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"Die Grünen-Fraktion im Römer warnte vor „eindimensionalen Lösungsansätzen“. Es reiche nicht, „bloß die Öffnung von Clubs zu fordern und für einzelne Bereiche ein mitternächtliches Betretungsverbot auszusprechen“, so die Fraktionsvorsitzende Jessica Purkhardt. Sie forderte „geordnete Open-Air-Partys auf geeigneten und attraktiven Freiplätzen“ in Kooperation von Clubs und Gastronomiebetrieben sowie der Stadt“

Der ganze Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. Juli 2020

 Okay, ich wäre soweit.
Ich möchte Sie nur darauf hinweisen, dass ich es problematisch finde, das jetzt an diesem Beispiel so monothematisch zu betrachten. Sie wissen, dass es in den Fünfziger- und Sechzigerjahren auch die sogenannten Halbstarkenkrawalle gab, die Schwabinger Krawalle feiern in diesen Tagen Jubiläum, zumindest Jahrestag. Dass wir genau hier über die Ahornstraße sprechen, finde ich einen ziemlich verengten Blick auf diese Thematik, weil gerade in der Ahornstraße ziemlich schnell gute Konzepte gegriffen haben. Es gab, wir haben es in der letzten sicherheitspolitischen Routine gehört, zahlreiche Veranstaltungen durch den Schutzmann vor Ort. Es gab zahlreiche Bürgerveranstaltungen. Es sind sogar Jugendliche auf die Polizei zugekommen und haben das Gespräch gesucht. Es wäre schön, wenn es an vielen Orten so gute und funktionierende Instrumente geben würde wie in Griesheim und da namentlich in der Ahornstraße.  

Vielen Dank! Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Disruptiv ist ein Trendwort aus dem Managersprech beziehungsweise eine dort vorherrschende Beliebigkeitsfloskel. Auch die Herren des Verbands der Automobilindustrie benutzten es und erwarteten für die Internationale Automobil-Ausstellung ein neues disruptives Konzept und versprachen sich, wie wir wissen, das am ehesten von der Bewerbung aus München. Auch wenn das Bewerbungsverfahren grundsätzlich offen war, müssen wir davon ausgehen, dass die Frankfurter Bewerbung von vornherein chancenlos war. Wir hätten dort auch Verse von Ovid vortragen können, blickt der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf das Bewerbungsgespräch zurück. Disruptiv bedeutete eben auch, nicht Frankfurt. Wer hätte ahnen können, dass der tatsächliche Disruptor dann nicht von dem neuen, dezentralen Messekonzept der Münchner abgebildet werden würde, sondern ausgelöst wurde von einer nicht ganz kross gebratenen Fledermaus auf einem fernöstlichen Lebensmittelmarkt? Seither ist das internationale Messegeschäft kollabiert und auch unsere Messegesellschaft schwer angeschlagen. Sie wird sich, auch bei anlaufendem Ausstellungsbetrieb, über Jahre wirtschaftlich nur langsam davon erholen.

jessica purkhardt illuFlatterband, Plexiglas und „Reserviert“-Schildchen prägen wie überall sonst auch die Atmosphäre unserer LGBTIQ*-Lokale. Manche Gäste wagen es noch immer nicht wieder auszugehen, weil sie sich um ihre Gesundheit sorgen. Andere sind wieder da, übererfüllen die Abstandsgebote um das Doppelte und tragen ihren Mundschutz so konsequent und selbstverständlich, dass sie ihn erst dann bemerken, wenn der erste Schluck Weißwein deutlich trockener ausfällt als sonst. Wieder andere benehmen sich, als wäre alles bloß ein schlechter Traum gewesen, werfen die Arme auf, um sich gegenseitig zu herzen, und wenn sie mir was erzählen, stehen sie dabei so nahe, dass auch die Vor-Corona-Wohlfühldistanz deutlich unterschritten wird. Das ist ziemlich rücksichtslos. Denn wenn jemand keine Bedenken hat, gilt das zunächst leider nur für ihn selbst und nicht zwangsläufig auch für das Gegenüber.

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