Thailand

Teegeld: Kann es ein Thailand ohne Korruption geben?

81 - Tea moneyWenn die Bürger Thailands am 3. Juli an die Wahlurnen treten, ist es wichtig, dass vor dem Hintergrund der von den Parlamentskandidaten versprochenen Mega-Projekte bewusst sind wie anfällig diese Projekte für Korruption sind.

Wie überall auf der Welt sind auch die Kandidaten in Thailand bereit, vieles zu tun, um an die Stimmen der Wähler zu kommen. Gerne bedient man sich hier dann auch aus der Staatsschatulle, um populistische, aber sinnlose Entwicklungskonzepte noch schnell vor der Wahl umzusetzen und so auf Wählerfang zu gehen.

Und auch jetzt wo die Wahlen vor der Tür stehen, dreht sich die politische Debatte vor allem um prestigeträchtige Megaprojekte und kein bisschen darum, wie wichtig es ist, einen Sinn für die Korruptionsbekämpfung im nationalen Bewusstsein zu verankern.

Rassismus in Thailand

Die Hoffnung ist da: Im 21. Jahrhundert könnten die Menschen tatsächlich irgendwann einmal (haut)farbenblind werden und es gäbe keinen Rassismus mehr. Ich und viele Menschen meiner Generation - zumindest in der westlichen Welt – gehen heute schon so miteinander um.
Dass der unverhohlene Rassismus aber in vielen Ländern der Welt nach wie vor besteht und Vorurteile das Denken der Menschen bestimmen, sieht man in Thailand jeden Tag.
Eine meiner besten Freundinnen, Shawna, ist gebürtige Engländerin. Damit ist sie naturgemäß auch englische Muttersprachlerin und die sind in Asien begehrt: als Englischlehrer.

Zeichen und Wunder: Thai-Polizei zahlt Entschädigung an unschuldig Inhaftierten

Sicher: In der westlichen Welt existiert das Wort „Haftentschädigung“ schon einige Zeit. Doch in Thailand ist die Auszahlung einer solchen ein Novum: 300.000 Baht (6.800 Euro).

Entsprechend fand dann zu einem solchen Anlass in diesen Tagen eine Pressekonferenz statt bei der der Generalleutnant der Polizei Atithep Panjamanont sich im Namen der Drogenfahndung bei einem unschuldig Inhaftierten entschuldigte. Der 39-jährige Somjai Sae-Lim hatte den gleichen Namen, wie ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste und saß in der Folge 23 Tage in Haft.

Der Hintergrund: Vor zwei Jahren wurden bei einer Razzia zwei verdächtige festgenommen, die den Namen Somjai Sae-Lim als Komplizen nannten. Doch bei einer späteren Gegenüberstellung erklärten die beiden, dass es sich um den falschen handelte.
Die Fahnder ließen daraufhin die Vorwürfe fallen.
Der unschuldige Somjai bedankte sich bei der Polizei für die 300.000 Baht von denen er zunächst seinen Rechtsanwalt und die Behandlung seiner erkrankten Ehefrau bezahlen will.

Am 10. Juli wird Somjai dann als Mönch in ein Kloster eintreten.

Bild: "Narcotics Suppression Bureau Insignia" von ist Ian Fuller lizensiert unter CC BY-NC 2.0

Satire: Bangkok vor den Wahlen: Alkohol-Infusionen für ausländische Alkoholiker

Thailand's BeerZwei Dinge stehen heute fest: Die kommenden Parlamentswahlen im Königreich sind von einer Bedeutung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und: Die Fürsorge der Thais kennt keine Grenzen.
Denn vor und während der Wahlen herrscht landesweit von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 0 Uhr ein striktes Alkoholverbot. Für viele Expats im Land ist das eine echte Krise.
Die Bangkoker Polizei hat deshalb zusätzlich Polizeibeamte mobilisiert um während der Parlamentswahlen Präsenz zu zeigen und möglichen Ausschreitungen durch ausnüchternde Ausländer vorzubeugen.
Nach dem Nationalen Wahlgesetz ist der Verkauf und Ausschank für 36 Stunden in allen Läden, Bars und Restaurants verboten. Besonders in den gebieten mit hoher Expat-Konzentration wie entlang der Sukhumvit Road und in Pattaya rechnet die Polizei mit brenzligen Situationen.

EHEC scheitert an thailändischer Einwanderungsbehörde

A Trio of surgical masksFukushima ist schon lange her. In Thailand sehnt man sich schon wieder nach Massenhysterie – und schielt dabei neidisch Richtung Westen. Dort geht die EHEC-Seuche um und selbst die die analytischen Deutschen verzichten plötzlich ängstlich auf Gurken, Tomaten und Sprossen.

Wie gerne würden auch die Thais wieder auf Gurken und Sprossen verzichten müssen und wie gerne würden sie wieder Mundschutz tragen.
Große Hoffnung lag dabei auf einer Ladung aus Belgien importierter Kohlrabi. Doch so fieberhaft die die thailändische Lebensmittelüberwachung auch suchte kein E.Coli O104 weit und breit.

Auch eine mit freudig erwartete Lieferung Avocados aus einem geheim gehaltenen europäischen Land konnte die erhofften Ergebnisse nicht liefern.

Amerikaner in Thailand wegen Majestätsbeleidigung festgenommen

Der in Thailand geborene Lerpong Wichaikhammat, 54, wurde bereits am Dienstag in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten des Königreichs verhaftet und sitzt derzeit in Bangkok in Untersuchungshaft.
„Er hat Artikel übersetzt, die die Monarchie beleidigten und diese Artikel auf seinem Weblog gepostet. Er hat auch auf ein Buch verlinkt, das sich kritisch mit der königlichen Familie auseinandersetzt,“ sagt der Polizei Lieutenant Colonel Kovit Tardmee.
„Er hat Thailand mit 35 verlassen und ist im November 2009 zur medizinischen Behandlung wieder zurückgekehrt. Im Dezember wollte er wieder in die USA reisen.