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Der Überlieferung nach soll der wahnsinnige Kaiser Nero Rom angezündet und danach mit seiner Lyra vom Palast-Balkon auf seine brennende Stadt herab gesungen haben. In Teilen scheint dieses Bild auf üble Nachrede einiger Geschichtsschreiber zurückzugehen. Dagegen ist gesichert, dass der scheidende US-Präsident Trump nachts vor den laufenden ABC-Nachrichten saß und per Twitter Öl ins Feuer goss, während draußen die Vereinigten Staaten seelisch und oft genug auch tatsächlich brannten. Nachdem mit der US-Präsidentschaftswahl der Spuk nun vorüber ist, atmen wir nicht nur in Europa auf. Besonders die LGBTIQ*-Community in den USA hatte sich vor einer erneuten Amtszeit Donald Trumps gefürchtet. Schon in der ersten war damit begonnen worden Transgender zu gängeln und unsichtbar zu machen. In der zweiten wäre wohl versucht worden, das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe rückgängig zu machen. Nun ist der Ausgang der US-Wahl also ein Hoffnungsschimmer am Ende eines Jahres, das ganz im Zeichen einer weltweiten Pandemie stand, die unseren bislang schrankenlosen Horizont sehr klein werden ließ. Eine gute Nachricht nach Monaten des Lockdowns, in denen uns zuletzt mörderische Terroranschläge in Deutschland und seinen Nachbarländern bewusst machten, dass weder eine globalisierte Welt noch eine offene Gesellschaft selbstverständlich sind und immer auch einen Preis haben.

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"[...] Jessi­ca Purk­hardt von der Aids­hil­fe sagte, es gebe auch in Frank­furt Orte, die Trans­per­so­nen, aber auch homo­se­xu­el­le und queere Menschen mieden, weil sie mit verba­len oder körper­li­chen Über­grif­fen rech­nen müss­ten. Zwar sei es rich­tig, sich bei Bedro­hun­gen oder Gewalt­ta­ten an die Poli­zei zu wenden, aber auch mit der Poli­zei hätten manche Trans­per­so­nen schon schlech­te Erfah­run­gen gemacht. [...]"

Der ganze Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. November 2020

"[...] Auch Jessica Purkhardt, Vorsitzende der Aids-Hilfe ist erschüttert. Gleichwohl ist sie nicht überrascht, dass der Übergriff auf der Zeil stattfand. „Menschen, die als lesbisch, schwul oder trans* gelesen werden können, haben dort weniger Freiheiten und müssen mehr auf sich achten als andere“, sagt sie.
Für Purkhardt ist die Zeil eine No-go-Area. Also ein Ort, der für bestimmte Menschengruppen zu gefährlich ist. Sie übt Kritik und fordert von allen Frankfurter:innen Solidarität: „Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss.“ [...]
Auch die Frankfurter Polizei teilt die Ansicht von Purkhardt nicht, dass die Zeil ein gefährlicher Ort für queere Menschen sei. Im Jahr 2019 kam es nach Polizeiangaben zu zehn Fällen mit homo- und transphobem Hintergrund. Diese verteilten sich auf das gesamte Stadtgebiet. „Uns liegen auch keine Erkenntnisse vor, dass es in dieser Hinsicht eine Zunahme von Übergriffen oder dergleichen im Bereich der Zeil gab“, sagt Marc Draschl, Pressesprecher der Polizei.
Purkhardt widerspricht dem vehement: „Die Dunkelziffer ist hoch. Die Statistiken sind keine verlässliche Quelle, denn sie geben nur einen Bruchteil an Gewalt gegen queere Menschen wieder.“
[...]

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 20. November 2020

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