Mitten in einem Laubwald fast einen Kilometer abseits der Hauptstraße gelegen ist das Amazing Bagan Resort der richtige Rückzugsort für Lärmgeplagte. Sobald man das Hotel betritt wird klar: Beim Personal herrscht freundliche und gut gelaunte Heiterkeit vor. Das Die Jugendjahre des Hotels selbst sind allerdings offensichtlich schon eine Sonnenumläufe her. Dafür ist es aber auch 25 % günstiger als andere Hotels in der Umgebung.
Recht große Fenster lassen einen Blick über den niedrigen Wald zu, so dass in der Ferne zwei angestrahlte Pagoden zu erspähen sind. Bei schönem Wetter sollen bei Sonnenaufgang auch die zahlreichen Heißluftballons zu sehen sein.
Alle Einrichtungsgegenstände in den Zimmern spielen auf die traditionelle Lackkunst an. Nachtische, die Lampen darauf und sogar die Seifentöpfchen im Bad sind in dieser kunsthandwerklichen Technik der Oberflächenveredelung ausgeführt.
Dadurch ist allerdings noch deutlicher zu sehen, dass alles nicht mehr so ganz neu ist und an vielen Ecken abgenutzt. Seifentöpfchen auf schmalen Fuß neigen bei Berührung außerdem zum sofortigen Umkippen, was mir auf Anhieb gelang, so dass der Waschbeckenbereich für die Dauer meines Aufenthaltes mit Shampoo bedeckt war.
Bagan bezeichnet eine Ebene im Zentrum Myanmars, die mehr als 41 Quadratkilometer am Ostufer des Irrawaddy-Flusses umfasst. Die meisten der Baudenkmäler wurden zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert n.Chr. errichtet und sind in unterschiedlichem Erhaltungszustand. In dieser Zeitspanne war Bagan der Stammsitz der Myanmar-Dynastie, in der 55 Könige für zwölf Jahrhunderte das Reich beherrschten. König Pyinbya war der Erbauer der heutigen Befestigungsmauer der Stadt Bagan. Als 34. König der Dynastie verlegte er im Jahr 874 n.Chr. die Hauptstadt von Tampawaddy (heute Pwasato) nach Bagan.
Der 12. König Thaiktaing hatte jene Stadt gegründet. Zuvor gab es bereits zwei andere Hauptstädte: Thiripyitsaya, das von dem 7. König Thelegyaung erbaut wurde und Paukkan, das der Dynastiebegründer Thamudrit im Jahr 108 n.Chr. errichtete.