Ein ruhiges Audio-Reisetagebuch über eine lange Reise in die Südsee.Jede Folge ist ein kurzer, persönlicher Moment unterwegs – erzählt aus Flughäfen, von Überfahrten, aus Inselnächten und Zwischenräumen. Kein Video, nur Stimme, Geräusche und Gedanken.
Ein falscher Strand, ein verschwundener Pfad und stundenlanger Kampf durch den Dschungel.
Am Ende: Musik, Erschöpfung – und ein stilles Glück auf Taha’a.
Ein Arbeitstag in der Südsee.
Wind, Wärme, ein Ventilator und erstaunlich viel Konzentration. Auf Hiva Oa zeigt sich, wie produktiv Unterwegssein sein kann.
Manche Tage beginnen mit einem Plan – und enden ganz woanders. An diesem Morgen auf Raiatea hat mich ein Berg gerufen. Und ich bin ihm gefolgt.
Ein grauer Himmel über Huahine, Ukulelenklänge vom Hafen und ein Gefühl, das man auf Reisen am liebsten vermeiden möchte: Heimweh. Ein Tag, der schwer beginnt, sich langsam entfaltet und unter einem Blechdach mit Kaffee, Regen und neuer Klarheit endet.
Ein Roller, eine Insel und ein Tag voller kleiner Entscheidungen.
Und am Ende eine Absage, die sich nicht wie ein Verlust anfühlt, sondern wie ein leiser Ruf zurück zu dem, was von Anfang an gemeint war.
Mobiles Internet in Französisch-Polynesien funktioniert anders als in Europa. Wer nach Tahiti, Mo‘orea, Bora Bora oder auf die Tuamotus reist, merkt schnell: EU-Roaming gilt hier nicht. Wer arbeiten, navigieren, filmen oder posten will, braucht eine lokale Lösung. Hier erkläre ich, wie du unterwegs überall online bleibst.
Ein neues Jahr beginnt nicht leise, sondern in Gemeinschaft.
Zwischen Stimmen, Trommeln und geteiltem Essen entsteht Nähe – und ein Abschied von Tahiti, bevor der Weg weiterführt.
Manche Orte fühlen sich vertraut an, noch bevor man sie betritt.
Auf Raiatea, am Marae Taputapuatea, begegnet mir ein Wissen ohne Worte – getragen von Geschichte, Stille und einem Vollmond über dem Zelt.
Heute hat Tahiti mir gezeigt, dass Pläne hier nur lose Absprachen sind. Der Regen begann früh, noch vor dem eigentlichen Start in den Tag, und er blieb. Nicht als durchgehender Vorhang, sondern als ständiger Kommentar von oben – mal laut, mal leise, aber immer bestimmend.
Wer in französisch Polynesien unterwegs ist, begegnet ihm früher oder später: dem frisch produzierten Südsee-Energy-Drink, den viele Einheimische täglich am Morgen trinken. Er wird hier direkt vor Ort hergestellt, ohne künstliche Zusätze, ohne Farbstoffe, ohne Konservierungsmittel – und ist damit eine echte Alternative zu Kaffee oder industriellen Energydrinks.
Die Mischung besteht nur aus wenigen Zutaten: Ingwer, Kurkuma, Zitrone, Vanille, Zucker, etwas schwarzem Pfeffer und Wasser. Alle Komponenten werden frisch verarbeitet, abgefüllt und anschließend kühl gelagert. Empfohlen wird, das Getränk im Kühlschrank aufzubewahren und jeden Morgen ein kleines Glas davon zu trinken.
Warum diese Zutaten so wirkungsvoll sind:
Ingwer enthält Gingerole, die den Kreislauf anregen und entzündungshemmend wirken. Er gilt als natürlicher Booster für das Immunsystem.
Kurkuma ist reich an Curcumin, einem stark antioxidativen Stoff, der die Leberfunktion unterstützt, den Stoffwechsel aktiviert und Entzündungen hemmt. In Kombination mit etwas Pfeffer kann der Körper Curcumin deutlich besser aufnehmen.
Zitrone liefert Vitamin C, wirkt basisch und fördert die Verdauung. Der frische Säurekick weckt zusätzlich den Geist und sorgt für ein klares Gefühl am Morgen.
Vanille bringt nicht nur Geschmack, sondern wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann Stress reduzieren – ein angenehmer Gegenpol zu anregenden Zutaten.
Zucker dient hier nicht als reiner Süßstoff, sondern als Energieträger, der die belebende Wirkung von Ingwer und Zitrone unterstützt. Die Menge ist gering und dient vor allem der Haltbarkeit und dem geschmacklichen Gleichgewicht.

Das Ergebnis ist ein belebendes, leicht scharfes, frisches Getränk, das den Körper auf natürliche Weise aktiviert, ohne Herzrasen, ohne Koffeinabsturz und ohne künstliche Zusatzstoffe. Wer empfindlich auf Kaffee reagiert oder morgens sanfter in den Tag starten möchte, findet darin einen idealen Ersatz.
Auf Huahine kann man diesen Südsee-Energy-Drink vielerorts frisch kaufen – direkt aus lokaler Produktion, mit Zutaten, die zum Teil aus heimischen Gärten stammen. Ein echter Morgengruß aus der Südsee, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch gut tut.
Rauer Seegang, wenig Schlaf und ein Wiedersehen im Hafen: Tag 27 bringt mich zurück nach Tahiti.
Ein Banjo über dem Meer, ein Boot auf dem Rückweg und ein Mann, der mehr über die Welt verstanden hat als viele Bücher. Auf den Marquesas wird Zeit plötzlich greifbar – und Geschichte persönlich.
Im vergangenen Jahr sah ich Disneys Animationsfilm „Vaiana“ aus dem Jahr 2016 zur Vorbereitung auf meine erste Südseereise. Für mein reisejournalistisches Projekt „Reise um die Welt 2.0“ folgte ich den Spuren Georg Forsters durch Polynesien. Nun habe ich die neue Realverfilmung von „Vaiana“ im Kino gesehen – und dabei vieles wiedererkannt, was mir während meiner Reise begegnet ist.
Der ursprüngliche Film wurde von Ron Clements und John Musker inszeniert und erzählt von der jungen Vaiana, die ihre Heimatinsel Motunui verlässt, um gemeinsam mit dem Halbgott Maui das Herz der Schöpfungsgöttin Te Fiti zurückzubringen. Seine Geschichte greift Motive aus verschiedenen polynesischen Überlieferungen auf. Die Musik von Lin-Manuel Miranda, Opetaia Foaʻi und Mark Mancina gehörte zu den großen Stärken des Films. „Vaiana“ wurde 2017 sowohl als bester Animationsfilm als auch für den Song „How Far I’ll Go“ für einen Oscar nominiert.
Zehn Jahre später hat Disney aus diesem modernen Animationsklassiker einen Realfilm gemacht. Regie führte Thomas Kail, der vor allem durch seine Arbeit an den Musicals „Hamilton“ und „In the Heights“ bekannt geworden ist. Die junge australische Schauspielerin Catherine Lagaʻaia, die bei ihrer Auswahl erst 17 Jahre alt war, gibt als Vaiana ihr Kinodebüt. Dwayne Johnson, der Maui bereits in den Animationsfilmen seine Stimme lieh, spielt den Halbgott nun auch selbst. In weiteren Rollen sind John Tui als Häuptling Tui, Frankie Adams als Sina und Rena Owen als Großmutter Tala zu sehen. In Deutschland startete der Film am 9. Juli 2026 in den Kinos. Disney Deutschland
Erzählerisch hält sich die Neuverfilmung eng an die Vorlage: Wieder folgt Vaiana dem Ruf des Ozeans, wagt sich über das schützende Riff ihrer Insel hinaus und begibt sich mit Maui auf eine Reise, von der die Zukunft ihres Volkes abhängt. Gerade weil ich die polynesische Inselwelt inzwischen selbst kennengelernt habe, betrachtete ich den Film diesmal jedoch mit anderen Augen.
Ich habe Französisch-Polynesien auf allen Ebenen erkundet: unter Wasser, auf dem Wasser, an Land, auf den Bergen und im Dschungel. Deshalb entdeckte ich in der detailverliebten Neuverfilmung vieles wieder. Dazu gehört die Vorstellung von einer Insel als weiblichem Körper, wie sie in „Vaiana“ in der Gestalt Te Fitis besonders eindrucksvoll sichtbar wird.
Auf meiner Reise besuchte ich die Insel Huahine. Ihr Name wird mit dem weiblichen Körper in Verbindung gebracht; häufig wird sie auch als „Insel der Frau“ bezeichnet. Die Silhouette ihrer Berge erinnert tatsächlich an eine liegende, schwangere Frau. Anders als Te Fiti im Disney-Film liegt diese Frau jedoch nicht auf der Seite, sondern auf dem Rücken – mit deutlich erkennbarem Kopf, Brust und gewölbtem Babybauch.

Auch die Bilder der Unterwasserwelt weckten sofort Erinnerungen. Während meiner Reise begegneten mir mehrfach zahlreiche Rochen. Einmal schoss sogar ein Hammerhai an mir vorbei. Wenn im Film das Meer zu einem lebendigen Wesen wird und sich Menschen, Tiere, Inseln und Ozean miteinander verbinden, ist das natürlich ein Märchen. Zugleich trifft es aber etwas von der überwältigenden Präsenz des Meeres, die man in Polynesien tatsächlich erlebt.
Besonders aufmerksam habe ich die Boote betrachtet. In Neuseeland beschäftigte ich mich eingehend mit dem traditionellen polynesischen Bootsbau und der hoch entwickelten Navigation der großen pazifischen Seefahrerinnen und Seefahrer. In „Vaiana“ finden sich viele dieser Einzelheiten wieder: die Form der Auslegerboote, ihre Aufbauten, die Verschnürungen, Segel, Paddel und die Art, wie sich die Menschen auf den Booten bewegen. Auch die Häuser, Stoffe, Werkzeuge und kleinen Szenen des gemeinschaftlichen Insellebens sind mit großer Sorgfalt gestaltet.
Dieser Eindruck ist kein Zufall. An der Produktion wirkten mehr als 200 Darstellerinnen und Darsteller aus dem pazifischen Raum mit. Darüber hinaus waren Fachleute und Kunsthandwerker aus verschiedenen pazifischen Kulturen beteiligt. Kostüme, Tätowierungen, Boote und traditionelle Häuser wurden nach historischen und kulturellen Vorbildern gestaltet. Für die Gebäude auf Motunui kamen beispielsweise Verschnürungen aus Kokosfasern statt moderner Nägel zum Einsatz; für den Film entstanden außerdem mehr als 2.000 individuell gefertigte Kleidungsstücke.
Musikalisch setzt die Realverfilmung überwiegend auf die bekannten Lieder des Animationsfilms. Für die deutsche Fassung wurden sie neu eingesungen. Hinzu kommt mit „Along the Way“ ein neuer Song von Lin-Manuel Miranda, der im englischen Original von Catherine Lagaʻaia, Dwayne Johnson und Auliʻi Cravalho, der ursprünglichen Stimme Vaianas, gesungen wird.
In der deutschen Fassung zeigt sich allerdings auch eine Schwäche: Die Synchronisation passt nicht immer überzeugend zur deutlich feineren und realistischeren Mimik der Schauspielerinnen und Schauspieler. Gerade weil Gesichter und kleinste Regungen nun wesentlich nuancierter zu sehen sind als im Animationsfilm, fallen Abweichungen zwischen Lippenbewegungen, Stimme und Ausdruck stärker auf.
Dafür sind die Bilder umso gewaltiger. Die Farbenpracht von Feuer, Wasser, Land und Himmel entfaltet auf der großen Leinwand eine enorme Wirkung. Das Meer glitzert, leuchtet, droht und trägt; die Inseln wirken zugleich üppig, geheimnisvoll und verletzlich. Die Neuverfilmung macht aus der bereits sehr schönen Vorlage ein visuell überwältigendes Kinoerlebnis.
Wie der Animationsfilm ist auch diese Fassung ein empowerndes Märchen für Mädchen und junge Frauen. Vaiana wartet nicht auf einen Prinzen und muss auch nicht aus einer hilflosen Lage gerettet werden. Sie entdeckt ihre eigenen Fähigkeiten, übernimmt Verantwortung, stellt sich ihren Ängsten und überschreitet die Grenzen, die andere und sie selbst ihr gesetzt haben. Vor allem aber wagt sie den Blick hinter den Horizont.
„Vaiana“ war schon in seiner ersten Fassung ein liebevoll erzähltes und sehenswertes Polynesien-Märchen auf der Grundlage polynesischer Mythologie. Die Realverfilmung erzählt dieses Märchen nicht völlig neu, aber sie macht seine Welt körperlicher, farbenprächtiger und in vielen Einzelheiten greifbarer. Mir hat auch dieser Film wieder große Freude bereitet – vielleicht gerade deshalb, weil ich die Landschaften, Tiere, Boote und kulturellen Spuren, aus denen seine Welt zusammengesetzt ist, inzwischen selbst gesehen habe.
Ein Tag, der nicht enden wollte.
38 Stunden unterwegs, eine Datumsgrenze dazwischen – und eine Insel, die mich im Gestern empfängt. Tahiti wird zur Vortagsinsel: ein Ort des Ankommens, der Ruhe und der leisen Erkenntnis, dass Zeit manchmal ihr eigenes Tempo hat.
In der 54. Episode der wahren Geschichte von Georg Forsters Weltreise auf der HMS Resolution unter Kapitän Cook erreicht die Crew die Marquesas-Inseln.
Am 7. April 1774 erkundete Georg Forster gemeinsam mit Kapitän Cook die Insel Tahuata auf den Marquesas. Während ihrer Reise stießen sie auf dicht bewaldete Gebiete, Fundamente alter Häuser und reiche Wasservorkommen, die die fruchtbare Vegetation der Region unterstützten.
In der 56. Episode der Reise um die Welt mit Georg Forster und Kapitän Cook erleben wir die faszinierende Vielfalt der Marquesas-Inseln. Die Crew der HMS Resolution erkundet Tahuata und taucht in die Lebensweise der Inselbewohner ein.
In der 57. Episode der wahren Geschichte der abenteuerlichen Reise um die Welt von Georg Forster auf der HMS Resolution unter dem Kommando von Kapitän Cook erwartet euch eine spannende Erkundung der König-Georg-Inseln.
In der 58. Episode unserer historischen Erzählung begleiten wir die HMS Resolution auf ihrem direkten Kurs von den König-Georg-Inseln nach Tahiti, das von der Crew als „zweite Heimat“ betrachtet wird.
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Für einige Jahre lebte und arbeitete ich als Auslandskorrespondentin in Thailand. In dieser Zeit erlebte ich politische Unruhen, militärische Einsätze und Ausgangssperren in Bangkok. Gleichzeitig lief der Urlaub auf Phuket, Koh Samui oder in Pattaya vielerorts nahezu normal weiter. Politische...
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In der siebten Staffel meines Reisepodcasts Voyage 2 Go folge ich den Spuren des jungen Georg Forster und Captain James Cooks rund um die Welt. „Reise um die Welt 2.0“ verbindet ihre historische Expedition mit den Orten, Menschen und Geschichten der Gegenwart.
Ein Banjo über dem Meer, ein Boot auf dem Rückweg und ein Mann, der mehr über die Welt verstanden hat als viele Bücher. Auf den Marquesas wird Zeit plötzlich greifbar – und Geschichte persönlich.
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In der 60. Folge von Voyage2Go History begleitet ihr Georg Forster und die Crew der HMS Resolution auf ihrer Entdeckungsreise durch Tahiti.
In dieser Folge durchquere ich Palawan von Ost nach West nach Sabang am Südchinesischen Meer. Von dort fahre ich mit einem kleinen Auslegerboot zum Eingang des längsten schiffbaren unterirdischen Flusses der Welt. Und hinein.
Mit dieser Folge beginnt eine neue Coast 2 Coast Roundup-Reise durch Nordamerika. Ich lande in Boston, Massachusetts und gewöhne mich dort ein bisschen an die Eigenheiten des amerikanischen Alltags. Ich besuche die Schlösser der amerikanischen Könige des Kapitalismus und die Segelregatta des Vendee Globe Ocean Race ist auf einmal für mich ganz nah und doch unerreichbar fern.
Manila, die Hauptstadt der Philippinen, ist eine moderne Wunderstadt, die mit ihrer beeindruckenden alten Architektur, hoch aufragenden Wolkenkratzern, hektischer Straßenkultur und köstlichem Essen fasziniert. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich eine Stadt, die wie 16 Städte in einer ist, voller Wahnsinn und Chaos.
Im Jahr 1979 eröffnete das erste Kapselhotel im Innenstadtbezirk Umeda in Osaka. Geplant und gestaltet wurde es von dem japanischen Spitzenarchitekt Kisho Kurokawa. Seitdem hat diese platzsparende und preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit einen Siegeszug um den Erdball angetreten. Sie sind auch als Pod Hotels oder Wabenhotels bekannt.
Vanderbilt kam als viertes Kind zur Welt. Seine Vorfahren väterlicherseits stammten aus der Gemeinde De Bilt in der Provinz Utrecht, Niederlande. Die ursprüngliche Form des Familiennamens lautete van der Bilt, das heißt „aus De Bilt“. Diese Vorfahren wanderten 1650 aus. Vanderbilts Vater war ein armer Bauer und verdiente zusätzlich Geld mit Boottransportgeschäften im New Yorker Hafen. Vanderbilt...