Wie man gut schreibt

1. Alliterationen auslassen. Allerzeit.

2. Fuck Anglizismen!

3. Denk dir keine Sätze, die das Prädikat zerteilen, aus.

4. Achte auf korekte Orthographie, und Interpunktion.

5. Meide das Klischee wie der Teufel das Weihwasser. Es ist ein alter Hut.

6. Vergleiche sind schlimmer als Klischees.

7. Am schlimmsten sind Superlative.

Achtens: Halte Aufbau und Stil durch.

9. Sei mehr oder weniger spezifisch.

10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.

11. Sei nicht redundant, benutze nicht mehr Wörter als nötig, das ist nämlich total überflüssig.

12. Wer braucht rhetorische Fragen?

13. Übertreibung ist eine Million mal schlimmer als Untertreibung.

14. Aufzählungen mit mehr als zehn Punkten werden unübersichtlich.

Meet Jessica @ Montagsgesellschaft

Wir müssen reden!

So präzise bringt es die Montagsgesellschaft in ihrer Veranstaltungsankündigung zu ihrem „Engagierten Bürgerdialog zur Bundestagswahl“ auf den Punkt, worum es am kommenden Montag, 29. Mai, gehen soll.

Für mich ist es meine erste Diskussionsveranstaltung als Bundestagskandidatin. So langsam geht es also los mit den Veranstaltungen rund um den Bundestagswahlkampf.

Hauptsache Dialog (Bild: Wendy Garcia/CC BY-ND 2.0)

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Was Ampelpärchen bedeuten. Und was nicht. - Meine Juni-Kolumne im GAB-Magazin

Jessica Purkhardt - Zwischen den ZeilenSteinreich ist der amerikanische Erfolgsautor Dan Brown mit seiner Romanreihe geworden, in der er einen ungelenken Symbol-Forscher, der in den Hollywood-Verfilmungen in Gestalt von Schauspieler Tom Hanks daherkommt, in einer rastlosen Jagd durch europäische Kulturmetropolen hasten lässt, um dort allerlei bisweilen ziemlich konstruierte Rätsel mit Hilfe seines tiefgründigen Geheimzeichen-Wissens zu lösen.

Verglichen mit der Zeit des Mittelalters und der Renaissance können heute deutlich mehr Menschen lesen, so dass Informationen gar nicht mehr mit Bildzeichen ausgedrückt werden müssten. Und auch Geheimnisse stehen in diesen Tagen nicht mehr auf der Altarunterseite südenglischer Landkapellen - sondern bei Wikileaks.
Aber trotzdem ist das Design der Zeit das App-Icon mit runden Ecken und die Sprache ist Emoji. Offenbar sind uns also Symbole heute noch genauso wichtig wie vor 20.000 Jahren, als Menschen ihren Handabdruck mit Ocker an den Höhlenwänden hinterließen.

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Zimmerservice mit Herz

 Zimmerservice mit Herz

Entweder der Zimmerservice weiß es sehr zu schätzen, dass ich in den letzten Tagen immer meine Handtücher ordentlich aufgehängt habe oder ich bekomme gleich einen Heiratsantrag.

Unterwegs in der West-Türkei

Gerade unterwegs in der West-Türkei. Wo genau, ist wegen des Starkregens momentan nicht zu ermitteln.

In der Kulturausschussitzung zum Haushalt 2017

Und jetzt in der Sitzung des Frankfurter Kulturausschusses. Ich rede gleich zu unserer Anschubfinanzierung für das Offene Haus der Kulturen, zu unserer künftigen Förderung der Arbeit des Tibethaus Deutschland und zur Bereitstellung von Mitteln zur Aufarbeitung der Verfolgung homosexueller Frauen und Männer.

Hier der Antrag zum Offenen Haus der Kulturen zum Download, der Antrag zur Aufarbeitung der Homosexuellenverfolgung zum Download und der Antrag zur Förderung des Tibethauses zum Download

200 Jahre Städelschule

Beim Festakt zum 200-jährigen Jubiläum der Städelschule (deren Kuratoriumsmitglied ich bin)
Mit detaillierten Anweisungen für die anschließende Performance.

200 Jahre Städelschule

Meine Veranstaltung zum IDAHOT 2017: „Unschlagbar!? – Gewalt und Übergriffe gegen LGBT*"

 Wie alle Menschen werden auch Lesben, Schwule und Transgender in Frankfurt Opfer von Alltagskriminalität. Doch darüber hinaus sind sie auch von sogenannter Hass-Kriminalität betroffen, zu deren Ziel sie nur deshalb werden, weil sie so sind wie sie sind.
Während die Gefahr verbaler Übergriffe und körperlicher Gewalt aus homo- oder transphober Motivation vor wenigen Jahrzehnten noch sehr präsent war, ist sie in der Wahrnehmung der Communities heute zunehmend in den Hintergrund getreten.

Zwar ist sie für Menschen, die vor allem die schwulenfeindliche Gewalt früherer Jahrzehnte miterleben mussten, noch immer in furchtbarer Erinnerung und auch bei Personen, die selber Gewalterfahrungen machen mussten, längst nicht vergessen. Doch unter jüngeren LGBT* und vor allem in der Gesamtgesellschaft spielt Homo- und Transfeindlichkeit im Grunde nur noch eine nachgeordnete Rolle.

Veranstaltung

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Regenbogen-Kreiselaktion 2017

Wir haben den Regenbogen-Kreisel wieder schön gemacht.
Nach der gelungenen Aktion am Vorabend des CSD Frankfurt-Wochenendes im letzen Jahr, an dem wir gemeinsam den Kreisel im Herzen des queeren Frankfurter Bermudadreiecks in Regenbogenfarben gestaltet haben, haben wir ihm auch in diesem Jahr für die bevorstehende Pride-Saison wieder einen neuen Anstrich geben.
Vielen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, Unterstützer*innen und Spender*innen.

Kreisel

Meine Rede in der Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung des Hessischen Spielhallengesetzes

Bild: "Pavement Gambling" von Ian Farrell ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Es ist ein bisschen verstörend zu sehen, welche Allianz sich hier gebildet hat, um die Belange der Spielhallenindustrie zu vertreten.
Bild: "Pavement Gambling" von Ian Farrell ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0Ich muss Ihnen sagen, Sie brauchen heute Abend nicht aus Sorge um das wirtschaftliche Fortkommen der Glücksspielindustrie in das Kopfkissen zu weinen. Wir wissen aus unserer Erfahrung, die wir in der Vergangenheit bei Versuchen gemacht haben, als Stadt per Satzung die Spielhallenepidemie in bestimmten Frankfurter Stadtteilen einzudämmen, mit welcher Arroganz und mit welcher Überheblichkeit und Aggressivität die rechtlichen Vertreter dieser Spielhallenverbände, Automatenaufsteller oder Lobbyverbände an uns herangetreten sind und völlig skrupellos in Kauf genommen haben, dass die Ortskerne von vielen Frankfurter Stadtteilen durch diese völlig ungehinderte und maßlose Ansiedlung von Spielhallen ruiniert wurden. Das wird Effekte bis weit in die nächsten Jahrzehnte haben, auch wissend, dass das Geschäftsmodell die Ausbeutung von Sucht ist, die ganze Familien in den Ruin und ins Elend getrieben hat. Das können wir nicht hinnehmen. Das noch Skrupellosere ist natürlich, dass sich das Geschäftsmodell zielgerichtet auch auf Communitys bestimmter migrantischer Communitys richtet, die als besonders anfällig für Glücksspielsucht gelten.

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