aber erst weit nach Anbruch der Dunkelheit. Zuvor hate mich die Fahrt in strömendem Regen über eine kruvige Straße durch dunklen Wald geführt. Teilweise fuhr ich in den Wolken oder durch aufsteigende Neblschwaden. Führ das Anlegen der Regenkombi war es längst zu spät. Motorradjacke und Hose haben standgehalten, die Handschuhe waren durchgeweicht und haben ihre schwarze Farbe großzügig an meine Hände abgegeben. Trotz der besten Ausrüstung: Jedem der einen Kopf hat, läuft irgendwann auch mal das Wasser in den Kragen.

FR: "Ruf nach Verstärkung"

"Die Grünen indes halten das für den falschen Ansatz. Auch das größte Polizeiaufgebot könne gesellschaftliches Fehlverhalten nicht heilen, sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Jessica Purkhardt, und warnte davor solche Problemlagen wie jetzt auf dem Opernplatz allein auf die Polizei abzuwälzen."

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 22. Jul 2020

F.A.Z:: "Streit nach Krawallen auf dem Opernplatz"

"Die Grünen-Fraktion im Römer warnte vor „eindimensionalen Lösungsansätzen“. Es reiche nicht, „bloß die Öffnung von Clubs zu fordern und für einzelne Bereiche ein mitternächtliches Betretungsverbot auszusprechen“, so die Fraktionsvorsitzende Jessica Purkhardt. Sie forderte „geordnete Open-Air-Partys auf geeigneten und attraktiven Freiplätzen“ in Kooperation von Clubs und Gastronomiebetrieben sowie der Stadt“

Der ganze Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. Juli 2020

Meine Rede zur Zukunft der Messe Frankfurt

Vielen Dank! Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Disruptiv ist ein Trendwort aus dem Managersprech beziehungsweise eine dort vorherrschende Beliebigkeitsfloskel. Auch die Herren des Verbands der Automobilindustrie benutzten es und erwarteten für die Internationale Automobil-Ausstellung ein neues disruptives Konzept und versprachen sich, wie wir wissen, das am ehesten von der Bewerbung aus München. Auch wenn das Bewerbungsverfahren grundsätzlich offen war, müssen wir davon ausgehen, dass die Frankfurter Bewerbung von vornherein chancenlos war. Wir hätten dort auch Verse von Ovid vortragen können, blickt der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf das Bewerbungsgespräch zurück. Disruptiv bedeutete eben auch, nicht Frankfurt. Wer hätte ahnen können, dass der tatsächliche Disruptor dann nicht von dem neuen, dezentralen Messekonzept der Münchner abgebildet werden würde, sondern ausgelöst wurde von einer nicht ganz kross gebratenen Fledermaus auf einem fernöstlichen Lebensmittelmarkt? Seither ist das internationale Messegeschäft kollabiert und auch unsere Messegesellschaft schwer angeschlagen. Sie wird sich, auch bei anlaufendem Ausstellungsbetrieb, über Jahre wirtschaftlich nur langsam davon erholen.

Mein Rede zu Ausschreitungen in der Ahornstraße

 Okay, ich wäre soweit.
Ich möchte Sie nur darauf hinweisen, dass ich es problematisch finde, das jetzt an diesem Beispiel so monothematisch zu betrachten. Sie wissen, dass es in den Fünfziger- und Sechzigerjahren auch die sogenannten Halbstarkenkrawalle gab, die Schwabinger Krawalle feiern in diesen Tagen Jubiläum, zumindest Jahrestag. Dass wir genau hier über die Ahornstraße sprechen, finde ich einen ziemlich verengten Blick auf diese Thematik, weil gerade in der Ahornstraße ziemlich schnell gute Konzepte gegriffen haben. Es gab, wir haben es in der letzten sicherheitspolitischen Routine gehört, zahlreiche Veranstaltungen durch den Schutzmann vor Ort. Es gab zahlreiche Bürgerveranstaltungen. Es sind sogar Jugendliche auf die Polizei zugekommen und haben das Gespräch gesucht. Es wäre schön, wenn es an vielen Orten so gute und funktionierende Instrumente geben würde wie in Griesheim und da namentlich in der Ahornstraße.  

Impfstoff gegen Vorurteile - Meine Juli-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuFlatterband, Plexiglas und „Reserviert“-Schildchen prägen wie überall sonst auch die Atmosphäre unserer LGBTIQ*-Lokale. Manche Gäste wagen es noch immer nicht wieder auszugehen, weil sie sich um ihre Gesundheit sorgen. Andere sind wieder da, übererfüllen die Abstandsgebote um das Doppelte und tragen ihren Mundschutz so konsequent und selbstverständlich, dass sie ihn erst dann bemerken, wenn der erste Schluck Weißwein deutlich trockener ausfällt als sonst. Wieder andere benehmen sich, als wäre alles bloß ein schlechter Traum gewesen, werfen die Arme auf, um sich gegenseitig zu herzen, und wenn sie mir was erzählen, stehen sie dabei so nahe, dass auch die Vor-Corona-Wohlfühldistanz deutlich unterschritten wird. Das ist ziemlich rücksichtslos. Denn wenn jemand keine Bedenken hat, gilt das zunächst leider nur für ihn selbst und nicht zwangsläufig auch für das Gegenüber.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Partyszene vs. Eventszene

Wenn man eben das heute journal von Anfang bis Ende geschaut hat, kennt man jetzt den Unterschied: Die Eventszene strahlt Gebäude rot an, um auf den drohenden Niedergang der Kreativwirtschaft aufmerksam zu machen, während die Partyszene Polizisten aus Lust an Gewalt mit Anlauf ins Kreuz tritt.

Regenbogenkreisel 2020

Regenbogenkreisel 2020

Auch in diesem Jahr habe ich mit anderen Engagierten dafür gesorgt, dass sich die Menschen über den frisch gestrichenen Regenbogenkreisel freuen können.

Kalter Kulturausschuss

Für einen Steinfußboden unangemessen angezogen sitze ich gerade im Frankfurter Kulturausschuss, der coronabedingt im Ratskeller des Römers stattfindet. Es geht um die Standort- und Variantenuntersuchung für den Neubau der Städtischen Bühnen und ich hätte Socken anziehen sollen.

Fashion Week

Erst nachdem ich die Lahmacun mit allem und scharf bestellt hatte, habe ich erfahren, dass 2021 die Fashion Week in Frankfurt stattfindet und habe jetzt große Zweifel, ob ich mich bis dahin wieder auf die branchenüblichen Maße runtergehungert habe.

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