Reisetagebuch

Regenkompass

Heute hat Tahiti mir gezeigt, dass Pläne hier nur lose Absprachen sind. Der Regen begann früh, noch vor dem eigentlichen Start in den Tag, und er blieb. Nicht als durchgehender Vorhang, sondern als ständiger Kommentar von oben – mal laut, mal leise, aber immer bestimmend.

Die Aranui 5 im Hafen von Papeete – die einzige Möglichkeit, auf dem Seeweg zu den Marquesas-Inseln zu gelangen. Für viele tausend Euro erreichbar, für mich keine Option.

Vortagsinsel

Ein Tag, der nicht enden wollte.
38 Stunden unterwegs, eine Datumsgrenze dazwischen – und eine Insel, die mich im Gestern empfängt. Tahiti wird zur Vortagsinsel: ein Ort des Ankommens, der Ruhe und der leisen Erkenntnis, dass Zeit manchmal ihr eigenes Tempo hat.

Ein geheimer Winkel über dem Terminal, fern vom Strom der Abreisenden.

Durchsagenmüdigkeit

Ein Flughafen, eine Stimme aus den Lautsprechern und ein ganzer Tag des Wartens – bevor die Reise in die Südsee überhaupt richtig beginnt.

Jessica Welt

Seit etwa drei Jahren lasse ich auf meinen Reisen einen GPS-Tracker mitlaufen und füge alle zurückgelegten Routen in diese Karte ein. Strecken, die ich auf dem Landweg zurückgelegt habe, kennzeichne ich orange, welche, die ich zu Fuß gelaufen bin in grün und die, die ich auf dem Wasser per Boot oder Schiff bewältigt blau.