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 Wie alle Menschen werden auch Lesben, Schwule und Transgender in Frankfurt Opfer von Alltagskriminalität. Doch darüber hinaus sind sie auch von sogenannter Hass-Kriminalität betroffen, zu deren Ziel sie nur deshalb werden, weil sie so sind wie sie sind.
Während die Gefahr verbaler Übergriffe und körperlicher Gewalt aus homo- oder transphober Motivation vor wenigen Jahrzehnten noch sehr präsent war, ist sie in der Wahrnehmung der Communities heute zunehmend in den Hintergrund getreten.

Zwar ist sie für Menschen, die vor allem die schwulenfeindliche Gewalt früherer Jahrzehnte miterleben mussten, noch immer in furchtbarer Erinnerung und auch bei Personen, die selber Gewalterfahrungen machen mussten, längst nicht vergessen. Doch unter jüngeren LGBT* und vor allem in der Gesamtgesellschaft spielt Homo- und Transfeindlichkeit im Grunde nur noch eine nachgeordnete Rolle.

Veranstaltung

Bild: "Pavement Gambling" von Ian Farrell ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Es ist ein bisschen verstörend zu sehen, welche Allianz sich hier gebildet hat, um die Belange der Spielhallenindustrie zu vertreten.
Bild: "Pavement Gambling" von Ian Farrell ist lizensiert unter CC BY-ND 2.0Ich muss Ihnen sagen, Sie brauchen heute Abend nicht aus Sorge um das wirtschaftliche Fortkommen der Glücksspielindustrie in das Kopfkissen zu weinen. Wir wissen aus unserer Erfahrung, die wir in der Vergangenheit bei Versuchen gemacht haben, als Stadt per Satzung die Spielhallenepidemie in bestimmten Frankfurter Stadtteilen einzudämmen, mit welcher Arroganz und mit welcher Überheblichkeit und Aggressivität die rechtlichen Vertreter dieser Spielhallenverbände, Automatenaufsteller oder Lobbyverbände an uns herangetreten sind und völlig skrupellos in Kauf genommen haben, dass die Ortskerne von vielen Frankfurter Stadtteilen durch diese völlig ungehinderte und maßlose Ansiedlung von Spielhallen ruiniert wurden. Das wird Effekte bis weit in die nächsten Jahrzehnte haben, auch wissend, dass das Geschäftsmodell die Ausbeutung von Sucht ist, die ganze Familien in den Ruin und ins Elend getrieben hat. Das können wir nicht hinnehmen. Das noch Skrupellosere ist natürlich, dass sich das Geschäftsmodell zielgerichtet auch auf Communitys bestimmter migrantischer Communitys richtet, die als besonders anfällig für Glücksspielsucht gelten.

Wir haben den Regenbogen-Kreisel wieder schön gemacht.
Nach der gelungenen Aktion am Vorabend des CSD Frankfurt-Wochenendes im letzen Jahr, an dem wir gemeinsam den Kreisel im Herzen des queeren Frankfurter Bermudadreiecks in Regenbogenfarben gestaltet haben, haben wir ihm auch in diesem Jahr für die bevorstehende Pride-Saison wieder einen neuen Anstrich geben.
Vielen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, Unterstützer*innen und Spender*innen.

Kreisel

Zwischen den ZeilenGerade einmal sechs homo- und transphobe Straftaten hat die Frankfurter Polizei im Jahr 2015 in ihrer Statistik verzeichnet. Die Zahlen für 2016 sind mir noch nicht bekannt, wesentlich anders liegen werden sie nicht.

Vor dem Hintergrund dieser verschwindend kleinen Zahl nun aber anzunehmen, LGBT*-feindliche Übergriffe fänden im Grunde gar nicht mehr statt und Homophobie wäre ein Phänomen der Vergangenheit, dessen Bekämpfung fortan nicht mehr notwendig wäre, ist gewaltiger Irrtum.

Statistisch gibt es nämlich scheinbar auch einen Zusammenhang zwischen der Zahl honigproduzierender Bienenstöcke in den USA und der Scheidungsrate in South Carolina und zwischen den jährlich bezahlten amerikanischen Theatereintrittsgeldern und der Niederschlagsmenge in Pennsylvania. Trotzdem steht in Wahrheit keiner dieser Umstände in Zusammenhang mit dem anderen.

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