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Meine mündliche Frage zur Digitalfunk-Testphase

In der letzten Silvesternacht kam es in der Gemeinde Niedernhausen zu einem Wohnungsbrand. Bei den Löscharbeiten gerieten die eingesetzten Feuerwehrangehörigen durch eine Rauchgas-Durchzündung in Lebensgefahr. Gleichzeitig versagten die im Testbetrieb eingesetzten Digitalfunkgeräte. 

Die Feuerwehr Niedernhausen kann nicht mehr auf den bewährten analogen Sprechfunk zurückgreifen, weil die Geräte entgegen einer Empfehlung des Hessischen Innenministeriums bereits abgeschafft wurden. Auch die Frankfurter Branddirektion beteiligt sich an der Digitalfunk-Testphase.

Daher frage ich den Magistrat:

Stehen der Feuerwehr Frankfurt unabhängig von der Erprobung des Digitalfunks analoge Funkgeräte in ausreichender Zahl als Rückfallebene zur Verfügung?

 

Antwort von Stadtrat Markus Frank, Dezernat IX

Die Branddirektion Frankfurt am Main hat mit der Einführung des Digitalfunks nicht die Verwendung von analogen Funkgeräten eingestellt. Hier wird nach wie vor der erforderliche Bestand an analogen Funkgeräten vorgehalten, gewartet und nach Notwendigkeit ergänzt. 

Digitalfunkgeräte werden in Frankfurt am Main ausschließlich zu Schulungszwecken und bei nicht kritischen Einsätzen verwendet und die Rückfallebene „Analogfunk“ ist zu jeder Zeit gewährleistet. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu garantieren wird der Digitalfunk in Frankfurt am Main erst durch den Leiter der Berufsfeuerwehr freigegeben, wenn eine sichere Kommunikation auf dieser neuen Technologie in allen denkbaren Einsatzsituationen möglich ist.