Thailändische Post auf der Suche nach Paketbomben

Die thailändsiche PostWegen der Bombenanschläge in der Soi Sukhumwit 71 (Prakhanong) in Bangkok in der letzten Woche verstärkt die thailändische Post jetzt ihre Sicherheitskontrollen. Fortan werden alle Pakete aus dem In- und Ausland einer Routinekontrolle unterzogen. Zudem werden auch die Namen and Adressen der Absender registriert.
Verdächtige Pakte würden zusätzlich von Bombendetektoren untersucht.

Monatlich werden in Thailand 2 Millionen Pakte versandt. Hinzu kommen 76.000 Sendungen aus dem Ausland.
Die Frage dürfte jetzt sein, ob nicht durch das manuelle Durchsuchen der Pakete die ohnehin schon horrende Zahl an verschwundenen Sendungen noch steigen wird. Schon jetzt gehen viele Sendungen aus dem Ausland bei der thailändischen Post „verloren“.
Wenn nun auch noch pauschal alle Päckchen und Pakete in offiziellem Auftrag geöffnet werden dürfen, ist das quasi ein Freibrief für alle diebischen Elstern.
Darüber hinaus ist es nur schwer vorstellbar, dass wirklich jedes Paket von Hand untersucht werden kann. Das benötigte Personal ginge ja in die Tausende. Schon jetzt ist die thailändische Post im internationalen vergleich recht langsam.
Auf der anderen Seite haben die Behörden in Thailand bei der Beschaffung von automatischen Bombendetektoren in der Vergangenheit keine besonders glückliche Hand bewiesen.So war die Beschaffung der Bombenspürgeräte für den neuen Suvarnabhumi Airport in Bangkok mit einigen großen Korruptionsskandalen verbunden.

Es bleibt aber abzuwarten, ob die Ankündigung der thailändischen Post auch wirklich so buchstabengetreu umgesetzt wird.

Bild: "Thai post box" by Anthony Bouch ist lizensiert unter CC BY-NC-ND 2.0

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