Bangkoks nicht ganz legale Mega-Zoohandlung

Chatuchak Weekend AmrketKurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Mo Chit der Bangkoker Einschienenbahn BTS fällt linkerhand die riesige Fläche von spitzen und gewölbten Blechdächern auf. Auf 1,13 km² erstreckt sich hier der Chatuchak Weekend Market, einer der größten Wochenendmärkte Asiens. Das Labyrinth aus 15.000 Einzelgeschäften ist Bangkoks Riesen-Kaufhaus zu ebener Erde, in dem man eigentlich alles kaufen kann. Wenn man es denn findet.

Obwohl die Gänge meist rechtwinklig verlaufen hat man schnell die Orientierung verloren, denn manchmal tun sie das auch nicht.
Rund ein Drittel der täglich 200.000 Marktbesucher sind Touristen. Entsprechend ist das Angebot vieler Läden rund um das Haupteingangstor Nummer 3: Geschnitzte Souvernirs vom Holzbuddha bis zum Kochlöffel, Ethno-Schmuck und –kleidung, getrocknete Lebensmittel, T-Shirts in allen Formen und Farben und alles was in der Backpacker couture gerade In ist.

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Keine Penis-Vergrößerungen für Thai-Polizisten

Kein echter Polizist in ThailandEine schöne Schlagzeile, die tatsächlich hält, was sie verspricht:

In den vergangenen Wochen gab es in Thailand bereits zahlreiche Presseberichte über Schummeleien bei den Einstellungstests der thailändischen Polizei.
Jetzt wird gemeldet, dass viele Bewerber gar nicht erst zu diesen Einstellungtests zu gelassen werden, weil sie schon an der medizinischen Eingangsuntersuchung im Police General Hospital scheitern. Viele der Bewerber werden beispielsweise wegen ihrer Tätowierungen nicht zu der Einstellungsprüfung zugelassen.
Nichts Ungewöhnliches, denn in Thailand werden auch Bürojobs meistens nur an Menschen ohne sichtbare Tätowierungen vergeben.
Überraschen ist deswegen die Aussage einer Sprecherin der thailändischen Polizei, dass viele Bewerber durch den Gesundheitscheck fielen, weil sie Paraffin-Gel in ihre Genitalien injiziert hatten. Andere hätten kleine Kügelchen in ihren Penis implantiert.
Was auf den ersten Blick wie ein bizarres Hobby einiger weniger scheint, ist in Wahrheit gar nichts Neues: Schon seit einigen jahren ist es unter thailändischen Männern nicht ungewöhnlich, ihre Geschlechtsteile in Heimarbeit zu vergrößern oder stimulierender zu gestalten. Neuerdings ist es unter thailändischen, männlichen Teenagern geradezu Mode geworden, sich selber Olivenöl oder Vaseline in ihre Genitalien zu spritzen, um so an Volumenn zu gewinnen.

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Touristen genervt von Nazi-Kult in Thailand

Uni-Plakate im Nazi-LookSeit 6000 Jahren gibt es in Asien nun das Hakenkreuz als religiöses Symbol und in ganz Asien kann man es in Tempeln und an anderen Orten mit ähnlich religiöser Bedeutung in den unterschiedlichsten Ausführungen sehen. Manchmal ist es auch einfach als Verzierung in einen Zaun eingearbeitet.
Denn in Asien heißt das Hakenkreuz Svastika und das bedeutet ganz simpel „Glücksbringer“. Also harmlos wie eine Hasenpfote.

Ganz etwas anderes ist es aber, wenn es plötzlich so benutzt wird, wie die Nazis es ab 1920 getan haben.
Und so war ich auch recht erschreckt, als eine thailändische Bekannte sich neulich abends entschied ein T-Shirt mit schwarzem Hakenkreuz in einem weißen Kreis auf rotem Grund zu tragen.
In den Farben der Nationalsozialisten.

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Australier zahlt 40 Millionen Baht „Bräutigamsgeld“

Für 40 Millionen Baht (fast 1 Million Euro) Aussteuer hat<a href="http://www.dailynews.co.th/thailand/1401"> ein Australier in Chiang Mai seinen jungen thailändischen Geliebten geheiratet</a>.
Die traditionelle Zeremonie fand im Haus des 27-jährigen Chaiyanon “Un” Worasilp statt.
Sein Bräutigam, ein 60-jähriger ehemaliger Angestellter der australischen Fluglinie Quantas überreichte seinem jungen Gatten lächelnd Bargeld, Grundstücksurkunden, Diamanten und Goldschmuck im Gesamtwert von 40 Millionen Baht.
Dafür hatte er seinen gesamten Besitz in Thailand verkauft, um zusätzlich zu seinem „Brautgeld“ auch eine Luxusvilla mit Swimmingpool zu erstehen, wo er mit seinem frisch Angetrauten fortan leben will.

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Kugelfisch gegessen – Zwei burmesische Fischer tot

Ein giftiger KugelfischDer Verzehr eines in ihr Netz gegangenen Kugelfisches ist zwei burmesischen Fischern Montagnacht zum Verhängnis geworden. Nachdem sie auf dem Weg zurück zum Hafen Teile des Fisches gegessen hatten, starben zwei an dem berüchtigten Gift des Fisches.
Sechs weitere Fischer der Besatzung des Bootes haben sich schwer vergiftet – einer von ihnen liegt im Koma.
Einige der Fischer hatten vermutlich die Eier des Fisches gegessen, andere nur das Fleisch. Der Kugelfisch hält aber in seiner Haut, Leber und in den Eierstöcken das tödliche Nervengift Tetrodotoxin (TTX) zur Abwehr von Feinden bereit. Im Muskelfleisch des Fisches kommt das Gift dagegen nicht vor.
Das Gift des Fisches ist besonders perfide, weil es nur die Körpernerven, nicht aber das Gehirn außer Gefecht setzt. Das bedeutet, die Opfer sind völlig gelähmt aber bei vollem Bewusstsein, bis der Atemstillstand einsetzt.
Der Fisch kommt überall in den warmen Meeren Südostasiens vor, ist aber sehr scheu und geht dem Menschen in der Regel aus dem Weg.

Bild: "Blowfish" by Sarah Shuda ist lizensiert unter CC BY 2.0

 

Thailändische Post auf der Suche nach Paketbomben

Die thailändsiche PostWegen der Bombenanschläge in der Soi Sukhumwit 71 (Prakhanong) in Bangkok in der letzten Woche verstärkt die thailändische Post jetzt ihre Sicherheitskontrollen. Fortan werden alle Pakete aus dem In- und Ausland einer Routinekontrolle unterzogen. Zudem werden auch die Namen and Adressen der Absender registriert.
Verdächtige Pakte würden zusätzlich von Bombendetektoren untersucht.

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Die 10 unbeliebtesten Jobs Thailands

Die Thais in Zentralthailand gelten als besonders wählerisch bei der Auswahl ihrer Arbeitsstelle. Das legt zumindest die neuste Studie des Arbeitsministeriums nahe.
Der Studie zufolge waren im Dezember 2011 171.000 Menschen ohne Arbeit, dennoch blieben 75.000 Stellen unbesetzt.
Die meisten Stellen waren in den folgenden Branchen frei:

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Geisteskranke Thais werden nicht mehr in Ketten gelegt

KettenWillkommen im 21. Jahrhundert. Das thailändische Gesundheitsministerium gibt bekannt, dass es ab dem 1. März psychisch kranken Menschen, die von ihren Angehörigen zu Hause in Ketten gelegt würden, kostenlose medizinische Hilfe angedeihen lassen werde.
Das Ministerium geht von bis zu 1.000 Menschen aus, die in Thailand angekettet würden, damit sie nicht sich oder andere Menschen verletzen oder fremdes Eigentum zerstören.
Nach einer Studie des thailändischen Gesundheitsministeriums litten 400.000 Thais an einer psychischen Krankheit, davon 70 Prozent allein an Schizophrenie.

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Frömmigkeit statt "Erstes Mal" - Valentinstag in Thailand 2012

Valentinstag in BangkokNie bin ich müde geworden und habe jedes Jahr auf’s Neue darauf hingewiesen, wie absurd der Valentintag in Thailand zelebriert wird und wie prüde das offizielle Thailand darauf reagiert.
So hatte die Bangkoker Stadtverwaltung schon im Jahr 2008 angeordnet, alle öffentlichen Parks schon um 9 Uhr zu schließen, damit Teenager dort nicht ihr „Erstes Mal“ vollzögen und versehentlich schwanger würden.
Bekanntermaßen bringen solche Restriktionen überhaupt nichts vor allem, wenn die Gesellschaft auch an den anderen 364 Tagen im Jahr keinen Sexualkundeunterricht an Schulen oder einfache Aufklärung zulässt.
In diesem Jahr folgt also eine neue bizarre Auflage: Eine Augangssperre für Teenager.

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Nakhon Ratchasima : Baby weigert sich zu verrotten

 Mummy ChildDie Bewohner eines Dorfes in der Provinz Nakhon Ratchasima (Korat) stehen seit neuestem Schlange, um Spielzeuggeschenke vor dem ausgestellten Leichnam eines neuen Monate alten Babys abzulegen, der im dortigen Tempel Wat Nong Khwang im Bezirk Wankatha ausgestellt ist.

Das Besondere: Der Leichnam von Suphansa Lilaphamonkit, genannt Nong Cream, verwest seltsamerweise nicht, obwohl das Kind schon seit vier Jahren tot ist.
Es wurde am 11. Juli 2006 geboren und starb am 19. April im darauffolgenden Jahr.
Der kleine Schrein in dem die Babyleiche aufbewahrt wird ist voll mit bunter Baybkleidung, Essen, Puppen und anderen Gaben.

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Verkehrte Welt: Ausländische Männer bringen Thai-Frauen um ihre Ersparnisse

Die Welt steht Kopf: Der thailändische Zoll am Flughafen von Phuket warnt seit gestern thailändische Damen vor betrügerischen Ausländern.

„Wir haben viele Beschwerden erhalten, von Opfern, die ausländische Männer über das Internet kennengelernt haben“, berichtet die Zollbeamtin Monthira Cherdchu.
“Eine Zeit lang schicken sie ihren Opfern geschenke, doch dann rufen sie an oder schreiben Emails mit der Bitte, Geld auf ihre Konten zu überweisen, um für die Mehrwertsteuer oder Einfuhrumsatzsteuer aufzukommen.“

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Fünf Dinge, die man in Thailand erst hasst, ohne die man dann aber nicht mehr leben kann

M-150 Thai energy drink

 1) M 150 und Konsorten: Im Prinzip eine Überdosis Zucker und Koffein, die Red Bull wie Mineralwasser wirken lässt. Irgendwann trinkt man das Zeug dann fast jeden Tag, weil‘s einfach wach macht.

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Rassismus in Thailand

Die Hoffnung ist da: Im 21. Jahrhundert könnten die Menschen tatsächlich irgendwann einmal (haut)farbenblind werden und es gäbe keinen Rassismus mehr. Ich und viele Menschen meiner Generation - zumindest in der westlichen Welt – gehen heute schon so miteinander um.
Dass der unverhohlene Rassismus aber in vielen Ländern der Welt nach wie vor besteht und Vorurteile das Denken der Menschen bestimmen, sieht man in Thailand jeden Tag.
Eine meiner besten Freundinnen, Shawna, ist gebürtige Engländerin. Damit ist sie naturgemäß auch englische Muttersprachlerin und die sind in Asien begehrt: als Englischlehrer.

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Bombenalltag in Südthailand

P1000508Der Entschluss, nicht mehr über jeden Bombenanschlag in Thailand zu schreiben ist schon eine ganze Weile her. Die Posts zum Guerillakrieg in Südthailand wären ohnehin viel zu raumgreifend und würden den Blog dominieren, denn fast täglich explodieren in den drei südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani Splitterbomben, werden Polizei und Militär aus dem Hinterhalt angegriffen oder Plantagenarbeiter von vorbeifahrenden Motorrädern aus erschossen.

Damit der Krieg aber nicht völlig aus dem Bewusstsein verschwindet, notiere ich wenigstens auf Twitter die Anschläge, die auch in den thailändischen Medien wegen ihrer Permanenz kaum mehr eine Meldung wert sind.

Ich habe selber in Bangkok schon einige Bombenanschläge miterlebt aber im Süden ist die Situation noch perfider: Die Aufständischen legen meist nicht nur eine Bombe, sondern zwei oder drei am gleichen Ort. Wenn also nach der ersten Explosion die Rettungskräfte und die Polizei eintreffen geht die zweite hoch, danach gelegentlich auch noch eine dritte.
Das weiß natürlich auch das Bombenkommando und sucht die Umgebung erst einmal gründlich ab.

Wie dieser Wahnsinn im Alltag aussieht zeigt das Video:

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Satire: Bangkok vor den Wahlen: Alkohol-Infusionen für ausländische Alkoholiker

Thailand's BeerZwei Dinge stehen heute fest: Die kommenden Parlamentswahlen im Königreich sind von einer Bedeutung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und: Die Fürsorge der Thais kennt keine Grenzen.
Denn vor und während der Wahlen herrscht landesweit von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 0 Uhr ein striktes Alkoholverbot. Für viele Expats im Land ist das eine echte Krise.
Die Bangkoker Polizei hat deshalb zusätzlich Polizeibeamte mobilisiert um während der Parlamentswahlen Präsenz zu zeigen und möglichen Ausschreitungen durch ausnüchternde Ausländer vorzubeugen.
Nach dem Nationalen Wahlgesetz ist der Verkauf und Ausschank für 36 Stunden in allen Läden, Bars und Restaurants verboten. Besonders in den gebieten mit hoher Expat-Konzentration wie entlang der Sukhumvit Road und in Pattaya rechnet die Polizei mit brenzligen Situationen.

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Phuket: Zu 90 Prozent in ausländischem Besitz

Laguna PhuketIm Rahmen eines Seminars zu den rechtlichen Grundlagen beim Grunderwerb in Thailand erklärte der Land Inspector, Sriracha Charoenpanit, in einem Interview mit dem thailändischen Fernsehsender MCOT, dass auf Phuket bis zu 90 Prozent der Strandgrundstücke im Besitz von Ausländern seien.

Auf dem Papier würden die Grundstücke natürlich zumeist von thailändischen Strohmännern gehalten. Die Landnahme durch Ausländer sei besonders in Touristenhochburgen wie Koh Samui, Koh Chang, Pattaya, Cha Am, Hua Hin und in teilen von Chiang Mai und Chiang Rai zu beobachten „Thailand muss hier korrigierend eingreifen, die bestehenden Gesetze durchsetzen und strengere Maßstäbe für den Landerwerb durch Ausländer anlegen.

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Zeichen und Wunder: Thai-Polizei zahlt Entschädigung an unschuldig Inhaftierten

Sicher: In der westlichen Welt existiert das Wort „Haftentschädigung“ schon einige Zeit. Doch in Thailand ist die Auszahlung einer solchen ein Novum: 300.000 Baht (6.800 Euro).

Entsprechend fand dann zu einem solchen Anlass in diesen Tagen eine Pressekonferenz statt bei der der Generalleutnant der Polizei Atithep Panjamanont sich im Namen der Drogenfahndung bei einem unschuldig Inhaftierten entschuldigte. Der 39-jährige Somjai Sae-Lim hatte den gleichen Namen, wie ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste und saß in der Folge 23 Tage in Haft.

Der Hintergrund: Vor zwei Jahren wurden bei einer Razzia zwei verdächtige festgenommen, die den Namen Somjai Sae-Lim als Komplizen nannten. Doch bei einer späteren Gegenüberstellung erklärten die beiden, dass es sich um den falschen handelte.
Die Fahnder ließen daraufhin die Vorwürfe fallen.
Der unschuldige Somjai bedankte sich bei der Polizei für die 300.000 Baht von denen er zunächst seinen Rechtsanwalt und die Behandlung seiner erkrankten Ehefrau bezahlen will.

Am 10. Juli wird Somjai dann als Mönch in ein Kloster eintreten.

Bild: "Narcotics Suppression Bureau Insignia" von ist Ian Fuller lizensiert unter CC BY-NC 2.0

Thailand nach der Wahl: Alles kann, nichts muss!

Yingluck wird Premierministerin. Abhisit tritt vom Amt als Parteivorsitzender der Demokraten zurück. Die Gelbhemden der PAD wollen ihre Straßenproteste fortsetzen. Putschgerüchte machen schon am Tag nach der Wahl wieder die Runde.

Irgendwie kommt einem das alles bekannt vor.
Nur was kommt, kann man nicht vorhersagen, denn die Kreativität der thailändischen Politik kennt kaum Grenzen: Der letzte Redshirt-Premierminister verlor sein Amt per Gerichtsbeschluss, der vorletzte wegen einer Affäre um eine Kochshow und der vorvorletzte (Thaksin himself) wurde mit Panzern aus dem Amt gejagt.

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Teegeld: Kann es ein Thailand ohne Korruption geben?

81 - Tea moneyWenn die Bürger Thailands am 3. Juli an die Wahlurnen treten, ist es wichtig, dass vor dem Hintergrund der von den Parlamentskandidaten versprochenen Mega-Projekte bewusst sind wie anfällig diese Projekte für Korruption sind.

Wie überall auf der Welt sind auch die Kandidaten in Thailand bereit, vieles zu tun, um an die Stimmen der Wähler zu kommen. Gerne bedient man sich hier dann auch aus der Staatsschatulle, um populistische, aber sinnlose Entwicklungskonzepte noch schnell vor der Wahl umzusetzen und so auf Wählerfang zu gehen.

Und auch jetzt wo die Wahlen vor der Tür stehen, dreht sich die politische Debatte vor allem um prestigeträchtige Megaprojekte und kein bisschen darum, wie wichtig es ist, einen Sinn für die Korruptionsbekämpfung im nationalen Bewusstsein zu verankern.

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