Amerikaner in Thailand wegen Majestätsbeleidigung festgenommen

Der in Thailand geborene Lerpong Wichaikhammat, 54, wurde bereits am Dienstag in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten des Königreichs verhaftet und sitzt derzeit in Bangkok in Untersuchungshaft.
„Er hat Artikel übersetzt, die die Monarchie beleidigten und diese Artikel auf seinem Weblog gepostet. Er hat auch auf ein Buch verlinkt, das sich kritisch mit der königlichen Familie auseinandersetzt,“ sagt der Polizei Lieutenant Colonel Kovit Tardmee.
„Er hat Thailand mit 35 verlassen und ist im November 2009 zur medizinischen Behandlung wieder zurückgekehrt. Im Dezember wollte er wieder in die USA reisen.

Die US-Botschaft bestätigte unterdessen, dass sie dem Mann konsularischen Beistand zukommen lasse und dass es sich um einen amerikanischen Staatsbürger handele.
Eine Beamtiin des Thailändischen Strafgerichts erklärte, Lerpong sei eine Freilassung auf Kaution bei einer Anhörung gestern verweigert worden.
„Ihm wird Majestätsbeleidigung, Staatsgefährdung und das Hochladen und Verlinken von falschen Informationen nach dem Computerstrafgesetz vorgeworfen,“ berichtete sie.

Die Monarchie ist im politisch gespaltenen Thailand ein besonders heikles Thema, besonders im Vorfeld der Wahlen, die am 3. Juli stattfinden sollen. Bürgerrechtsgruppen haben bereits Sorge geäußert, dass der Vorwurf der Majestätsbeleidigung dazu genutzt werden könnte, die Meinungsfreiheit einzuschränken.
Bereits Anfang dieses Monats wurde das gesetzt kontrovers diskutiert, als der prominente thailändische Historiker Somsak Jeamteerasakul, die Grenzen des Gesetzes mit dem Ruf nach einer Monarchiereform ausgelotete hatte und prompt wegen Majestätsbeleidigung angezeigt wurde.

Der thailändische König Bhumibol Adulyadej, 83, ist der am längsten regierende Monarch der Welt und wird von vielen Thais als Halbgott verehrt.

 

 

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