Land Hessen unterstützt LSBT*-Geflüchtete

Das Land Hessen fördert im Jahr 2017 mit zusätzlichen 100.000 Euro die Beratungsarbeit für Geflüchtete mit HIV und Geflüchtete aus dem LSBT*IQ-Spektrum. Hierzu erklärte Staatssekretär Jo Dreiseitel: „Menschen, die zu uns geflohen sind und in Hessen eine neue Heimat finden, möchten wir zeigen, dass sie hier akzeptiert sind – auch dann, wenn sie schwul, lesbisch, bisexuell oder trans* sind. Geflüchtete aus diesem Spektrum haben einen erhöhten Unterstützungs- und Schutzbedarf weil sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität schwerwiegende Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen in ihren Heimatländern gemacht haben.“ Die Unterstützung von geflüchteten LSBT*IQ, sowie die Sensibilisierung und Qualifizierung der Hilfestrukturen stellen eine der Maßnahmen im Rahmen des kürzlich vorgestellten Hessischen Aktionsplanes für Akzeptanz und Vielfalt dar, der am 29. Mai diesen Jahres vom Kabinett beschlossen worden ist.

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Presse-Clipping FR: "Ehe für alle ist nur der Anfang"

"Deshalb, so die Frankfurter Stadtverordnete und Bundestagskandidatin Jessica Purkhardt (Grüne), müsse der Nationale Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz um das Thema Homo- und Transphobie erweitert werden."

(Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 16. Juli 2017)

CSD Frankfurt: GRÜNE demonstrieren für Akzeptanz und Vielfalt und feiern die Öffnung der Ehe für Alle

Bild: "rainbow flag, scott richard" von torbakhopper ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0Bild: "rainbow flag, scott richard" von torbakhopper ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0

Anlässlich des Christopher Street Days von 14. bis 16. Juli erklären die Frankfurter GRÜNEN und die GRÜNEN im Römer:

Am kommenden Wochenende findet in Frankfurt unter dem Motto „Lieber bunte Vielfalt als braune Einfalt“ zum 25. Mal der Christopher Street Day (CSD) statt.

„Mit seinem bunten Demonstrationszug durch die Frankfurter Innenstadt und dem großen Communityfest auf der Konstablerwache ist der CSD Ausdruck des Selbstbewusstseins von Lesben, Schwulen, Bi- und Intersexuellen und Transgendern. Der CSD setzt ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Wir Frankfurter GRÜNE werden auch dieses Jahr wieder dabei sein. Wir stellen uns gegen jegliche Art von Diskriminierung und treten entschieden für echte Akzeptanz aller sexuellen Orientierungen und Identitäten ein“, so Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher der Frankfurter GRÜNEN.

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Unvohersehbare Entwicklungen im Allgemeinen und die "Ehe für alle" im Besonderen - Meine Juli-Kolumne im GAB-Magazin

Zwischen den ZeilenDass unsere heutige Welt aus den Fugen geraten sei, ist eine schnell daher gesagte Floskel, die sich aber in Anbetracht der Verwerfungen, denen sich die Menschheit in den zurückliegenden Jahrhunderten ihrer Geschichte gegenüber sah, objektiv beurteilt nicht zu halten ist.

Aber offenbar sind die Entwicklungen in der Welt nicht mehr so vorhersehbar wie in den vergangenen Jahrzehnten. So ist der Mann, den wir vor einem Jahr wegen seiner Wahlkampf-Possen und seiner eigenwilligen Haartracht nur müde belächelt haben heute Präsident des mächtigsten Landes der Erde, das er seit seinem Amtsantritt ohne erkennbare politische Leitlinien führt. Dabei hemmt diese Unberechenbarkeit nicht nur die Bemühungen der internationalen Partner um den Frieden in der Welt oder zumindest faire Wirtschaftsbeziehungen, sondern führt gelegentlich, wie etwa beim Schutz des Weltklimas, gleich zu einer Absage an die gemeinsam vereinbarten Vorsätze.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Was Ampelpärchen bedeuten. Und was nicht. - Meine Juni-Kolumne im GAB-Magazin

Jessica Purkhardt - Zwischen den ZeilenSteinreich ist der amerikanische Erfolgsautor Dan Brown mit seiner Romanreihe geworden, in der er einen ungelenken Symbol-Forscher, der in den Hollywood-Verfilmungen in Gestalt von Schauspieler Tom Hanks daherkommt, in einer rastlosen Jagd durch europäische Kulturmetropolen hasten lässt, um dort allerlei bisweilen ziemlich konstruierte Rätsel mit Hilfe seines tiefgründigen Geheimzeichen-Wissens zu lösen.

Verglichen mit der Zeit des Mittelalters und der Renaissance können heute deutlich mehr Menschen lesen, so dass Informationen gar nicht mehr mit Bildzeichen ausgedrückt werden müssten. Und auch Geheimnisse stehen in diesen Tagen nicht mehr auf der Altarunterseite südenglischer Landkapellen - sondern bei Wikileaks.
Aber trotzdem ist das Design der Zeit das App-Icon mit runden Ecken und die Sprache ist Emoji. Offenbar sind uns also Symbole heute noch genauso wichtig wie vor 20.000 Jahren, als Menschen ihren Handabdruck mit Ocker an den Höhlenwänden hinterließen.

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Meine Veranstaltung zum IDAHOT 2017: „Unschlagbar!? – Gewalt und Übergriffe gegen LGBT*"

 Wie alle Menschen werden auch Lesben, Schwule und Transgender in Frankfurt Opfer von Alltagskriminalität. Doch darüber hinaus sind sie auch von sogenannter Hass-Kriminalität betroffen, zu deren Ziel sie nur deshalb werden, weil sie so sind wie sie sind.
Während die Gefahr verbaler Übergriffe und körperlicher Gewalt aus homo- oder transphober Motivation vor wenigen Jahrzehnten noch sehr präsent war, ist sie in der Wahrnehmung der Communities heute zunehmend in den Hintergrund getreten.

Zwar ist sie für Menschen, die vor allem die schwulenfeindliche Gewalt früherer Jahrzehnte miterleben mussten, noch immer in furchtbarer Erinnerung und auch bei Personen, die selber Gewalterfahrungen machen mussten, längst nicht vergessen. Doch unter jüngeren LGBT* und vor allem in der Gesamtgesellschaft spielt Homo- und Transfeindlichkeit im Grunde nur noch eine nachgeordnete Rolle.

Bild: AHF/Lars Elhit

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Regenbogen-Kreiselaktion 2017

Wir haben den Regenbogen-Kreisel wieder schön gemacht.
Nach der gelungenen Aktion am Vorabend des CSD Frankfurt-Wochenendes im letzen Jahr, an dem wir gemeinsam den Kreisel im Herzen des queeren Frankfurter Bermudadreiecks in Regenbogenfarben gestaltet haben, haben wir ihm auch in diesem Jahr für die bevorstehende Pride-Saison wieder einen neuen Anstrich geben.
Vielen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, Unterstützer*innen und Spender*innen.

Kreisel

Rheinland-Pfalz: Land will es Transsexuellen leichter machen

"Transsexuelle sollen künftig einfacher ihren Namen in offiziellen Dokumenten ändern können. Dafür setzt sich Rheinland-Pfalz im Bundesrat ein. Dazu werde das Land in der nächsten Bundesratssitzung am 12. Mai ein neues Transsexuellengesetz einbringen, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des rheinland-pfälzischen Kabinetts an." [...]
(Der ganze Artikel vom 2. Mai 2017 auf SWR.de)

Widerspruch von Wahrnehmung und Realität - Meine Mai-Kolumne im GAB-Magazin

Zwischen den ZeilenGerade einmal sechs homo- und transphobe Straftaten hat die Frankfurter Polizei im Jahr 2015 in ihrer Statistik verzeichnet. Die Zahlen für 2016 sind mir noch nicht bekannt, wesentlich anders liegen werden sie nicht.

Vor dem Hintergrund dieser verschwindend kleinen Zahl nun aber anzunehmen, LGBT*-feindliche Übergriffe fänden im Grunde gar nicht mehr statt und Homophobie wäre ein Phänomen der Vergangenheit, dessen Bekämpfung fortan nicht mehr notwendig wäre, ist gewaltiger Irrtum.

Statistisch gibt es nämlich scheinbar auch einen Zusammenhang zwischen der Zahl honigproduzierender Bienenstöcke in den USA und der Scheidungsrate in South Carolina und zwischen den jährlich bezahlten amerikanischen Theatereintrittsgeldern und der Niederschlagsmenge in Pennsylvania. Trotzdem steht in Wahrheit keiner dieser Umstände in Zusammenhang mit dem anderen.

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Erkenntnis höherer Wahrheit durch ein Paradoxon - Meine April-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuIn Stuttgart die GOK Menarea, in Mannheim die XS Café Bar und in Frankfurt das HALO. Im gab-Land schließen in diesen Wochen gleich mehrere Szene-Läden, die vor Ort jeweils feste Institutionen mit meist jahrzehntelanger Tradition waren.

Aber kein Anlass nun reflexartig ins Wehklagen zu verfallen und den Niedergang der Szene zu beweinen. Denn die Gründe für die Geschäftsaufgaben sind sehr unterschiedlich. Am mangelnden Publikumszuspruch liegt es aber wohl nicht.

Müsste es uns außerdem nicht seltsam vorkommen, wenn für die queere Gastronomie und Ausgeh-Kultur völlig andere Mechanismen gelten würden als für den Rest der Branche? Denn es ist doch gerade die Veränderung, die die Innovationskraft einer Subkultur erhält.

Und tatsächlich vergeht kein Monat, in dem nicht von neuen Partys, Kulturveranstaltungen und Eventabenden für bestimmte Zielgruppen zu lesen und zu hören ist.

Closed

Und ganz grundsätzlich: Ist die Zahl von Bars und Clubs wirklich die einzige Messgröße, an der man die Lebendigkeit von Szene und Communities festmachen kann? Wohl eher nicht.

Vielmehr ist der Grad der LGBT*-Selbstorganisation so erstaunlich, dass ich oft bewundernd den Kopf schütteln muss, wenn ich sehe, was alles von neuen Gruppen aus dem Nichts aber mit viel Engagement und Kreativität auf die Beine gestellt wird. Darunter vieles, was es bislang so nicht gab und was vielleicht auch gar nicht möglich war. Vor diesem Hintergrund kann von Niedergang keine Rede sein. Sondern von Aufbruch.

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