Heute hat meine Fahrt zur Arbeit begonnen. Anders als bei anderen Pendlern dauert sie bei mir dieses Mal drei Tage. Denn ich werde bei einem Freiwilligen-Arbeitseinsatz des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in litauischen Kleipėda, dem ehemaligen deutschen Memel, teilnehmen. Zwei Wochen lange soll dort mit 25 anderen Kolleginnen und Kollegen ein 1955 errichteter Friedhof für Kriegstote des zweiten Weltkrieges gepflegt und wieder hergestellt werden.
Schon bei einem Athen-Besuch vor einigen Jahren erklärten mir meine Athener Freunde, dass man gar kein Taxi mehr bestelle, sondern mit BEAT fahre. Das ist der privatwirtschaftliche Personenbeförderungsdienst analog zu UBER, BOLT und Konsorten. Er funktioniert ebenfalls über eine mobile App. Die hatte ich neulich erst gelöscht, weil ich während der Corona-Pandemie nicht mehr nach Griechenland reisen konnte. Nach meiner jüngsten Segelreise durch die Kykladen kam ich aber nun in Piräus an und musste meinen Transfer zu einem Hotel an der attischen Küste organisieren. Bei der BEAT-App registriert man sich einfach mit der eigenen Telefonnummer.
Die App bestimmt den Standort und fragt nach dem Fahrziel. Im Hafen von Piräus gibt es mehrere vordefinierte Pick-up-Points. Das sind die überdachten Warteflächen, wo auch die Busse abfahren.
Der BEAT-Fahrer und ich hatten etwas Probleme zusammen zu finden und brauchten dafür zusätzliche 15 Minuten. Die BEAT-Autos können Privatfahrzeuge sein oder auch Taxis. Beiderlei erkennt man an einem entsprechenden Schild in der Ecke der Windschutzscheibe.