Zeichen und Wunder: Thai-Polizei zahlt Entschädigung an unschuldig Inhaftierten

Sicher: In der westlichen Welt existiert das Wort „Haftentschädigung“ schon einige Zeit. Doch in Thailand ist die Auszahlung einer solchen ein Novum: 300.000 Baht (6.800 Euro).

Entsprechend fand dann zu einem solchen Anlass in diesen Tagen eine Pressekonferenz statt bei der der Generalleutnant der Polizei Atithep Panjamanont sich im Namen der Drogenfahndung bei einem unschuldig Inhaftierten entschuldigte. Der 39-jährige Somjai Sae-Lim hatte den gleichen Namen, wie ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste und saß in der Folge 23 Tage in Haft.

Der Hintergrund: Vor zwei Jahren wurden bei einer Razzia zwei verdächtige festgenommen, die den Namen Somjai Sae-Lim als Komplizen nannten. Doch bei einer späteren Gegenüberstellung erklärten die beiden, dass es sich um den falschen handelte.
Die Fahnder ließen daraufhin die Vorwürfe fallen.
Der unschuldige Somjai bedankte sich bei der Polizei für die 300.000 Baht von denen er zunächst seinen Rechtsanwalt und die Behandlung seiner erkrankten Ehefrau bezahlen will.

Am 10. Juli wird Somjai dann als Mönch in ein Kloster eintreten.

Bild: "Narcotics Suppression Bureau Insignia" von ist Ian Fuller lizensiert unter CC BY-NC 2.0

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