Sicherheitspolitische Sommertour 2014: 6. Tag - Besuch auf dem 8. Polizeirevier in Sachsenhausen

Der 6. Tag meiner sicherheitspolitischen Sommertour durch Frankfurt hat mich auf das 8. Polizeirevier in der Offenbacher Landstraße in Sachsenhausen geführt.
Ich hatte das Polizeirevier bereits vor zwei Jahren besucht. Damals war das Revier noch in einem erbärmlichen baulichen Zustand. Das Gebäude war einstmals als Polizeiwohnheim konzipiert worden und die Aufteilung von Räumen und Gängen war oft unvereinbar mit den Anforderungen an ein modernes Polizeirevier in einer Großstadt. Die sanitären Einrichtungen waren darüber hinaus in sehr schlechtem Zustand bzw. schlicht nicht ausreichend vorhanden.

Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass mir der Dienstellenleiter bei meinem diesjährigen Besuch viel Gutes zu berichten hatte. Das Reviergebäude wurde im Laufe des letzten Jahres komplett saniert und modernisiert. Im laufenden Betrieb - bekanntermaßen eine anstrengende Situation für alle Beteiligten.
Dafür ist das Revier nun auf dem neuesten Stand.

Ebenfalls neu ist die organisatorische Zusammenlegung von 8. Revier und dem 9. Revier, das in der Nähe des Schweizer Platzes in der Hans-Thoma-Straße gelegen ist.
Dabei sind beide Reviere als Anlaufstellen für die BürgerInnen erhalten geblieben. Durch die Neuorganisation können aber nun mehr BeamtInnen in den beiden Revierbereichen Streifendienst tun und zum Sicherheitsempfinden in den Stadtteilen beitragen.

Das 8. Polizeirevier ist mit 107 BeamtInnen eine der großen Dienststellen in Frankfurt und zuständig für die Stadtteile Sachsenhausen und Oberrad.
Im Revierbereich befinden sich 320 Gaststätten, davon 130 auf engstem Raum konzentriert im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen. Hier kommt es leider immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzung und nicht selten auch zu gewalttätigen Übergriffen auf die Polizei.
Im vergangenen Jahr wurde deshalb erstmals das Body-Cam System in einer Pilotphase eingesetzt. Dabei hat ein/e Polizeibeamter/in an einem Tragegurtsystem eine Kamera am Körper montiert, die das Einsatzgeschehen dokumentiert. Die Kamera wird nur eingeschaltet, wenn wirklich eine brenzlige Situation entsteht, nimmt keinen Ton auf und der/die Träger/in sind mit einem Trikot gekennzeichnet, das auf die Kameraüberwachung hinweist.
Nach anfänglicher Skepsis auch bei der Polizei hat das Pilotprojekt gute Ergebnisse gezeitigt, so dass das Body-Cam-System nun routinemäßig eingesetzt wird.