New York macht Rückzieher bei liberalem TS-Gesetz

Die New Yorker Gesundheitbehörde hat ihre Ankündigung zurückgenommen, nach der den New Yorker Bürgern das Recht zugesprochen worden wäre das im Pass eingetragene Geschlecht zu ändern ohne sich einer Geschlechtsangleichenden Operation unterzogen zu haben.
Der Gesundheitsbeauftragete der Metropole,Thomas Frieden, sagte, die Angelegenheit bedürfe zusätzlicher Planung um sicherzustellen, das man nicht mit Bundesgesetzen in Konflikt komme.

Wie fast überall in den USA, ist es auch in New York möglich, nach der Geschlechtsangleichenden Operation eine entsprechende Geburtsurkunde ausgestellt zu bekommen.

Die Gesundheitsbehörde der Stadt hatte im September vorgeschlagen den Verfahrensweg für die Personenstandsänderung zu liberalisieren. Damit sollte auch Menschen, die gegengeschlechtliche Behandlungen außerhalb der Genitaloperation durchführen ließen, die Möglichkeit gegeben werden ihre Dokumente ändern zu lassen.

Nach der neuen Politik könnten beispielsweise Personen, die gegengeschlechtliche Hormone nehmen, ihren Geburtseintrag in das gewünschte Geschlecht ändern lassen.
Obwohl die fortschrittliche Gesetzesinitiative fürs Erste verschoben wurde, erließ das Gesundheitsamt jetzt eine Verfügung, die festschreibt, dass Transsexuellen nach ihrer Geschlechtsangleichenden OP die Änderung des geschlechts in ihren geburtsakten zusteht. Bisher bestand lediglich die Möglichkeit sich ein neues Dokument austellen zu lassen in dem die ANgaben zum geschlecht einfach weggelassen worden waren.

Der Transgender-Anwalt, Cole Thaler, zeigte sich dennoch enttäuscht über den Rückzieher der Gesundheitsbehörde.
"Einige Transsexuelle können einfach aus gesundheitlichen Gründen keine Geschlechtsangleichende Operation durchführen lassen. Ich hoffe, dass die Zukunft uns bald eine fairere behandlung solcher Menschen ermöglicht."

In Spanien gilt bereits ein Transsexuellengesetz, wie es von den New Yorker Behörden angedacht war.