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Der Kreisel im BermudadreieckEin zentraler öffentlicher Ort im Frankfurter Szene-Viertel bekommt für den Christopher-Street-Day buchstäblich einen neuen Anstrich. Der kleine Kreisel, der die Große Friedberger Straße, die Alte Gasse und die Schäfergasse - also die Straßen, in denen viele schwul-lesbische Lokale und Einrichtungen liegen - soll für das gesamte kommende Wochenenede in Regenbogenfarben leuchten.
Die Entscheidung dazu hatte Verkehrsdezernent Stefan Majer schon vor einigen Wochen bekannt gegeben. Der Regenbogenkreisel ergänzt damit die bereits im letzten Jahr für die Dauer des CSD installierten gleichgeschlechtlichen "Ampelpärchen" an der Fußgängerampel zur Konstablerwache, die nach dem Vorbild von Wien, München und Hamburg entstanden sind.

Frankfurter EngelAm Klaus-Mann-Platz, an der Kreuzung von Schäfergasse und Alte Gasse, in der Mitte des queeren subkulturellen Lebens in der Frankfurter Innenstadt steht der Frankfurter Engel, das Mahnmal der Homosexuellenverfolgung. Bei seiner Errichtung im Jahr 1994 war es das erste seiner Art in Deutschland. Im Jahr nach der Aufstellung des Engels wurde der neugestaltete Platz nach Klaus Mann, dem homosexuellen Schriftsteller und Sohn von Thomas Mann benannt.

Seit dieser Zeit bemühen sich die Mitglieder der Initiative Mahnmal Homosexuellenverfolgung ,die sich bereits seit 1990 für die Errichtung eines Gedenkortes eingesetzt hatte, zusammen mit Anwohner*innen und Unterstützer*innen um diesen Ort.  
Wie viele schön gestaltete, öffentliche Plätze der Stadt wird auch der am Frankfurter Engel immer mehr genutzt, besonders in den Sommermonaten, wenn die Menschen draußen zusammen sitzen möchten. Schon lange treffen sich am Klaus-Mann-Platz nicht mehr nur von Lesben und Schwulen.

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration

Wiesbaden. „Ich freue mich, dass wir die Lebenslage und Lebenserfahrungen von Trans* Personen und Menschen, die aus dem binären Geschlechtermodell herausfallen (Queers) durch das Forschungsvorhaben näher beleuchten und fördern können“, erklärte der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, anlässlich der Gewährung der Fördermittel in Höhe von 20.000 Euro aus dem Landesaktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt. Der Verein „broken rainbow e.V.“ aus Frankfurt erhält die Mittel für ein Forschungsvorhaben zur Lebenssituation der Trans* und Queers in Hessen. Broken Rainbow e.V. befasst sich seit nunmehr 14 Jahren mit den Themen Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen wegen der sexuellen Orientierung bzw. der Geschlechtsidentität und ist mit dem vorhandenen fachlichen Know-How ein verlässlicher Partner.

-ERGÄNZUNG 18 UHR UNTEN-

Am Dienstag, den 8. März fuhren gegen 22 Uhr etwa ein Dutzend Mannschaftswagen der Polizei mit Blaulicht in der Alten Gasse in der Frankfurter Innenstadt auf. Die dort gelegenen Bars werden bekanntermaßen von Homosexuellen und Transgendern besucht und bilden mit den Bars in der Elefantengasse den Kern der sogenannten Frankfurter schwul-lesbischen Szene.

Die Beamtinnen und Beamten in Einsatzoveralls führten daraufhin in allen Lokalen umfangreiche Kontrollmaßnahmen durch. Die Personalien der Angestellten aber auch aller anwesenden Gäste wurden kontrolliert. Gäste, die die Lokale betreten wollten, wurden von der Polizei abgewiesen.

In der Folge wurden insgesamt mehrere Bars in der Alten Gasse und Elefantengasse aus unterschiedlichen Gründen geschlossen.
Besucher, die sich nicht ausweisen konnten, wurden Augenzeugenberichten zufolge festgenommen.
Zusätzlich wurden die Gaststätten auch von Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt überprüft.

Vom 17. Juli bis zum 19. Juli findet rund um die Konstablerwache der jährliche Frankfurter Christopher-Street-Day (CSD) statt. Das diesjährige Motto lautet „Besorgte Homos“ und nimmt damit Bezug auf die von Baden-Württemberg ausgehende Bewegung von Rechtspopulisten und religiösen Fundamentalisten, die sich unter dem verharmlosenden Namen „Besorgte Eltern“ zusammen getan haben.

Wer will die Uhr zurück drehen?

Wer will die Uhr zurück drehen?Nachdem diese Bewegung  in den vergangenen beiden Jahren den baden-württembergischen Ansatz zur Aufnahme von sexueller Orientierung und Identität als Querschnittsthema in den Bildungsplan des Bundeslandes bewusst falsch interpretiert und mit populistischen Parolen von „ideologischer Umerziehung“ und „Frühsexualisierung“ gezielt Unwahrheiten verbreitet und Ängste geschürt hat, heben diese Gruppen nun dazu an, Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ihre über Jahrzehnte erstrittenen Rechte abzusprechen, Hetze gegen Minderheiten wieder gesellschaftsfähig zu machen und so die Uhr zurück zu drehen vor die Zeit der LGBT-Emanzipation.

LGBT-Sommerempfang 2015 - 1 Auch in diesem Jahr hat die Vizepräsidentin des hessischen Landtags wieder Hammann wieder zum traditionellen Sommerempfang für die LSBTTIO-Gruppen aus Hessen eingeladen.
In diesem Jahr bin ich zum vierten Mal eingeladen gewesen und es ist jedes Jahr wieder schön, die anderen engagierten Aktivist*innen zu treffen. Die meisten von uns sind ja in mehreren Gruppen engagiert, weswegen es immer interessant ist, am Namensschild abzulesen, in welcher Funktion die/der Gespärchspartner*in gerade da ist.

Wie in jedem Jahr findet der hessische Empfang für die Regenbogencommunity im Musiksaal des hessischen Landtags statt. Die Landesarbeitsgemeinschaft queerGrün, der ich angehöre und für die ich am Empfang teilgenommen habe war zahlreich -um nicht zu sagen komplett- angetreten. Dieses Mal war dann auch die Klimaanlage in Funktion, denn ich erinnere mich, dass sie es bei meinem letzten Besuch nicht gewesen war und uns allen furchtbar heiß war.
Das ist offenbar aber keine rein hessisches Problem:
Anfang Mai war ich bereits in Berlin auf dem Regenbogen-Empfang der GRÜNEN Bundestagsfraktion in den Bundestag eingeladen. Damals hatte man nicht mit so vielen Teilnehmer*innen am Empfang gerechnet, so dass es im Indoor-Amphitheater im Bundestagsgebäude recht bald brütend heiß geworden war.

Paint your RainbowZum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) am 17. Mai erinnern wir Frankfurter GRÜNE daran, dass der erreichte gesellschaftliche Fortschritt keine Selbstverständlichkeit ist.
Trotz gestiegener Toleranz gegenüber Homosexuellen und Transgendern, darf das ständige Bemühen um wirkliche Akzeptanz und Gleichstellung in allen Lebensbereichen nicht nachlassen.
Denn bundesweit und auch in Frankfurt schließen sich Rechtspopulisten und religiös-fundamentalistischen Kreise zusammen um Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ihre über Jahrzehnte erstrittenen Rechte abzusprechen, Hetze gegen Minderheiten wieder gesellschaftsfähig zu machen und so die Uhr zurück zu drehen.

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