Jessica-Purkhardt.de

Mit großer Mehrheit hat die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung in ihrer gestrigen Sitzung dem Antrag von GRÜNEN und CDU zugestimmt, in dem der Magistrat beauftragt wird, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um die Aufführung von homosexuellenfeindlichen Liedern bei einem bevorstehenden Konzert des Dancehall-Interpreten Elephant Man zu verhindern.
In mehreren Musiktiteln ruft der Interpret dazu auf, homosexuelle Männer zu töten. So etwa in den Songs „A Nuh Fi Wi Fault“, „We Nuh like Gay“ und „Log on“.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn hatte deshalb das Album „Log on“ von Elephant Man bereits vor mehreren Jahren wegen seiner homosexuellenfeindlichen Mordaufrufe indiziert.

Dennoch ist für den 6. Februar ein Konzert des Musiker in Frankfurt vorgesehen.
"Durch die Aufführung der homosexuellenfeindlichen Musiktitel werden aus unserer Sicht die Straftatbestände der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und der Volksverhetzung erfüllt. Das werden wir in Frankfurt nicht dulden," begründet die rechtspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer, Jessica Purkhardt, den Antrag ihrer Fraktion.

Musiker wie Elephant Man rufen in ihren Texten regelmäßig zu Gewaltaten gegen homosexuelle Männer auf und nehmen dabei bewusst in Kauf, dass nach ihren Konzerten in ihrem Heimatland Jamaika Hetzjagden auf vermeintlich homosexuelle Menschen, die dabei schwer verletzt und nicht selten getötet werden.
In Deutschland darf das Hassmusik-Album "Log On" nach der Indizierung zwar nicht mehr verkauft werden, allerdings ist es weiterhin auf Compilations verfügbar"Mit seiner Hassmusik verdient dieser Interpret immer noch kräftig Geld und das mit tatkräftiger Unterstützung von den Plattenfirmen und Konzertveranstaltern," so Purkhardt abschließend.

Seit ich bei den Mitglied der GRÜNEN bin, arbeite ich in der Landesarbeitgemeinschaft QueerGRÜN an politischen Ideen und Konzepten, um wirkliche Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit für Lesben, Schwule, Transgender, Bisexuelle und Intersexuelle zu erreichen.
Vor allem durch die vielen Initiativen der GRÜNEN hat sich die Lebenssituation für viele Lesben und Schwule heute deutlich verbessert. Es ist viel erreicht worden, aber noch viel mehr liegt vor uns. Folgende Kernforderungen gelten nach wie vor:

  • völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der Ehe
  • Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare
  • Verankerung des Diskriminierungsschutzes im Grundgesetz

Für viele Menschen stellt ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität auch heute noch eine oft unüberwindbare Hürde für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben dar. Das gilt vor allem im ländlichen Raum und für Homosexuelle und Trans*-Menschen aber auch für Homosexuelle mit Behinderung oder Migrationshintergrund. Hier ist gesellschaftliche Isolation viel zu oft die Regel.
Homo- und Transsexuelle Menschen mit MigrantInnen können viel zu oft nur in der Sexarbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Von Chancengerechtigkeit ist man hier weit entfernt.
Gerade für Transsexuelle ist der Paragraphendschungel des Transsexuellengesetzes , das Gutachterverfahren, die damit verbundenen Kosten und das gerichtliche Antragsverfahren unüberwindbar. Auch ohne Migrationshintergrund und mit guten Deutschkenntnissen scheitern hier viel Betroffene.
Ich setze mich deshalb für folgendes ein: 

  • Transsexualität muss entpathologisiert werden. Gleichzeitig muss die Leistungspflicht der Krankenkassen rechtlich abgesichert werden.
  • Anstelle eines gerichtlichen Verfahrens soll die Änderung des Vornamens und des Personenstandes auf Antrag bei der zuständigen Behörde möglich sein.
  • Das Selbsbestimmungsrecht von Trans*-Personen muss durch Abschaffung der Begutachtung und des gerichtlichen verfahrens verwirklicht werden.
  • Ausbau des Offenbarungsverbot, dass die Ausforschung und Verwendung des früher geführten Vornamens und Personenstandes verbietet.
  • Das Transsexuellengesetz soll als Sondergesetz aufgehoben werden, die notwendigen Regelungen sollen in bestehendes Recht integriert werden.

Auch homosexuelle Menschen mit Behinderung sind oft Opfer von Ausgrenzung. Nicht zuletzt findet diese Ausgrenzung auch in der Community selbst statt. Inklusion gilt für alle und für alle Bereiche des Lebens! Ich möchte deshalb den Diskurs über die Integration von Menschen mit Behinderung anregen. Gleichzeitig müssen hier auch öffentliche Angebote geschaffen werden, die die Anliegen dieser Menschen aufgreift und fördert. 
Homo- und Transphobie ist noch in vielen Schulen gegenwärtig, wodurch homosexuelle oder trans* Jugendliche viel zu oft Ausgrenzung erfahren. Hier muss auf landes- und bundespolitischer Ebene mit einem Aktionsplan gegengesteuert werden. Gleichzeitig muss Homosexualität und Transsexualität auch Unterrichtsinhalt in hessischen Schulen werden. Totschweigen wie bisher ist verantwortungslos.

 

Gute Nachrichten aus den USA. Ein Frau-zu-Mann (FzM)Transsexueller, der als Polizist in Bountiful, einem Vorort von Salt Lake City im amerikanischen Bundesstaat Utah arbeitet, hat seine Umwandlung erfolgreich abgeschlossen.

Kerry Bell, 42, war zuvor 14 Jahre lang für das Bountiful Police Department tätig gewesen und hatte die hormonelle und chirurgische Umwandlung vor etwa eineinhalb Jahren begonnen.
Bell, erklärte er habe sich schon immer als Mann gefühlt, sagte, er habe keine Angst gehabt, sich als Transsexuell bei seinen Polizeikollegen zu outen.

Und wirklich: Obwohl einige der Kollegen immer noch Vergessen, jetzt männliche Personalpronomen zu benutzen, wenn sie über Bell sprechen, akzeptieren sie ihren neuen Kollegen ansonsten hundertprozentig.

Dabei ist das alles andere als selbstverständlich bei der Tatsache, dass die meisten der 44.000 Einwohner von Bountiful Mormonen sind, die ihre Mitglieder exkommuniziert, sollten sie sich einer Geschlechtsangleichenden Operation unterziehen.

In diesem Jahr haben in Schweden 60 Menschen den Antrag auf eine Geschlechtsangleichende Operation gestellt. Die meisten Betroffenen können nach dem Eingriff ein besseres Leben führen, aber eine neue Studie zeigt, dass das Risiko von Selbstmord und psychischen Problemen weiterhin hoch bleibt, schreibt die Zeitung Dagens Nyheter.
„Für die meisten Transsexuellen verbessert sich ihr Lebensalltag, aber unmittelbar nach der Operation ist es nicht einfach,“ berichtet Cecilia Dhejne, Ärztin und Wissenschaftlerin am Karolinska Universitätskrankenhaus in Huddinge, dem Blatt.

Ihre Studie zeigte auf, dass Transsexuelle im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ein fünfmal höheres Risiko für versuchten Selbstmord haben.
Auch seinen sie dreimal häufiger in psychatrischer Behandlung, ist in der bisher unveröffentlichten Studie zu lesen.

„Diese Menschen haben lange zeit im falschen Körper gelebt und das hinterlässt Spuren. Viele haben während ihrer Entwicklung mit einer unterdrückten Sexualität gelebt, wurden verspottet und leiden unter einem niedrigen Selbstwertgefühl“, so Dhejne.
Frühere Ergebnisse aus der Wissenschaft zeigen auch, dass psychologische Probleme auch bei Transsexuellen ohne Operation häufig vorkommen.
Transsexuelle haben auch ein dreimal höheres Risiko früher zu sterben.

„Wir wissen nicht genau, warum. Es kann mit Suizid zu tun haben, oder aber, dass sie Hormone eingenommen haben, die den Organismus weit mehr schädigen als die, die wir heute einsetzen. Entsprechend können es dann Herzkrankheiten sein, die hinter der höheren Mortalität stehen.“
Dennoch glauben die Forscher, dass die Mehrheit, von dem Geschlechtsangleichenden Eingriff profitiere, eine These, die von einer weiteren Studie aus Lund gestützt wird.
Die Studie, an der 60 Personen teilnahmen, zeigte, dass fast alle nach einem Zeitraum von fünf Jahren ein besseres Leben führten. Sowohl die Arbeitssituation, ihre Beziehung als auch das Sexualleben hatten sich verbessert.
Die Zahl der Anträge auf eine Geschlechtsangleichende Operation steigt in Schweden von Jahr zu Jahr.
Bis zum heutigen Tag haben sich fast 700 Menschen dem Eingriff unterzogen. Die meisten von ihnen von männlich zu weiblich.

Anhänger der iranischen Opposition haben im Internet Hunderte Fotos von Männern in Frauenkleidung veröffentlicht, um ein mutmaßliche Diffamierungskampagne der Regierung nachzuahmen. Die hatte einen Studentenführer mit Kopftuch und in Frauenkleidung fotografiert. Majid Tavakoli wurde letzte Woche während einer großen, von Studenten angeführten Demonstartion verhaftet, nachdem er die Studenten in einer Rede dazu aufgefordert hatte, die „Tyrannei“ abzulehnen. Dem Aufruf folgten Sprechchöre mit dem Slogan „Tod dem Diktator“. Regierungsfreudnliche Medien berichteten Tavakoli habe die Frauenrobe und das Kopftuch angelegt um den Beghörden zu entgehen, sei aber dennoch verhaftet worden. Die Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht, veröffentlichte Bilder, die Tavakoli in einem schwarzen Tschador und blauen Kopftuch zeigen. Irans Opposition wehrte sich jetzt, indem sie auf Webportalen wie Facebook zahlreiche Bilder von Männern in Tschador und Kopftüchern zeigten. Tavakolis Anhänger beschuldigen die Polizei, den Studentenführer gezwungen zu haben, Frauenkleidung zu tragen um ihn zu demütigen und die Opposition zu diskreditieren.

Eine rechtsgerichtete christliche Organisation warnt neuerdings vor Barbiepuppen als Instrument der „homosexuellen Agenda“.

Die Gruppe „Concerned Women“ for America setzt sich nach eigenen Angaben für „biblische Werte“ ein und beruft sich auf eine Umfrage auf der Barbie-Website in der die User gefragt gefragt werden ob sie “A Boy,” “A Girl” oder “I Don’t Know” sind.

Die Gruppe beschuldigt die Herstellerfirma Mattel n“eine Linie überschritten“ zu haben und verdächtigt das Unternehmen mit der „Transgender-Bewegung“ unter einer Decke zu stecken.

„Es gibt Menschen, die nicht daran glauben, dass das eigene biologische Geschlecht ihre Geschlechtsidentität bestimmen sollte,“ sagt Cheffanatiker und Vorsitzender der Vereinigung, „und das ist ein wichtiger Bestandteil der homosexuellen Agenda.

Die Barbie-Firma Mattel erklärt jedoch, dass “I Don’t Know” lediglich ein Platzhalter für „Möchte ich nicht sagen“ sei als irgendein bestimmtes Ziel zu verfolgen

Die Sprecherin des Unternehmens erklärte zudem, dass man bei den Puppen bewusst auf die Darstellung der Geschlechtsorgane verzichtet habe um kleine Kinder nicht zu irritieren.
Dennoch forderte die Fundamentalistengruppe ihre Mitglieder auf, den Barbie-Hersteller zu boykottieren.

Transgender werden im thailändischen Militär ab sofort nicht mehr als geistesgestört abgestempelt. Vielmehr wird die Armee für Transsexuelle eine „Dritte Kategorie“ einführen. In Thailand muss sich jeder Mann ab 21 zur Musterung beim Militär melden. Gegenwärtig werden Katoeys, wie Transgender in Thailand auch genannt werden, wegen „Geistesgestörtheit“ abgelehnt.
Queere Bürgerrechtsbewegungen klagen seit Jahren, dass diese Einstufung bei der Musterung Trans*-Menschen ihr ganzes Leben verfolgt, vor allem wenn sie sich mit dem Armeezeugnis um eine Arbeitsstelle bewerben oder einen Bankkredit beantragen.
Generalleutnant General Somkiat Suthivaiyakij, der Leiter der Reserveabteilung beim Verteidigungsministerium sagte, dass die Armee mit sofortiger Wirkung auf die Einstufung als geistesgestört verzichten werde und statt dessen ein neues Wort für diese „dritte Kategorie“ finden wolle. Derzeit suche man nach einem Wort, das für Transsexuelle nicht diskriminierend sei.
Bis das Militär sich entschieden hat, wie die neue Kategorie zu nennen ist, wird man die transsexuellen Rekruten mit der Begründung ablehnen, sie litten an einer Krankheit, die nicht innerhalb von 30 Tagen zu behandeln sei.
„Das ist aber nur eine vorübergehende Lösung, bis das Verteidigungs- und das Innenministerium eine bessere Vokabel gefunden haben,“ sagte Somkit.
Um wirklich in die „dritte Kategorie“ zu fallen, müssen Transgender in Thailand sich alle drei Jahre bei der Armee melden und nachweisen, dass sie wirklich als Frauen leben. Die Musterung findet in Thailand jedes Jahr im April statt. Transgender stellen dabei weniger als 1 Prozent der Rekruten.

Durch die neue Verfassung des Königreiches Thailand dürfen die Katoey an der Bangkoker Srinakharinwirot Universität jetzt im Mädchentrakt wohnen. Der Direktor der Hochschule Wiroon Tangcharoen war Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung gewesen, die die neue Verfassung ausgearbeitet hatte.

Schön, dass der erste Post in diesem Blog zu einem schönen Anlass geschrieben werden kann. In Thailand wrde ja vor kurzem über die neue Verfassung abgestimmt und der Enteurf fand eine Mehrheit in der Bevölkerung. Über den Inhalt der neuen Verfassung kann man ja denken, wie man will, aber sie ist in manchen Belangen sehr modern, besonders beim neuen Status der Ladyboys.
Bisher litten wir Katoeys immer noch darunter, dass, obwohl tausende von uns in Thailand als Frauen ander Gesellschaft teilnehmen, sich wie Frauen verhalten und oft auch geschlechtsangleichende Operationen hatten, wir nicht mit dem Titel Ms. oder Mrs. bezeichnet werden.

Ich fand das immer unfair, denn was kann man denn noch mehr tun um zu beweisen, dass man wirklich eine Frau ist.
Jetzt enthält die neue Verfassung aber einen Artikel, der geschlechtsspezifische Diskriminierung verbietet. Damit hat das Königreich Thailand sich asienweit im Bezug auf Katoys eines der modernsten Gesetze gegeben.

Artikel 30: Alle Personen sind vor dem Gesetz gleich und werden durch das Gesetz gleich geschützt. Frauen, Männer und Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten werden vor dem Recht gleich gestellt
Bemerkung: Die Bezeichnung "Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten" bezieht sich auf Homosexuelle, Transsexuelle und Transvestiten. Dennoch sieht das Gestz keine Shaffung eines neuen gesetzlichen Geschlechtes für diese Menschen vor.

Wir sind sehr dankbar für die Arbeit von Natee Teerarojjanapongs von der Thai Political Gay Group.

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