Meet Jessica @ SprachGewalt – Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag in der Paulskirche

SprachgewaltAlljährlich veranstaltet die AIDS-Hilfe Frankfurt die deutschlandweit größte Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag. Diese findet in der Frankfurter Paulskirche statt. Zum ersten Mal geschieht dies in Kooperation mit der AIDS-Hilfe Hessen.

Hierbei wird das AIDS-Geschehen in einem weiteren gesellschaftspolitischen Kontext diskutiert. In diesem Jahr widmet sich die Veranstaltung dem Thema „SprachGewalt“. Dabei wird der verbale Umgang innerhalb, außerhalb und mit der LGBTIQ*-Community sowie selbstredend mit HIV und AIDS Lebenden beleuchtet.

Die Begrüßung übernimmt Vorstandmitglied Christian Setzepfandt, durch das Programm führt Jascha Habeck.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer hält Florian Beger von der AIDS-Hilfe Hessen einen Vortrag zum Thema.

Hauptredner wird Volker Beck sein, der sich seit über 30 Jahre aktiv in der Politik für Rechte und Gleichstellung der LGBTIQ*-Gemeinschaft eingesetzt und dieses Jahr die „Ehe für alle“ noch vor seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag mit auf den Weg gebracht hat.

Im Anschluss daran findet eine Talkrunde mit Expert*innen aus dem Kompetenznetz HIV/AIDS sowie der LGBTIQ*-Community statt:

  • Annette Piecha (Kompetenznetz HIV/AIDS e. V.)
  • Jessica Purkhardt (LGBTIQ*-Aktivistin)
  • Joachim Letschert (Pressesprecher CSD)

Der musikalische Beitrag kommt von Markuz Walach.

Im Anschluss zur Veranstaltung erfolgt der traditionelle Trauermarsch zum AIDS-Memorial an der Peterskriche mit der dortigen Verlesung der Verstorbenen.

Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag – SprachGewalt

Freitag, 1. Dezember 2017

18 Uhr

Paulskirche Frankfurt, Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt

Der Trauermarsch beginnt gegen 20 Uhr an der Paulskirche, die Namensverlesung ist gegen 20.30 Uhr.

Medien-Clipping Ze.tt: "Hört auf, bei Transmenschen immer nur an schillernde Dragqueens zu denken"

"[...] Nicht immer verschwinden Transmenschen aber bewusst in der Versenkung. „Ich habe immer angenommen, die Leute würden es eigentlich merken. Aber in dem Moment, wo man als Frau gelesen wird, spielt das Trans-Sein gar keine Rolle mehr“, sagt Jessica Purkhardt, die für die Frankfurter Grünen in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. [...]"

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Keine Raketenrucksäcke 2018 - Meine Dezember-Kolumne im GAB-Magazin

Zwischen den ZeilenKein Grund zu erschrecken, aber das Jahresende steht nun mal wieder vor der Tür.
Wir sind also an einem Punkt im Jahresreigen angekommen, an dem es traditionell nur zwei Perspektiven gibt: Rückblick oder Ausblick.
Nur der grundsolide Kaufmannsstand betreibt in dieser Zeit das, womit sich idealerweise unsere ganze Gesellschaft wenigstens einmal jährlich befassen sollte: Bestandsaufnahme.

Stattdessen werden uns vor der Silvesternacht noch mindestens zwei Wochen lang lieblos und billig produzierte „Große Jahresrückblicke“ aus der Konserve um die Ohren gehauen. Abwechselnde „Das war schlimm“- und „Das war schön“-Momente durchmischt mit YouTube-Videos von tollpatschigen Entenküken und vorlauten Katzen.

Umgekehrt ist vielen Redaktionen wohl aber auch die Lust auf satirische Jahresausblicke vergangen, in denen sie in der Vergangenheit spaßeshalber prophezeiten, ein egomaner Lügenmilliardär könnte US-Präsident werden und danach den wirren nordkoreanischen Diktator zum Atom-Duell herauszufordern.
Denn jeweils ein dreiviertel Jahr später waren beide undenkbaren Vorhersagen zur absurden Gegenwart geworden.

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Die Risiken des Herbstverkehrs - Meine November-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuEgal ob Diesel, abgasfrei oder demnächst selbstfahrend: Wer nicht mit dem An- und Abtransport von Nachwuchs zu und von Bildungseinrichtungen betraut ist, wöchentlich Möbel kauft oder einen Vierbeiner zweimal am Tag zur Defäkation ins Feld fahren muss, braucht als Einwohner*in einer Metropole immer seltener ein Auto.
Weil der öffentliche Nahverkehr zwar gut ausgebaut aber fern von Schnäppchenpreisen fährt, schwingt sich der Stadtmensch immer häufiger auf das Zweirad und damit in Gefahr.

Nicht nur, dass Radstreifen entlang der Hauptstraßen in regelmäßigen Abständen von warnblinkenden Paketlieferwagen versperrt sind oder radelnde Artgenossen in lebensentsagender Fahrweise entgegenkommen.
Auch junge Ehefrauen, die ihre Fahrpraxis bislang weitgehend mit einem Fiat 500 erworben haben, aber urplötzlich von ihrem Gatten wohlmeinend mit einer zwei Tonnen schweren Geländelimousine ins Rennen geschickt wurden, sind sich nunmehr der Maße und Masse ihres Fahrzeuges bewusst und fordern von ihrem Führerinnenstand in zwei Metern Höhe kurzentschlossen das Recht der Stärkeren ein.

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Meet Jessica @ 100% MENSCH TALK - FRANKFURT

Bild: Projekt 100% MENSCH

Talkrunde Frankfurt

Die Community verändert sich: StoneWall Inn, die Verfolgung durch den §175, Gucklöcher in Kneipentüren, HIV/AIDS, CSDs, Internetforen, Queer-Feminism, die Öffnung der Ehe...
Sichtbarkeit, Selbstverständnis und Schwerpunkte der Regenbogen-Community haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Was verstehen die Generationen unter Community? Was hat sich geändert? Wie ist das Verhältnis der Generationen untereinander?
Wie das Verhältnis der einzelnen Gruppen? Vor welchen gemeinsamen Herausforderungen stehen wir, und gibt es eigentlich so etwas wie „Community“?
Im Zuge der Kunstausstellung WE ARE PART OF CULTURE lädt das Projekt 100% MENSCH zum Talk „Community . gestern . heute . morgen“ ins KUSS41 ein. Dabei stehen die persönlichen Geschichten und Erfahrungen der Gesprächsgäste und die unterschiedlichen
Sichtweisen auf Community im Mittelpunkt. Eine ausführliche Fragerunde mit dem Publikum schließt den Abend ab.

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Loveball 2017

Die nicht immer ganz saubere Unterhose des Internets - Meine Oktober-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuProfilbilder weiblicher Pornostars, benannt mit Allerweltsnamen, die zusammenhanglos Inhalte teilen oder kommentieren. So kommen Social-Bots daher. Programme, die in den sozialen Medien echte Menschen simulieren und mit unterschiedlichen Absichten Meinungen beeinflussen sollen. Von den meisten echten Nutzern sind sie deshalb nur durch die Pornostar-Profilbilder zu unterscheiden.

Manche sind jedoch so gut gestaltet, dass sie fast zu schön sind um wahr zu sein.

So gelang es mir neulich nur unter Aufbietung meiner gesamten Willenskraft, die Freundschaftsanfrage eines amerikanischen Kinderarztes mit den Gesichtszügen des jungen George Clooney abzulehnen, der seiner Profilbeschreibung nach bereits in Skandinavien gearbeitet hatte, sich gebildet und weltgewandt präsentierte und auf einem Foto mit afrikanischen Waisenkindern tanzte.

In der Rückschau war das vielleicht ein Fehler, denn in der derzeitigen Ermangelung eines echten Kinderarztes mit der Erscheinung einer Espresso-Werbeikone, wäre dieser automatisierte Facebook-Account immerhin schon mal der Spatz in der Hand.

Möglicherweise hätten wir uns sehr gut verstanden und tiefgründigere Chats geführt als mit manchen meiner menschlichen Dialogpartner. Vielleicht war sogar genau das mit der Phrase gemeint, die während des Bundestagswahlkampfes von vielen Laternen prangte: „Digitalisierung als Chance nutzen.“

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Hessischer Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt­ – 550.000 Euro für innovative Projekte im Förderjahr 2018 Antragstellung ab sofort möglich

rainbow flag scott richardBild: "rainbow flag, scott richard" von torbakhopper ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, informiert über die Landesförderung für Akzeptanz und Vielfalt in Hessen.

„Ich freue mich, dass die Hessische Landesregierung im vierten Jahr in Folge innovative Projekte fördern wird, die für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten in Hessen werben. Nachdem in den Jahren 2015 und 2016 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung standen, konnte das Fördervolumen für 2017 mehr als verdoppelt werden und wird nun auch, vorbehaltlich des Haushaltsplans, für das Jahr 2018 auf diesem Niveau zur Verfügung stehen“, betont Dreiseitel.

„Im Zeichen des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt setzt die Hessische Landesregierung damit ein weiteres Mal ein deutliches Signal für ein weltoffenes Hessen und für Respekt und Anerkennung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Intersexuellen und sich als queer definierenden Personen (LSBT*IQ)“, so der Staatssekretär.

Ziel des Aktionsplans sei es, sich für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten einzusetzen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einzutreten.

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Enthemmter Mineralwasserkonsum - Meine September-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illu„Ist es nicht egal wer regiert?“ wird gelegentlich an den Tresen der LGBTIQ*-Szenelokale die rhetorische Frage laut.

Natürlich ist es nicht egal und die Politik der vergangenen Regierungskoalitionen zeigt, dass es sehr wohl Unterschiede gibt. Ob die Ergebnisse dabei immer deckungsgleich mit dem waren, was die handelnden Parteien als ihren Markenkern ausgegeben hatten, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Am 24. September ist Bundestagswahl. Ein wichtiger Termin, an dem auch die Weichen für die Queerpolitik der nächsten vier Jahre gestellt werden. Denn wichtige LGBTIQ*-Themen wie die zuletzt beschlossene „Ehe für alle“ aber auch die noch offenen Aufgaben wie etwa die Anerkennung von Regenbogenfamilien, der nationale Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie oder die Sicherstellung einer geschlechter- und diversitätsgerechten Gesundheitsversorgung müssen auf Bundesebene behandelt und entschieden werden.
Trotzdem hat kein demokratisches Parlament, sei es sich noch so einig, alle Macht und Einfluss für sich allein. Dass auch immer Wirtschaftsinteressen in das Regierungshandeln hineinspielen, schmecken wir zum Beispiel, wenn sich an einer Großstadtkreuzung wieder sanft der Diesel-Ruß auf unsere Bronchien niederschlägt. Wichtiger ist aber die Zivilgesellschaft, also wir, die ihre Ansprüche an die Politik formuliert und so lange zäh und nachdrücklich einfordert, bis sich im Bundestag die nötigen Mehrheiten für die Umsetzung zusammengerauft haben. Dass dieses Durchhaltevermögen Wirkung zeigt, haben wir recht überraschend an der Entscheidung um die „Ehe für alle“ gesehen.

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