Phuket: Zu 90 Prozent in ausländischem Besitz

Laguna PhuketIm Rahmen eines Seminars zu den rechtlichen Grundlagen beim Grunderwerb in Thailand erklärte der Land Inspector, Sriracha Charoenpanit, in einem Interview mit dem thailändischen Fernsehsender MCOT, dass auf Phuket bis zu 90 Prozent der Strandgrundstücke im Besitz von Ausländern seien.

Auf dem Papier würden die Grundstücke natürlich zumeist von thailändischen Strohmännern gehalten. Die Landnahme durch Ausländer sei besonders in Touristenhochburgen wie Koh Samui, Koh Chang, Pattaya, Cha Am, Hua Hin und in teilen von Chiang Mai und Chiang Rai zu beobachten „Thailand muss hier korrigierend eingreifen, die bestehenden Gesetze durchsetzen und strengere Maßstäbe für den Landerwerb durch Ausländer anlegen.

 

Dazu gehört auch eine Ahndung von Verstößen und eine Bestrafung der Strohmänner.“ Die Strafen könnten für die thailändischen Strohmänner nach Sriracha beispielsweise verdoppelt werden, den Ausländern könnte man das Land nehmen und sie dann des Landes verweisen.

Nach seinen Informationen besäßen die Ausländer in Thailand bereits ein Drittel der Landesfläche, also etwa eine Milliarde Rai. Wenn hier nicht entgegengesteuert werde, erwüchsen den Thais hieraus Wettbewerbsnachteile, weil sie keinen Zugang zu Grundstücken mehr hätten. Sogar die nationale Nahrungsmittelversorgung sieht der Inspector in Gefahr.
Ein neues Gesetz ist allerdings derzeit schon in Arbeit und könnte schon im August in Kraft treten.

Bild: "Laguna Phuket" von Roderick Elme ist lizensiert unter CC BY 2.0