Hawaiianerin setzt Meilenstein in TS-Geschichtsschreibung

Der Bildungsausschuss des US-Inselstaates Hawaii ist um eine Transsexuelle reicher. Kim Coco Iwamoto, besetzt seit Neustem einen der 14 Sitze des Ausschusses.
Sie betonte, sie habe nicht mit ihrem besonderen Status vor der Wahl geworben, habe sich aber für die Rechte jugendlicher Transgender in den 285 öffentlichen Schulen des Staates stark gemacht.
Die 38-jährige Anwältin dürfte mit dem Aufstieg in dieses Amt die höchstrangige Transsexuelle in den Vereinigten Staaten sein, vermutet Denis Dison, der Sprecher des Victory Fund, einer Washingtoner Organisation, die Kandidaturen von Lesben, Schwule und Transgender unterstützt und deren Wahlkampf finanziert. Die Besetzung eines so hohen Amtes sei ein historischer Sieg in der Geschichte der Transgender. Bisher seien in den USA nur wenige über einen Sitz im Stadtrat hinausgekommen, so Dison weiter.

Transfrau erringt juristischen Sieg in New York

Ein kleiner aber bedeutender Sieg für die Rechte von Transsexuellen: Der Transgender Legal Defense & Education

Fund gab jetzt bekannt, dass die New Yorker Metropolitan Transportation Authority transsexuellen Menschen gestattet, die Toiletten entsprechend ihres Geschlechtsempfindens zu benutzen.
Das Übereinkommen stand am Ende einer Beschwerde einer Bürgerrechtsbewegung vor der New Yorker Human Rights Commision.

Helena Stone, eine 70-jährige transsexuelle Frau wurde verhaftet und von Beamten der New Yorker Verkehrsbehörde wegen ihrer Transsexualität drangsaliert.

Stone war im jahr 2005 von ihrem Arbeitgeber Verizon beauftragt worden die Telefonzellen in der Grand Central Station zu reparieren. In der Folge wurde sie dreimal verhaftet, als Beamten sie mit Hilfe der Videoüberwachung dabei beobachteten, wie sie die Damentoilette betrat.

Doch die MTA ließ schnell alle Vorwürfe fallen, als eine Trans-Bürgerrechtsbewegung Protestveranstaltungen organisierte.

Dennoch erließ die Behörde aber keine weiteren Bestimmungen erlassen, um zukünftige Belästigungen gegenüber Stone und anderen Transgendern zu vermeiden.

Die Bürgerrechtsorganisation beantragte daraufhin eine einstweilige Vefügung um Stone vor weiteren Maßnahmen seitens der MTA zu bewahren und berief sich auf das New York City human rights law, das Transgender vor Diskriminierung schützt. Abschließend kam man überein, Menschen die Benutzung entsprechend ihres Geschlechtsempfindens zu gestatten und zahlte Stone 2000 Dollar Schmerzensgeld.

"Ich wollte lediglich so leben und arbeiten wie ich bin," sagte Stone in einem Statement.

Quelle: The Advocate

Die schönste Transsexuelle der Welt

Sie hat lange hellbraune Haare, schier endlose Beine, unglaublich lange Wimpern und ein strahlendes Zahnpasta-Lächeln. Äußerlich unterscheidet sie sich kaum von den Teilnehmerinnen anderer Schönheitswettbewerbe: Die Mexikanerin Erika Andrews wurde nun zur schönsten Transsexuellen der Welt gekürt.

Bei der Wahl der "Miss International Queen 2006" setzte sich die 38-Jährige im thailändischen Pattaya gegen 22 Konkurrentinnen durch. Als sie die Diamant-Krone und das Preisgeld in Höhe von umgerechnet 8000 Euro entgegennahm, strahlte sie und erklärte glücklich: "Was für ein überwältigendes Gefühl." Die Wahl zur "Miss International Queen" ist übrigens nicht die erste, an der Erika Andrews teilnahm. Sie gewann bereits mehrere Titel, unter anderem den der "Miss Gay USofA 1999", der "Universal Show Queen 2004" und der "Miss Continental 2004".

Erfolgreiche Kür in Bikini und Abendrobe

Andrews verwies die Thailänderin Ratravee Jiraprapakul und Particia Montrecarlo von den Philippinen auf die Plätze zwei und drei. Zuvor hatten sich die transsexuellen Schönheiten in sechs verschiedenen Outfits präsentiert: in Landestracht, dunkelblauem Badeanzug, Abendkleid, Talent-Kostüm, weißem Shirt und Hose sowie in einem Cocktailkleid. Andrews überzeugte die Jury besonders bei der Kür in Bikini und Abendrobe, verlor allerdings bei der Vorstellung der Landestrachten. Dabei liefen die Kandidatinnen aus Japan, Italien und Ägypten traditionell als Samurai, Gladiator und Pharao über den Laufsteg und kämpften um die Gunst der Wertungsrichter. An der bereits dritten Wahl zur schönsten Transsexuellen nahmen Transvestiten und Transgender aus der ganzen Welt teil. Im Austragungsland Thailand stoßen Menschen mit geschlechtlicher Identitätsstörung auf große Toleranz. Kein Wunder also, dass sich auch die neue "Miss International Queen" von den Gastgebern begeistert zeigte: "Hier fühle ich mich wie zu Haus, in keinem anderen Land habe sie sich so willkommen gefühlt", sagte die Miss der etwas anderen Art nach ihrer Krönung.

USA: Transsexuelles Kind darf in Schule

Ein transsexuelles Kind aus Florida, das ein genetischer Junge ist, darf nach Informationen des Miami Herald in ab diesem Herbst als Mädchen in die Schule gehen.

Sie ist das jüngste transsexuelle Kind, dass in Florida in die Schule geht. Der US-Bundestaat leistet wurde in der vergangenen Zeit häufig für den vorbildlichen Umgang mit transsexuellen Schülern gelobt.

Das Kind wurde zwei Jahre lange untersucht und abschließend wurde diagnostiziert, dass es sich nicht nur um eine Phase handele.

Seine Eltern berichteten, dass ihre Tochter häufig geäußert habe, dass sie es hasse einen Penis zu haben und ihn häufig zwischen ihren Beinen verstecke.

Die Broward County Schule erklärte sich jetzt bereit das Kind als Mädchen zur Schule gehen zu lassen. Die Schülerin weise zwar Jungenkleidung zurück, werde sich aber geschlechtsneutral kleiden und einen geschlechtsneutralen namen benutzen.

"Die Schulverwaltung haben sich bereit erklärt mit der Familie und Fachmedzinern zusammenzuarbeiten um für das Kind eine angemessene Lernumgebung zu schaffen," sagte Karen Doering, die Anwältin der Familie.

Nach Gesprächen mit einem Kinderendokrinologen und der Schulverwaltung haben die Eltern, entschieden, dass es für ihr Kind das beste sei als Mädchen zu leben.