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Heute habe ich das Faraja-Waisenhaus besucht und dort die Nachmittags-Vitamine verteilt. 206 Kinder, 30 von ihnen sind HIV-positiv.
Natürlich ergreifend. Aber es gibt noch eine Geschichte dahinter, die mich skeptisch gemacht hat und die ich hier aufgeschrieben habe.

Heute habe ich das Enjivai Waisenhaus besucht und dort mit den Betreibern über ihre Pläne für die Zukunft und die Vorbereitungen für das neue Dach gesprochen. Denn noch ist das Haus nicht fertig und die Kinder sind noch bei Verwandten untergebracht.

Seit einer Woche bin ich nun unterwegs im Großen Afrikanischen Grabenbruch, wo der moderne Mensch vor vielen Hunderttausend Jahren entstand und von wo er in die ganze Welt auszog. Im Gepäck hatte er die neu entwickelten Fähigkeiten, die ihn von allen anderen Lebewesen unterscheiden: Kreativität, Fürsorge und Intelligenz.
Heute habe ich mit einer australischen Reisebekanntschaft mit dem Kanu den Duluti-See erkundet, der eigentlich ein mit Grundwasser vollgelaufener, 700 Meter tiefer Vulkankrater ist.

jessica purkhardt illuDanke ARTE.
Dafür, dass du nach dem Abendprogramm mit drei Stunden Tanztheater und gelben Untertiteln dann immerhin im Spätprogramm noch Beiträge wie neulich das Freddie Mercury-Porträt zeigst.
Denn es war genau die biografische Hälfte, die dem Film „Bohemian Rhapsody“  gefehlt hat.

Als „keimfrei“ bezeichnete ein Bekannter das Hollywood-Epos um das Leben des Queen-Leadsängers.
Ein schmachtender Blick nach einem auf dem Herrenklo verschwindenden Trucker, etwas tuntiger Plausch in Sektlaune mit einem Radiomoderator. Später zwei, drei Küsse von Mann zu Mann und ein gutes Dutzend Statisten in Lederkleidung. Darin erschöpft sich weitgehend die Darstellung des schwulen Lebens des ikonenhaften Rockstars.

Gleichzeitig legen die Macher Mercurys inneres Outing und das Bekenntnis zu sich und seiner Sexualität über den Zeitabschnitt seines Karrieretiefpunkts und die seelischen und physischen Niederlagen. Schließlich gebietet es dann das Hollywood-Pathos, dass mit der reumütigen Rückkehr in den Schoß der Hetero-Queen-Familie das für den HIV-Infizierten Freddie bestmögliche Happy End erreicht ist.  Feuchte Augen kriegte man im Kinosessel zwar, danach bleibt trotzdem der Eindruck, man habe ein retuschiertes Bild gesehen.

Danke also ARTE, für die Anekdote, dass Freddie Mercury während der Arbeit an seinem Solo-Album besonders darunter litt, dass Michael Jackson immer ein Lama mit ins Aufnahmestudio brachte.

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