Jessica-Purkhardt.de

Faraja 3Gleich nach dem Besuch des Enjivai-Waisenhauses, das etwa 30 Fahrminuten außerhalb der tansanischen Regiopole Arusha liegt, den Betrieb aber noch nicht aufgenommen hat, spazierten wir zu Fuß zu einem Waisenhaus in der Nähe. Es ist weithin bekannt und viele junge Menschen aus dem Ausland leisten dort für einige Wochen Freiwilligendienst.
Ein US-Amerikaner, der mit mir im gleichen Hostel wohnte, hatte sich zwei Wochen „Volunteering“ als Englischlehrer und Betreuer vorgenommen. Eben aus diesem Grund suchten wir die Waisenhäuser und deren Betreiber auf, um uns nach dem Bedarf an Freiwilligen und den Unterbringungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Im zweiten Waisenhaus, der „Faraja Orphanage“, wurden wir sofort von Kindern umringt, die alle unsere Hand halten wollten und wenige Minuten später kam der Direktor hinzu, bat uns in den Schlafsaal der Kinder, die überraschend bereitwillig Plastikstühle herbeischleppten.
Sobald wir saßen wurden ins wenige Monate alte Kleinkinder auf den Schoß gesetzt und der Direktor begann, ohne, dass wir Fragen gestellt hätten, mit einem sehr routinierten Vortrag in Swahili über das Waisenhaus. Ebenso routiniert wurde der Monolog simultan für uns ins Englische übersetzt.

Heute habe ich das Faraja-Waisenhaus besucht und dort die Nachmittags-Vitamine verteilt. 206 Kinder, 30 von ihnen sind HIV-positiv.
Natürlich ergreifend. Aber es gibt noch eine Geschichte dahinter, die mich skeptisch gemacht hat und die ich hier aufgeschrieben habe.

Seit einer Woche bin ich nun unterwegs im Großen Afrikanischen Grabenbruch, wo der moderne Mensch vor vielen Hunderttausend Jahren entstand und von wo er in die ganze Welt auszog. Im Gepäck hatte er die neu entwickelten Fähigkeiten, die ihn von allen anderen Lebewesen unterscheiden: Kreativität, Fürsorge und Intelligenz.
Heute habe ich mit einer australischen Reisebekanntschaft mit dem Kanu den Duluti-See erkundet, der eigentlich ein mit Grundwasser vollgelaufener, 700 Meter tiefer Vulkankrater ist.

Heute habe ich das Enjivai Waisenhaus besucht und dort mit den Betreibern über ihre Pläne für die Zukunft und die Vorbereitungen für das neue Dach gesprochen. Denn noch ist das Haus nicht fertig und die Kinder sind noch bei Verwandten untergebracht.

Gleich am zweiten Tag meiner Israel-Reise fuhr ich von Haifa weiter in die Stadt Akko (Acre), die schon im Alten Testament genannt ist, war im Mittelalter das wirtschaftliche Zentrum der Kreuzfahrerstaaten war und in neuerer Zeit ein Gefängnis.

Die Zitadelle von Akkon
Die Zitadelle der Festung Akkon wurde später als Gefängnis genutzt
Der Zellentrakt der Festung Akko
Der Burgraben der Festung Akkon als Fußballfeld
Der Burggraben der Feestung Akkon ist jetzt ein Volleyballfeld
Burgraben der Festung Akkon
Kreuzfahrerfestung Akkon
  • Die Zitadelle von Akkon
  • Die Zitadelle der Festung Akkon wurde später als Gefängnis genutzt
  • Der Zellentrakt der Festung Akko
  • Der Burgraben der Festung Akkon als Fußballfeld
  • Der Burggraben der Feestung Akkon ist jetzt ein Volleyballfeld
  • Burgraben der Festung Akkon
  • Kreuzfahrerfestung Akkon
  • Eine Woche habe ich in der Negev verbracht. Mein "Hauptqueratier" war dabei Ne'ot Hakikar an der Südspitzer des Toten Meeres in Shkedi's CampLodge. Von dort aus habe ich meine Touren nach Beersheba, Masada, En Bokek und zum kleinen Krater "HaMakhteesh HaKatan" unternommen. Die letzten beiden Nächte habe ich dann auf der Negev Camel Ranch verbracht.

    Ein Erzbrocken am HaMaktesh Ha Kata
    Getrockneter Wüstenboden
    Kamel
    HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
    HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
    Verwerfung bei Dimona
    HaMakhtesh HaKatan (Panorama)
    Schulklasse auf der Negev Camel Ranch
    Meine Sonnenbrille auf Dattelpalmenstamm
    Überwachungsballon über der Wüste Negev
  • Ein Erzbrocken am HaMaktesh Ha Kata
  • Getrockneter Wüstenboden
  • Kamel
  • HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
  • HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
  • Verwerfung bei Dimona
  • HaMakhtesh HaKatan (Panorama)
  • Schulklasse auf der Negev Camel Ranch
  • Meine Sonnenbrille auf Dattelpalmenstamm
  • Überwachungsballon über der Wüste Negev
  • HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
    HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part

    Der Kleine Krater ist ein "Makhtesh", also eine geologische, durch Erosion geformte Geländeform in der israeischen Negev-Wüste. Er ist einer von fünf "Makhteshim" in Israel und einer von sieben weltweit. Der Kleine Krater ist der drittgrößte Israels und hat misst 5 mal 7 Kilometer. Im Jahr 1942 wurde er von jüdischen Forschern kartographiert.

    HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part
    HaMakhtesh HaKatan (The Small Crater) Southern Part

    Manchmal muss man sich auch mal treiben lassen. Ein hoher Salzgehalt im Wasser hilft dabei sei. Und im Toten Meer an der jordanischen Grenze ist das so.
    Ich war in En Bokek im südlichen Becken des Meeres, denn mittlerweile ist durch den fehlenden Wassernachfluss der Meeresspiegel so weit gesunken, dass es zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil eine feste Landverbindung gibt.

    Das Baden in dem 35 Grad warmen Wasser habe ich aber schnell als unangenehm empfunden. Auch kann man nichts anderes tun, als auf dem Rücken zu treiben, denn normales Brustschwimmen ist nicht möglich, weil die Beine durch den Auftrieb aus dem Wasser gehoben werden.
    Gleichzeitig bekommt man durch das ungewohnte Bewegen im Wasser schnell mal einen Spritzer ins Auge und der Lidschluss-Reflex durch die reizende Salzkonzentration ist so stark, dass man daraufhin etwa fünf Minuten mit geschlossenen Augen im Wasser steht, bis das Brennen nachlässt.

    Ich habe mich mit mehreren Leuten am Abend im Hostel unterhalten und niemand wollte noch ein zweites Mal an den Badestrand fahren. Die einmalige Erfahrung hat den meisten gelangt.

    Doch es gibt eine Empfehlung, die gleichzeit auch mein Vorsatz für meinen nächsten Besuch des israelischen Südbezirkes und eine Empfehlung von Hostel-Betreiber Shkedi ist: Nämlich sich nachts bei Vollmond mit einer Flasche Bier im Toten Meer treiben lassen. Das Wasser ist dann immer noch an die 30 Grad warm und der Vollmond lässt die Wüstenlandschaft rings herum weiß leuchten, so dass sie wie eine Mondlandschaft aussieht. Ein magisches Erlebnis

    Übrigens: Wer eine Schwimmboje für seine Kamera hat, mit der man die Kamera über der Wasseroberfläche tanzen lassen kann, lässt sie für das Bad im Toten Meer am besten zu Hause. Denn wie ich vorher schon geahnt hatte ist der Auftrieb der Boje so groß, dass die Kamera viel zu hoch aus dem Wasser gehoben wird und dann "kentert". Und selbst eine wasserdichte Kamera hat Teile, an die besser kein hochkonzentriertes Salzwasser dran kommen sollte.

    Bevor es in die Wüste Negev geht fahre ich in einem knallroten Gummiboot nahe der libanesischen Grenze unterwegs auf dem Jordan.
    Die Auswahl an Anbietern von Kajaktouren, die sich im Vorfeld auf Englisch im Internet recherchieren lassen, ist überschaubar. Und so landet man schnell bei Kfar Blum Kayaks. 

    Kurz hinter dem gleichnamigen Kibbuz ist der Ticketschalter, bei dem man entweder die eineinhakbstündige Normalroute oder die eine Stunde längere (und etwas schnellere) Route buchen kann. Im Angebot sind hierbei Schlaucboote für sechs Personen oder Gummi-Kayaks für zwei Personen, die sich aber speilend auch alleine steuern lassen.

    Am Ende der Strecke ist durch Betonblöcke eine küünstliche Stromschnelle angelegt, die aber harmlos ist.

     

    Gegen Ende des Unabhängigkeitskrieges 1948 wurde der Zugang zum Jerusalemer Berg Zion wegen des Beschusses durch jordansiche Heckenschützen zunehmend gefährlicher. Um weiterhin einen sicheren Weg für Truppen, Nachschub und Ausrüstung zu gewährleisten wurde ein Schutzgraben vom Viertel Yemin Moshe durch das Hinnom-Tal bis auf den Berg angelegt. 
    Die Grabenanlage wurde bis zum Sechstagekrieg genutzt.

    Schützengraben am Berg Zion
    Schützengraben am Berg Zion