Pöse Puben Podcast: "Frankfurter Szene Originale - Jessica Purkhardt"

"[...] Jessica Purkhardt, ist ein echtes Frankfurter Original. Ehemalige gelernte Maurerin, mit Trans-Hintergrund ist sie heute Frau, Jounalistin, Szenegröße, Politikerin und Trans-Aktivistin in der AIDS-Hilfe. Hört, hört! [...]"

Der ganze Podcast vom 17. März zum Nachhören

Alte und neue Traditionen - Meine Februar Kolumen im GAB-Magazin

jessica purkhardt illu„Ab dem zweiten Mal ist es Tradition“, lautet ein augenzwinkerndes Sprichwort. In ihm steckt insofern ein Funken Wahrheit, als dass „Tradition“ nichts über ihre tatsächliche kulturelle Verwurzelung aussagt. Das Fastnachtsbrauchtum, dem wir im kommenden Monat wieder Ehre antun, reicht in einigen lokalen Varianten beispielsweise bis in vorchristliche Zeit zurück. Das Silvesterfeuerwerk, dessen explosive Restbestände uns auch noch in diesem Monat unvermittelt zusammenfahren lassen und Mensch und Tier jedes Jahr in den Wahnsinn treibt, ist dagegen ein fernöstlicher Import aus jüngerer Zeit, der hierzulande außerdem reichlich missverstanden wird. Während man nämlich ursprünglich böse Geister vertreiben wollte, ruft man sie hierzulande durch die unheilige Kombination von Alkohol und Sprengstoff erst auf den Plan.
Vom bunten Leuchten im Nachthimmel und Glockengeläut ist im Pulverdampf und Getöse der Innenstädte längst kaum mehr etwas zu sehen und zu hören. Und auch im Frankfurter queeren Szeneviertel muss man um Mitternacht schon hartgesotten sein, um mit seinem Gläschen Sekt zum Anstoßen vor die Tür zu gehen.
Seit einiger Zeit gibt es nun auch bei uns das indische Holi-Fest der Farben. Dabei werfen viele Tausend Menschen gleichzeitig eine Handvoll Farbpulver in die Luft.
Das ist natürlich auch keine ganz saubere Angelegenheit.
Aber schön anzusehen und abwaschbar.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Danke ARTE - Meine Januar-Kolumne im GAB-Magazin

jessica purkhardt illuDanke ARTE.
Dafür, dass du nach dem Abendprogramm mit drei Stunden Tanztheater und gelben Untertiteln dann immerhin im Spätprogramm noch Beiträge wie neulich das Freddie Mercury-Porträt zeigst.
Denn es war genau die biografische Hälfte, die dem Film „Bohemian Rhapsody“  gefehlt hat.

Als „keimfrei“ bezeichnete ein Bekannter das Hollywood-Epos um das Leben des Queen-Leadsängers.
Ein schmachtender Blick nach einem auf dem Herrenklo verschwindenden Trucker, etwas tuntiger Plausch in Sektlaune mit einem Radiomoderator. Später zwei, drei Küsse von Mann zu Mann und ein gutes Dutzend Statisten in Lederkleidung. Darin erschöpft sich weitgehend die Darstellung des schwulen Lebens des ikonenhaften Rockstars.

Gleichzeitig legen die Macher Mercurys inneres Outing und das Bekenntnis zu sich und seiner Sexualität über den Zeitabschnitt seines Karrieretiefpunkts und die seelischen und physischen Niederlagen. Schließlich gebietet es dann das Hollywood-Pathos, dass mit der reumütigen Rückkehr in den Schoß der Hetero-Queen-Familie das für den HIV-Infizierten Freddie bestmögliche Happy End erreicht ist.  Feuchte Augen kriegte man im Kinosessel zwar, danach bleibt trotzdem der Eindruck, man habe ein retuschiertes Bild gesehen.

Danke also ARTE, für die Anekdote, dass Freddie Mercury während der Arbeit an seinem Solo-Album besonders darunter litt, dass Michael Jackson immer ein Lama mit ins Aufnahmestudio brachte.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt

Heute Abend wurden meine Kolleg*innen und ich erneut in den Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt gewählt. Aus der Mitgliederversammlung kamen die Aufträge künftig in unseren Veröffentlichungen und Äußerungen die geschlechtliche Vielfalt sichtbar zu machen und uns um die Dokumentation der Vereinsgeschichte zu bemühen.

AHF Vorstand 2018

Subcategories