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Litauen: Angekommen am Kurischen Haff

Einige waren schon eine Weile wach, weil der Hahn, der neben dem Hotel wohnt, seiner frühmorgendlichen Aufgabe nachgekommen ist. Mit Ohrenstöpseln schlief ich aber bis kurz vor sieben und vermied es so, nicht einmal vom Wecker aus dem Schlaf geholt zu werden. Vor dem Nebengebäude des Hotels, das sicher früher mal der Stall gewesen war, warteten wir gut zwanzig Minuten. Dann kamen zwei junge Mitarbeiterinnen herbei geeilt, die man augenscheinlich gerade aus dem Bett geholt hatte. Offenbar gab es zwischen der Hotelleitung und unserem Einsatzleiter ein Missverständnis darüber, wann wir abfahren und zuvor frühstücken wollten. Im Handumdrehen hatten die beiden Frauen jedoch alles gerichtet und um neun Uhr begannen wir die letzte Etappe unserer dreitägigen Anreise zum Arbeitseinsatz für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge im litauischen Klaipėda. Eine Weile schaukelten wir noch mit unserem Bus über die masurischen Landstraßen. Die russische Enklave Kaliningrad, das ehemalige Königsberg, liegt nun nördlich von uns und wir müssen beim polnischen Ort Suwalken durch den schmalen Korridor zwischen Weißrussland und dem Gebiet von Kaliningrad fahren.

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Polen: Zurück in Masuren

Endlich geht es los und meine Vorfreude ist groß, als ich die Stufen der hinteren Bustür hochsteige. Es fühlt sich an, als wäre ich gerade erst ausgestiegen. Dabei ist es schon beinahe ein Jahr her, als ich mit dem letzten Arbeitseinsatz des Volksbundes mit diesem Bus unterwegs war. Wir fahren geradewegs nach Osten, deswegen suche ich mir einen Sitzplatz auf der linken Fahrzeugseite, um nicht ständig in der Sonne zu sitzen.

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Deutschland: Drei Tage Fahrt zur Arbeit

Heute hat meine Fahrt zur Arbeit begonnen. Anders als bei anderen Pendlern dauert sie bei mir dieses Mal drei Tage. Denn ich werde bei einem Freiwilligen-Arbeitseinsatz des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in litauischen Kleipėda, dem ehemaligen deutschen Memel, teilnehmen. Zwei Wochen lange soll dort mit 25 anderen Kolleginnen und Kollegen ein 1955 errichteter Friedhof für Kriegstote des zweiten Weltkrieges gepflegt und wieder hergestellt werden.

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Griechenland: BEAT - das UBER Griechenlands

Schon bei einem Athen-Besuch vor einigen Jahren erklärten mir meine Athener Freunde, dass man gar kein Taxi mehr bestelle, sondern mit BEAT fahre. Das ist der privatwirtschaftliche Personenbeförderungsdienst analog zu UBER, BOLT und Konsorten. Er funktioniert ebenfalls über eine mobile App. Die hatte ich neulich erst gelöscht, weil ich während der Corona-Pandemie nicht mehr nach Griechenland reisen konnte. Nach meiner jüngsten Segelreise durch die Kykladen kam ich aber nun in Piräus an und musste meinen Transfer zu einem Hotel an der attischen Küste organisieren. Bei der BEAT-App registriert man sich einfach mit der eigenen Telefonnummer.
Die App bestimmt den Standort und fragt nach dem Fahrziel. Im Hafen von Piräus gibt es mehrere vordefinierte Pick-up-Points. Das sind die überdachten Warteflächen, wo auch die Busse abfahren.
Der BEAT-Fahrer und ich hatten etwas Probleme zusammen zu finden und brauchten dafür zusätzliche 15 Minuten. Die BEAT-Autos können Privatfahrzeuge sein oder auch Taxis. Beiderlei erkennt man an einem entsprechenden Schild in der Ecke der Windschutzscheibe.

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Griechenland: Festhalten!

Die Nacht in der gut geschützen Vathi-Bucht auf der Südwest-Seite von Sifnos war wegen der starken Windböen nervenaufreibend aber nicht bedrohlich. Heute an unserem letzten Segeltag galt es, die Insel im Norden zum umrunden und dann ab der Spitze noch einmal 25 Seemeilen über das offene Meer ohne Landabdeckung gegen Wind und Wellen nach Osten zurück nach Paros zu fahren. Der Wind wehte stark mit 25 bis 30 Knoten fast genau aus Norden. Unsere Segelyacht, eine Bavaria 48, war auch bei bestem Trimm nicht höher als 50 Grad an den Wind zu kriegen. Das bedeutete, dass wir beim Kreuzen zunächst weit nach Westen aufs offene Meer hinaussegeln mussten.