"Alternative Heterosexualität" - Meine April Kolumne im GAB-Magazin

Zischen den ZeilenNeulich erklärte der schwule Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann jemanden vor der Geräuschkulisse einer Kneipe, er sei in seiner Fraktion für die Queerpolitik zuständig.
-„Was machst du? Bierpolitik?“ war die Gegenfrage.

Eine spaßige Anekdote, die dennoch die Frage aufwirft, weshalb es manchem offenbar wahrscheinlicher erscheint, dass ein Abgeordneter sich für Qualität, Preis und Zukunft von Brauerzeugnissen einsetzt als für die Rechte von LGBT*IQ.
Denn immerhin wurden alleine im Januar dieses Jahres 5,3 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das sind 12,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Lobby der Biertrinker*innen scheint also ausreichend groß und mehrheitsfähig, so dass es einer fachpolitischen Unterstützung nicht unbedingt bedarf.
Den queerpolitisch bewegten Menschen unter uns entgeht jedoch vielleicht gelegentlich, dass  auch für Lesben, Schwule und Trans* das Eintreten für ein selbstbestimmtes Leben mit gleichen Rechten zwar wichtig ist, aber die Alltagsthemen deshalb trotzdem nicht in den Hintergrund treten.
Beispielshaft dafür war eine queerpolitische Diskussionsveranstaltung in Frankfurt im Vorfeld der letzten Bundestagswahl. Der Zeitrahmen für die Podiumsdiskussion mit Publikumsgespräch war mit 90 Minuten angesetzt und die ganze erste Stunde wurde sie von einem Thema dominiert, das den Menschen ganz offensichtlich unter den Nägeln brannte:
Dieselfahrverbote. 

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Frankfurter Rundschau: Neuer Feuerwehrchef setzt auf kleine Einheiten

[...] Ein Hinderungsgrund für Frauen sei die bis vor kurzem geltende Anforderung einer abgeschlossenen Berufsausbildung gewesen, sagte Jessica Purkhardt (Grüne): „Es gibt eben wenige Schlosserinnen.“ Durch den neuen Ausbildungsgang für Werksfeuerwehrleute, die keine vorangegangene Ausbildung brauchen, werde sich der Frauenanteil erhöhen. [...]

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 20.3.2018

Frankfurter Rundschau: Feldmann und Weyland in der OB-Stichwahl

"17 Uhr: Die Minus-Temperaturen halten die Menschen nicht davon ab, an die Wahlurne zu gehen. Jessica Purkhardt meldet per Twitter, dass in ihrem Wahllokal soeben ein Wähler barfuß gekommen ist. So groß sei also die Sehnsucht nach demokratischer"

Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 25. Februar 2018

Bundespräsidenten außer Dienst und Spinnen - Meine März-Kolumne im GAB-Magazin

ZWISCHEN DEN ZEILEN

Ist Vielfalt ein Wert an sich?
Über diese Frage dachte unlängst Bundespräsident a.D. Joachim Gauck als Gastprofessor vor Studierenden der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nach.
Ob es so ist, darüber sind das ehemalige Staatsoberhaupt und ich möglicherweise unterschiedlicher Auffassung. Denn Gauck zeigte sich in seinem Vortrag erschreckt, wohin es geführt habe, „wenn Vielfalt derart akzeptiert und honoriert“ werde.

Unabhängig davon, welcher Meinung man in dieser Frage sein mag, ist Vielfalt in der lebendigen Natur eine Tatsache und darüber hinaus Grundvoraussetzung für das eherne Prinzip der Evolution. Daraus ist nach mehreren Anläufen immerhin auch der moderne Mensch hervorgegangen.
Aber auch mehr als 100.000 verschiedene Spinnenarten.
Ein Verhältnis über das wiederum ich mich erschreckt zeige, sind die Spinnen damit doch vor dem Hintergrund der Vielfalt des Lebens vergleichsweise überrepräsentiert.
In ihrer Welt mögen sie vielleicht als schön gelten, doch die meisten Menschen finden Spinnen mit ihren acht Beinen und zehn Augen ziemlich garstig.
Allerdings hat auch die Bundesrepublik seit ihrer Gründung einschließlich Joachim Gauck nur ältere, weiße Männer zum Staatsoberhaupt gehabt, womit diese Gruppe gemessen an der Vielfalt in der Gesellschaft ebenfalls deutlich überrepräsentiert ist.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

Selbstinszenierung und gekochte Schnecken - Meine Februar-Kolumne im GAB-Magazin

Zwischen den ZeilenSchweißglänzende Haut über schwellenden Muskeln. Der Blick entschlossen in die Ferne gerichtet, während am Gerät mit der Gleichmäßigkeit eines Uhrwerks Stapel schwarzer Gewichtsblöcke auf und nieder surren.
Es ist die Vorstellung vieler, die als Konsequenz aus dem zum Jahreswechsel gefassten Vorsatz, im Jahr 2018 den schon immer ersehnten Adoniskörper zu erreichen, die Fitness-Studios berennen.

Tatsächlich findet man in den Sportstätten dann jedoch ein vollkommen anderes Bild vor. Zwar sind beinahe alle Kraftmaschinen besetzt, in Betrieb sind dabei aber vor allem die Smartphones. Als ungefähre Gesetzmäßigkeit gilt: Einem einminütigen Satz Muskelertüchtigung folgt eine Viertelstunde Facebook-Konsultation.
Unlängst fand ich beim Betreten der Damenumkleide meines Sportstudios eine Frau vor, die nur mit Büstenhalter und linker Socke bekleidet im Raum stehend, in eine intensive WhatsApp-Konversation vertieft war und die ich auch nach meiner Rückkehr eineinhalb Stunden später in derselben Positur und Blöße antraf.

Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin