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jessica purkhardt illu"Zu mir oder zu dir", war früher die Standard-Frage zur Einleitung eines One-Night-Stands. Und sie ist es auch heute noch.

Aber heute wird sie am gewählten Verrichtungsort angekommen von der Zusatzfrage ergänzt: "Wie ist das WLAN-Passwort?"

Wozu Netzzugang für den sich anbahnenden Sex wichtig ist, darauf gibt es mehrere Antworten.

Vielleicht um auf Grindr schnell noch zu checken, ob nicht doch was Besseres in der Nähe ist.

Oder um ein bisschen Netflix weiter zu schauen, falls es langweilig wird.
Aber auch die Nach-dem-Sex-Selfies sind auf den Bilderplattformen der sozialen Medien derzeit sehr beliebt.
Jedenfalls ist WiFi–Verbindung für viele längst in der Beletage ihrer Bedürfnispyramide angelangt, in der bislang noch Schlaf, Nahrung, Unterkunft und Sicherheit Quartier gehalten hatten.

Nicht selten bedarf es in Gastronomiebetrieben der Aufbietung aller Höflichkeit des Gastes, um zunächst ein Getränk zu bestellen und erst bei seiner Lieferung das Personal nach dem WLAN-Zugang zu fragen.
Das lässt sich auch in den Läden unserer schwul-lesbischen Szene amüsiert beobachten.

Am anschaulichsten an der Autorin selbst, die an diesen Orten eben diese Zeilen verfasst und die mit den Füßen scharrend der Verbindung mit dem Internet und seinen Online-Nachschlagewerken entgegen fiebert.

Weil der Duden nun mal zu schwer für die Handtasche ist.

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Die Wangen wund geküsst, die Stimme heiser gesungen, ein paar Fingernägel abgebrochen und die Füße ein bisschen zerkratzt.
Dafür habe ich ein wunderbares Wochenende lang auf dem CSD Frankfurt mit hinreißenden Menschen gemeinsam gefeiert, diskutiert, in Stille innegehalten und sehr viel gelacht.
So muss das!

Jessica auf dem CSD Frankfurt - Bild elhit.de

Bild: ELHIT.de

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, informierte heute über die neue Landesförderung für den Aufbau von vier regionalen LSBT*IQ-Netzwerken in Hessen. Hierzu stellt die Landesregierung im Jahr 2018 200.000 Euro zur Verfügung, im Jahr 2019 weitere 300.000 Euro. Klose betonte hierzu: „Die Förderung tragfähiger Strukturen der LSBT*IQ-Community liegt uns als Landesregierung und mir persönlich besonders am Herzen: Ein wirksamer Abbau von Vorbehalten gegenüber LSBT*IQ ist ohne die Arbeit der vielen hessischen Vereine und Initiativen aus dem LSBT*IQ-Spektrum nicht möglich. Durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit sorgen sie für Sichtbarkeit in allen hessischen Regionen und stärken Vernetzung und Austausch. Erst durch ihre Arbeit wird erlebbar, dass die Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten kein abstrakter Begriff, sondern selbstverständlicher Bestandteil unseres Zusammenlebens ist. Weiterhin ist für uns wichtig, auch kleinere Initiativen in ganz Hessen durch unsere Projektförderung unterstützen. Um diese wichtige Arbeit nachhaltig abzusichern, werden wir in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 500.000 Euro zusätzlich zu den Mitteln des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt für die Schaffung von vier regionalen LSBT*IQ-Netzwerken investieren. Diese Netzwerke werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Selbstorganisation von LSBT*IQ zu stärken und die Kooperationen mit öffentlichen und privaten Trägern, z. B. aus den Bereichen psychosoziale Beratung, Gesundheitsversorgung und Pädagogik, in allen Teilen Hessens auf eine stabile Grundlage zu stellen.“

Informationen zur Bewerbung:

Die Frist zur Einreichung von Anträgen endet grundsätzlich am 22.08.2018. Sie sind einzureichen beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Antidiskriminierungsstelle, Sonnenberger Str. 2/2a, 65183 Wiesbaden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wählt aus den eingehenden Projektvorschlägen förderwürdige Anträge aus, die bis zum Ende des Jahres 2018 umgesetzt werden müssen. Die relevanten Dokumente stehen Ihnen unter https://soziales.hessen.de/integration/antidiskriminierungsshystelle/netzwerkfoerderungen als Download zur Verfügung.

jessica purkhardt illuEin lebloses Salatblatt, auf dem eine ausgeweidete Tomate treibt. Gefriergetrocknete Schnittlauchschnipsel, manchmal eine Prise Paprikapulver, Tupfer von Balsamico-Créme, seltener sogar essbare Blüten.

So finden wir hier hierzulande meist unsere Tellerränder dekoriert.

Was uns natürlich nicht davon abhalten soll, immer wieder über eben diese Tellerränder hinauszublicken.

Eine Binsenweisheit, die im Bezug auf Gaumenfreuden dennoch genauso richtig ist, wie hinsichtlich der Teilnahme an CSD- und Pride-Veranstaltungen.

Letzteres haben ein gutes Dutzend Mitglieder von ERMIS in diesem Jahr in die Tat umgesetzt. Der Zusammenschluss von griechischstämmigen Lesben und Schwulen, von denen ein großer Teil im GAB-Verbreitungsgebiet lebt, nahm zum ersten Mal am noch vergleichsweise jungen „Athens Pride“ teil und es bedurfte keines Wortes der Überredungskunst um auch die Autorin dieser Zeilen zur Teilnahme an jener Exkursion über den Tellerrand hinaus zu bewegen.

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jessica purkhardt illuAnlässlich einer Badereise, die ich neulich größtenteils in badewannewarmem Meer kurz unterhalb der Wasserlinie verbrachte, drängte sich mir, während ich ein Korallenriff entlang schnorchelte, unversehens die Auseinandersetzung mit einem Begriff aus der LGBTIQ*-Bewegung auf, von dem ich geglaubt hatte, ihn schon oft genug bedacht zu haben.

Angesichts tausender Fische, deren Formen so unterschiedlich waren, dass die des einen manchmal schien, als wollte sie das genaue Gegenteil eines anderen sein.
Mit Befestigungsorten von Augen und Flossen, die man sich nicht auszudenken gewagt hätte.

Und den Farben des Regenbogens (plus noch einige extra), die sich mitunter alle gleichzeitig auf einem einzigen Fisch versammelt hatten, der, vielleicht weil er sich noch nie selbst gesehen hatte, damit so bescheiden an der Riffkante entlang schwamm, als sei er einfach nur grau.

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Trans in Arbeit webFür Transgender ist die Wahrscheinlichkeit in Deutschland in Arbeitslosigkeit zu geraten viermal höher als für den Rest der Bevölkerung. In Europa sind sogar 40 Prozent der trans* Menschen ohne Arbeit. Dass zeigt, dass Trans*phobie und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt kein deutsches, sondern ein über die Landesgrenzen hinausreichende, grundsätzliche Probleme sind.
Dabei sind transidente Menschen besonders auf berufliche Stabilität und ein festes Einkommen angewiesen. Nicht zuletzt weil sie noch immer dem veralteten Transsexuellengesetz unterworfen sind, das die Einholung teurer Gutachten auf eigene Kosten vorschreibt, um den eigenen Personenstand ändern zu können.
Warum haben besonders jüngere Trans* so große Probleme einen festen Job zu bekommen und werden mit prekären Arbeitsverhältnissen hingehalten oder in die Nischen von Gastronomie und Sexarbeit gedrängt, die seit jeher oft die einzigen Erwerbsmöglichkeiten für sie waren? Wie kommen Trans* in Arbeit und behalten trotz Diskriminierung ihren Job?
Über diese und andere Fragen veranstaltet das Projekt TRANS*ID in Kooperation mit SwitchKultur am Abend des Internationalen Tages gehen Homo-, Trans*- und Biphobie am 17. Mai um 19:30 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit anschließendem Publikumsgespräch im SWITCHBOARD, Alte Gasse 36, Frankfurt am Main.

Gäste u.a.:
Petra Weitzel, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität

Clara Mack, erstritt über mehrere Jahre und durch mehrere Instanzen bis zum Bundesarbeitsgericht ein maßgebliches Urteil zum Diskriminierungsschutz von Trans*

Frank Krüger, Bundesverband Trans*

Moderation: Jessica Purkhardt, Projekt TRANS*ID