Ich bin auf dem Weg zu einem Freiwilligen Arbeitseinsatz für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Drei Tage dauert die Anreise an unseren Zielort im litauischen Klaipėda. In deutscher Sprache hieß die Stadt früher "Memel" und war eine wichtige Stadt in der Provinz Ostpreußen vor dem Zweiten Weltkrieg.
„Panta rhei“ – „alles fließt“ ist einer der bekanntesten Lehrsätze des griechischen Philosophen Heraklit. Nicht zuletzt in Bezug auf die Zapfhähne und Cocktailshaker in den queeren Bars ist das derzeit zutreffend. Noch. Wer aber weiß, ob nicht demnächst doch wieder eine zweite Corona-Welle die vielen Partybilder von sich ungezwungen in den Armen liegenden Menschen aus meiner Instagram-Timeline schwemmt und für Monate wieder durch Lockdown-Selfies bei der Wohnzimmergymnastik ersetzt? Für viele Bereiche des Bar-, Klub- und Kleinkunstlebens, die kaum ein Wellental gespürt haben, wäre es der Untergang. Umso mutiger und bemerkenswerter ist, dass in der Frankfurter Szene Heraklits Sinnspruch des fortwährenden Formwechsels trotz Pandemie mit praktischer Bedeutung beladen wird. Denn hier vollzieht sich ein gelungener Generationenwechsel, bei dem Jung-Gastronom Max sowohl die Autographs Bar als auch die Blue Bar übernimmt. Erstere erhält wieder ihren Mädchennamen Tangerine, Letztere verschiebt er farblich ins wärmere Spektrum, sodass sie nun als Pink Bar reüssiert. Szene-Veteran Norbert weiß die über Jahre von ihm geführten Szene-Läden damit in guten Händen und eröffnete mir seine Übergabe-Entscheidung, wie es seine Art ist, leichthin mit einem Vers von Hermann Hesse: „Abschied nimmt die bunte Welt, / Die so lieb mir ward. / Hab ich auch das Ziel verfehlt, / Kühn war doch die Fahrt.“
Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin
„Panta rhei“ – „alles fließt“ ist einer der bekanntesten Lehrsätze des griechischen Philosophen Heraklit. Nicht zuletzt in Bezug auf die Zapfhähne und Cocktailshaker in den queeren Bars ist das derzeit zutreffend. Noch. Wer aber weiß, ob nicht demnächst doch wieder eine zweite Corona-Welle die vielen Partybilder von sich ungezwungen in den Armen liegenden Menschen aus meiner Instagram-Timeline schwemmt und für Monate wieder durch Lockdown-Selfies bei der Wohnzimmergymnastik ersetzt? Für viele Bereiche des Bar-, Klub- und Kleinkunstlebens, die kaum ein Wellental gespürt haben, wäre es der Untergang. Umso mutiger und bemerkenswerter ist, dass in der Frankfurter Szene Heraklits Sinnspruch des fortwährenden Formwechsels trotz Pandemie mit praktischer Bedeutung beladen wird. Denn hier vollzieht sich ein gelungener Generationenwechsel, bei dem Jung-Gastronom Max sowohl die Autographs Bar als auch die Blue Bar übernimmt. Erstere erhält wieder ihren Mädchennamen Tangerine, Letztere verschiebt er farblich ins wärmere Spektrum, sodass sie nun als Pink Bar reüssiert. Szene-Veteran Norbert weiß die über Jahre von ihm geführten Szene-Läden damit in guten Händen und eröffnete mir seine Übergabe-Entscheidung, wie es seine Art ist, leichthin mit einem Vers von Hermann Hesse: „Abschied nimmt die bunte Welt, / Die so lieb mir ward. / Hab ich auch das Ziel verfehlt, / Kühn war doch die Fahrt.“
Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin
Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.



Die im ehemaligen Ost-Preußen gelegene polnische Region Masuren habe ich mir vor allem deswegen als Reiseziel ausgesucht, weil der Name sich so anhörte, als sei es sehr weit weg. Nachdem ich nun heute den 2000sten Kilometer auf einer beeindruckenden, urwüchsigen Route durch den masurischen Landschaftspark gefahren bin, kann ich sagen: Es ist weit weg.
Einige waren schon eine Weile wach, weil der Hahn, der neben dem Hotel wohnt, seiner frühmorgendlichen Aufgabe nachgekommen ist. Mit Ohrenstöpseln schlief ich aber bis kurz vor sieben und vermied es so, nicht einmal vom Wecker aus dem Schlaf geholt zu werden. Vor dem Nebengebäude des Hotels, das sicher früher mal der Stall gewesen war, warteten wir gut zwanzig Minuten. Dann kamen zwei junge Mitarbeiterinnen herbei geeilt, die man augenscheinlich gerade aus dem Bett geholt hatte. Offenbar gab es zwischen der Hotelleitung und unserem Einsatzleiter ein Missverständnis darüber, wann wir abfahren und zuvor frühstücken wollten. Im Handumdrehen hatten die beiden Frauen jedoch alles gerichtet und um neun Uhr begannen wir die letzte Etappe unserer dreitägigen Anreise zum Arbeitseinsatz für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge im litauischen Klaipėda. Eine Weile schaukelten wir noch mit unserem Bus über die masurischen Landstraßen. Die russische Enklave Kaliningrad, das ehemalige Königsberg, liegt nun nördlich von uns und wir müssen beim polnischen Ort Suwalken durch den schmalen Korridor zwischen Weißrussland und dem Gebiet von Kaliningrad fahren.
Wenn ich mal einen Insektenkundler treffe, muss ich unbedingt fragen, was es mit diesen masurischen Mücken auf sich hat. Sie stechen durch Kleidung, der Größe nach zu urteilen stehen sie auf der evolutionären Ebene von Flughunden und ein halbes Dutzend ihrer Stiche genügt, um einen erwachsenen Menschen (mich) für eine Woche in den Wahnsinn zu treibe.
Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.
Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

Heute brachen wir zur Heimreise auf. Seit drei Tagen böllerte um Mitternacht vor unseren Zimmerfenstern ein Feuerwerk. Ich vermute, dass es zur Belustigung der Club-Gäste stattfindet. Oben auf dem Dach des Hotels im 21. Stock ist die „Sky-Bar". Man hört Gekreische beim Zerplatzen der Böller. Die Zerknallen direkt vor meinem Fenster und reißen nicht nur mich unsanft aus dem Schlaf. So war es auch in dieser letzten Nacht im litauischen Klaipėda.
Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.



Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.



Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

Endlich geht es los und meine Vorfreude ist groß, als ich die Stufen der hinteren Bustür hochsteige. Es fühlt sich an, als wäre ich gerade erst ausgestiegen. Dabei ist es schon beinahe ein Jahr her, als ich mit dem letzten Arbeitseinsatz des Volksbundes mit diesem Bus unterwegs war. Wir fahren geradewegs nach Osten, deswegen suche ich mir einen Sitzplatz auf der linken Fahrzeugseite, um nicht ständig in der Sonne zu sitzen.
Ich würde sagen, heute habe ich die bisher längste Strecke auf dem Landweg zurückgelegt. Von unserer Zwischenübernachtung in Masuren brachen wir um acht Uhr morgens mit dem Bus der Bundeswehr auf und erreichten nachmittags etwa um vier Uhr die deutsch-polnische Grenze in Frankfurt/Oder. Nachdem der Bus die anderen Teilnehmer des Arbeitseinsatzes am Bahnhof abgesetzt hatte, fuhr er Werner und mich zum Hotel Alt-Beresinchen. Dort hatten wir vor zwei Wochen unsere Motorräder in einer für diesen Zeitraum gemieteten Garage abgestellt. Wir fanden sie wohlbehalten vor, als wir das Garagentor öffneten.
Nicht frisch gestrichen, macht aber einen ordentlichen Job. Bei der Post zu Hause kann ich dafür online einen Nachforschungsauftrag aufgeben, um rauszufinden, wo die Anmeldung zu meiner Segelprüfung geblieben ist und bekomme die Briefe anderer Menschen. Das kann auch ganz aufregend sein
Seite 1 von 2
Von den Granitfelsen am Capo Testa über das Inselarchipel La Maddalena und die mittelalterlichen Gassen von Alghero bis zu den Spuren antiker Kulturen im Süden: Die sechste Staffel von Voyage 2 Go führt einmal quer durch Sardinien.
Die fünfte Staffel meines Reisepodcasts Voyage 2 Go führt mich auf die philippinische Insel Palawan. Die langgestreckte Provinz im Westen des Landes gilt als „Last Frontier“ – als letzte Grenze und einer der letzten wilden Landstriche der Philippinen. Mit dem Motorrad erkunde ich die Insel und...
In der vierten Staffel meines Reisepodcasts „Voyage to Go“ durchquere ich Nordamerika von der Atlantik- bis zur Pazifikküste. Mit dem Amtrak-Zug, dem Mietwagen und auf dem Pferderücken führt mich der „Coast to Coast Roundup“ von Rhode Island über Texas und den Westen der USA bis nach Calgary in...
Ein Banjo über dem Meer, ein Boot auf dem Rückweg und ein Mann, der mehr über die Welt verstanden hat als viele Bücher. Auf den Marquesas wird Zeit plötzlich greifbar – und Geschichte persönlich.
Rauer Seegang, wenig Schlaf und ein Wiedersehen im Hafen: Tag 27 bringt mich zurück nach Tahiti.
Ein Arbeitstag in der Südsee. Wind, Wärme, ein Ventilator und erstaunlich viel Konzentration. Auf Hiva Oa zeigt sich, wie produktiv Unterwegssein sein kann.
Hier gibt es alle Bilder zu den einzelnen Folgen meiner Tiger Tour durch Südostasien, auf der ihr in meinem Reisepodcast Voyage 2 Go von Folge 5 bis Folge 19 mit mir unterwegs wart:
In der Geschichte, die ich euch in dieser Staffel erzähle, reisen wir in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem jungen Georg Forster auf dem Segelschiff Resolution unter dem Kommando von Captain Cook um die Welt. In dieser 12. Folge der Reise versagen ihre Gewehre besuchen sie die neuseeländischen Ureinwohner das erste Mal auf ihrem Schiff wird erklärt, wie sie auf ihren...
In der 45. Episode von Voyage2Go History nimmt uns Georg Forster mit auf eine bewegende und schockierende Erkundung der neuseeländischen Südinsel. Gewalt, Kannibalismus und unerwartete Empathie zeichnen ein faszinierendes und düsteres Bild dieser Reise.
Wer Griechenland verstehen will, sollte nicht nur auf antike Tempel blicken. Das Nationale Historische Museum zeigt die Geschichte des modernen Griechenlands – geprägt von Aufständen, Kriegen und dem Ringen um Freiheit. Ein Ort voller Bilder, Geschichten und überraschender Einblicke.
Shawarma, ein Streetfood aus dem Nahen Osten, entstand im Osmanischen Reich. Dünn geschnittenes, gewürztes Fleisch wird auf einem Grillspieß geröstet und als Sandwich serviert. Der Begriff "Shawarma" stammt vom türkischen Wort "çevirme" (drehen) und beeinflusste weltweit Gerichte wie Döner Kebab und "Tacos al Pastor".
Bak kut teh ist ein in Brühe gekochtes Schweinerippchengericht, das in Malaysia und Singapur beliebt ist. Wörtlich aus dem Hokkien-Dialekt übersetzt, bedeutet Bak Kut Teh „Fleischknochentee“. Im einfachsten Fall besteht es aus Schweinerippchen, die in einer Brühe aus Kräutern und Gewürzen wie Sternanis, Zimt, Nelken, Fenchelsamen und Knoblauch stundenlang gekocht werden. Trotz seines Namens...