Durch den Besuch des Gymnasiums wurde die Vielsprachigkeit in mir angelegt, die ich seitdem stetig erweitert habe. Leider gehörten dort aber ab der Oberstufe auch Differential- und Integralrechnung zum Curriculum, deren Beherrschung ich bis zum heutigen Tage verwehrt blieb. Lebesnäher und mit unzweifelhaft praktischer Anwendbarkeit schien mir dagegen das Handwerk, so dass ich ich mich für eine Ausbildung zur Maurerin entschied, die ich nach drei Jahren abschloss. Im zweiten Bildungsweg holte ich dann doch die Fachhochschulreife nach und begann ein Journalismus-Studium. Nach dem Abschluss mit Diplom übersprang ich beschleunigt von Interesse und Bereitschaft zunächst im Ausland zu arbeiten einige Stufen der redaktionell-journalistlischen Karriereleiter und wurde ab 2007 Auslandskorrespondentin für Politik und Wirtschaft in Südostasien u. a. in Thailand, Singapur und Laos. Im weiteren Verlauf wurde ich Chefredaktuerin des damals größten deutschsprachigen Wirtschaftsmagazins für den Raum Asien/Pazifik mit Redaktionssitz in Bangkok. Die Integration in den thailändischen Kulturkreis wurde erleichtert durch meinen zügigen Erwerb der Landessprache Thai (später sogar das benachbarte Laotisch). Außerdem engagierte ich mich ehrenamtlich als Mitarbeiterin und Ausbilderin im Bangkoker Rettungsdienst. Schon in Deutschland hatte beim Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr und zuletzt als ausgebildete Rettungssanitäterin gearbeitet, so dass ich hier einiges Beitragen konnte. Anfang 2010 kehrte ich dann nach Deutschland zurück, begann mich für Politik zu interessieren und wurde bei der Kommunalwahl im folgenden Jahr zur Stadtverordneten in Frankfurt am Main gewählt. Fortan war ich die sicherheitspolitische Sprecherin meiner Fraktion, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Recht, Verwaltung, Sicherheit und Verwaltung und Mitglied im Ausschuss für Kultur und Freizeit. Gleichzeitig wurde ich auch als Vertreterin in den Ortsbeirat 1 gewählt, das Stadtteilparlament für die Frankfurter Stadtteile Gallus, Gutleut, Bahnhof, Altstadt, Innenstadt und Europaviertel. Ich betätigte mich zunächst als Lokalredakteurin, Mitarbeiterin in Marketing und PR und als Rettungssanitäterin im Krankentransport. Seit 2012 arbeite ich als freie Journalistin vor allem zu den Themen Wirtschaft, Motorradreisen, Fair Trade, LGBT*IQ und bin Kolumnistin des GAB Magazin. 2013 war ich hessische Landtagskandidatin - ehrenhalber denn mit aussichtlosem Listenplatz. Bei der Kommunalwahl 2016 wurde ich jedoch erneut in das Frankfurter Stadtparlament gewählt, schied aber aus dem Ortsbeirat 1 aus. In der Stadtverordnetenversammlung war ich als Schriftführerin Mitglied des Präsidiums. Im Jahr 2017 war ich Frankfurter Direktkandidatin bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 182 (Frankfurt-West), ebenfalls mit weit abgeschlagenden Listenplatz, erzielte aber immerhin einen Achtungserfolg. Im Februar 2019 wurde ich dann Fraktionsvorsitzende und Geschäftsführerin meiner Fraktion. Bei der Kommunalwahl 2021 wollte ich nicht mehr antreten, schied aus der Stadtverordnetenversammlung aus und beendete meine Laufbahn in der Kommunalpolitik. Engagiert bin ich weiterhin als Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. und unterstütze dort zudem das Berater*innenteam und die Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem engagiere ich mich im Rahmen von freiwilligen Arbeitseinsätzen beim Volksbund Kriegsgräberfürsorge in der Pflege von Grabanlagen für Kriegstote im Ausland und dokumentiere auf meinen Reisen in einem eigenen Projekt die Kriegsgräber- und gedenkstätten, die mir begegnen.
Bei meiner Tätigkeit als freie Journalistin befasse ich mich mit einem weiten Themenspektrum. Es reicht von der Motorrad-Adventure-Szene über das Blauwasser-Segeln bis hin zu verschiedenen Aspekte rund um die Themen Nachhaltigkeit, Queer, Gefahrenabwehr und Sicherheit.