Was Ampelpärchen bedeuten. Und was nicht. - Meine Juni-Kolumne im GAB-Magazin

Jessica Purkhardt - Zwischen den ZeilenSteinreich ist der amerikanische Erfolgsautor Dan Brown mit seiner Romanreihe geworden, in der er einen ungelenken Symbol-Forscher, der in den Hollywood-Verfilmungen in Gestalt von Schauspieler Tom Hanks daherkommt, in einer rastlosen Jagd durch europäische Kulturmetropolen hasten lässt, um dort allerlei bisweilen ziemlich konstruierte Rätsel mit Hilfe seines tiefgründigen Geheimzeichen-Wissens zu lösen.

Verglichen mit der Zeit des Mittelalters und der Renaissance können heute deutlich mehr Menschen lesen, so dass Informationen gar nicht mehr mit Bildzeichen ausgedrückt werden müssten. Und auch Geheimnisse stehen in diesen Tagen nicht mehr auf der Altarunterseite südenglischer Landkapellen - sondern bei Wikileaks.
Aber trotzdem ist das Design der Zeit das App-Icon mit runden Ecken und die Sprache ist Emoji. Offenbar sind uns also Symbole heute noch genauso wichtig wie vor 20.000 Jahren, als Menschen ihren Handabdruck mit Ocker an den Höhlenwänden hinterließen.

Regenbogen-Kreiselaktion 2017

Wir haben den Regenbogen-Kreisel wieder schön gemacht.
Nach der gelungenen Aktion am Vorabend des CSD Frankfurt-Wochenendes im letzen Jahr, an dem wir gemeinsam den Kreisel im Herzen des queeren Frankfurter Bermudadreiecks in Regenbogenfarben gestaltet haben, haben wir ihm auch in diesem Jahr für die bevorstehende Pride-Saison wieder einen neuen Anstrich geben.
Vielen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, Unterstützer*innen und Spender*innen.

Kreisel

Meine Veranstaltung zum IDAHOT 2017: „Unschlagbar!? – Gewalt und Übergriffe gegen LGBT*"

 Wie alle Menschen werden auch Lesben, Schwule und Transgender in Frankfurt Opfer von Alltagskriminalität. Doch darüber hinaus sind sie auch von sogenannter Hass-Kriminalität betroffen, zu deren Ziel sie nur deshalb werden, weil sie so sind wie sie sind.
Während die Gefahr verbaler Übergriffe und körperlicher Gewalt aus homo- oder transphober Motivation vor wenigen Jahrzehnten noch sehr präsent war, ist sie in der Wahrnehmung der Communities heute zunehmend in den Hintergrund getreten.

Zwar ist sie für Menschen, die vor allem die schwulenfeindliche Gewalt früherer Jahrzehnte miterleben mussten, noch immer in furchtbarer Erinnerung und auch bei Personen, die selber Gewalterfahrungen machen mussten, längst nicht vergessen. Doch unter jüngeren LGBT* und vor allem in der Gesamtgesellschaft spielt Homo- und Transfeindlichkeit im Grunde nur noch eine nachgeordnete Rolle.

Bild: AHF/Lars Elhit

Rheinland-Pfalz: Land will es Transsexuellen leichter machen

"Transsexuelle sollen künftig einfacher ihren Namen in offiziellen Dokumenten ändern können. Dafür setzt sich Rheinland-Pfalz im Bundesrat ein. Dazu werde das Land in der nächsten Bundesratssitzung am 12. Mai ein neues Transsexuellengesetz einbringen, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des rheinland-pfälzischen Kabinetts an." [...]
(Der ganze Artikel vom 2. Mai 2017 auf SWR.de)

Widerspruch von Wahrnehmung und Realität - Meine Mai-Kolumne im GAB-Magazin

Zwischen den ZeilenGerade einmal sechs homo- und transphobe Straftaten hat die Frankfurter Polizei im Jahr 2015 in ihrer Statistik verzeichnet. Die Zahlen für 2016 sind mir noch nicht bekannt, wesentlich anders liegen werden sie nicht.

Vor dem Hintergrund dieser verschwindend kleinen Zahl nun aber anzunehmen, LGBT*-feindliche Übergriffe fänden im Grunde gar nicht mehr statt und Homophobie wäre ein Phänomen der Vergangenheit, dessen Bekämpfung fortan nicht mehr notwendig wäre, ist gewaltiger Irrtum.

Statistisch gibt es nämlich scheinbar auch einen Zusammenhang zwischen der Zahl honigproduzierender Bienenstöcke in den USA und der Scheidungsrate in South Carolina und zwischen den jährlich bezahlten amerikanischen Theatereintrittsgeldern und der Niederschlagsmenge in Pennsylvania. Trotzdem steht in Wahrheit keiner dieser Umstände in Zusammenhang mit dem anderen.

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