Für einige Jahre lebte und arbeitete ich als Auslandskorrespondentin in Thailand. In dieser Zeit erlebte ich politische Unruhen, militärische Einsätze und Ausgangssperren in Bangkok. Gleichzeitig lief der Urlaub auf Phuket, Koh Samui oder in Pattaya vielerorts nahezu normal weiter. Politische Krise und Ferienalltag können im selben Land fast unberührt nebeneinander bestehen. Wer dorthin reist, bringt Geld ins Land und stützt damit zunächst auch die bestehende Ordnung. Doch Tourismus schafft zugleich Austausch und Öffentlichkeit. Das Beispiel Spaniens zeigt, warum die Frage komplizierter ist als ein einfaches Ja oder Nein.
{flickr photo=46267118332 size=medium align=right vspace=5 hspace=5} Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte Mal eine Insel der spanischen Balearen besuchte. Und noch viel länger war ich nicht mehr auf dem Festland. Umso lieber bin ich deshalb der EInladung zu einem runden Geburtstag auf die Insel Mallorca gefolgt.
Und natürlich hatte ich einige Vorurteile im Gepäck, die ich schon seit den 90ern und dem Ballermann-Hype mit mir rumtrage.
Im Dezember ist natürlich vieles anders. Die Strände sind menschenleer, denn die Temperaturen von 17° C lassen weder das Bade inn der Sonne noch im Wasser zu. Auch die Bierbars an der Uferpromenade waren geschlossen. Einzig ein paar Titten-Bars hatten der Neon-Beleuchtung nach zu urteilen auf. Und der Bierkönig. Dort wohnten wir teilnahmslos und kopfschüttelnd einer Prügelei unter Betrunkenen bei, in deren Verlauf für die meisten Beteiligten zunehmend unklarer wurde worum es eigentlich ging und wer hier gegen wen antrat. Dennoch waren sie alle mit großem Eifer bei der Sache.
Den Tag über hatten wir mit der Fahrt zum Cap Formentor verbringen wollen und waren dazu auch nur mit geringfügiger Verspätung gestartet. Deren Verursacherin war ich, weil ich auf dem Weg zur Zimmertür mit viel Schwung und der Zahnbürste im Mund mit beiden Füßen in der für Hotels üblicherweise stramm unter der Matratze festgeklemmten Bettdecke hängen blieb.
Massenträgheit und Gravitation taten daraufhin ihr übliches und ich blieb mit geprelltem Ellenbogen, gezerrter Schulter und einigen mutmaßlich angeknacksten Rücken auf dem sehr harten balearischen Fliesenboden zurück.
Nachdem ich einen kurzen Bodycheck an mir selbst durchgeführt und in dessen Verlauf festgestellt hatte, dass in den kommenden Tagen mit erheblichen Verfärbungen, Schwellungen sowie Druck- und Bewegungsschmerzen zu rechnen sein würde, aber keine weiteren Maßnahmen notwendig sein würden, begannen wir die Fahrt.
Der Morgen präsentierte sich dabei noch wolkendurchwachsen und auch als wir den nördlichsten Punkt der Insel, das Cap Formentor erreicht hatten, hatte die Sonne das Grau noch nicht durchbrechen können.
Erst auf dem Rückweg brach die Wolkendecke zunehmend auf, so dass die wirklichen Strukturen der Klippen und das tiefe Blau des Meeres erst richtig zum Ausdruck kamen.
Und als dann die Sonne vollends die Oberhand gewann und auch die letzten Flusen am Himmel verscheuchte, kam das besondere Licht einer tiefstehenden Dezembersonne wirklich zur Geltung. Grün-Gelb die Wiesen, Haine und Felder. Im Hintergrund die in Dunst gehüllten Hügel und Berge in Nuancen von tiefdunklem Grün.
Und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon in der Altstadt von Alcúdia angekommen, nahmen in einer Bodega draußen sitzend einen Nachmittagskaffee ein und flanierten durch die engen Straßen der gepflegten und wegen zahlreicher Pratenüberfälle im 16. Jahrhundert mit festen Mauerringen umgebenen Kleinstadt, die einstmals ein wichtiges Machtzentrum des malloquinischen Nordens gewesen war.
Für einige Jahre lebte und arbeitete ich als Auslandskorrespondentin in Thailand. In dieser Zeit erlebte ich politische Unruhen, militärische Einsätze und Ausgangssperren in Bangkok. Gleichzeitig lief der Urlaub auf Phuket, Koh Samui oder in Pattaya vielerorts nahezu normal weiter. Politische...
Ein ruhiges Audio-Reisetagebuch über eine lange Reise in die Südsee.Jede Folge ist ein kurzer, persönlicher Moment unterwegs – erzählt aus Flughäfen, von Überfahrten, aus Inselnächten und Zwischenräumen. Kein Video, nur Stimme, Geräusche und Gedanken.
In der siebten Staffel meines Reisepodcasts Voyage 2 Go folge ich den Spuren des jungen Georg Forster und Captain James Cooks rund um die Welt. „Reise um die Welt 2.0“ verbindet ihre historische Expedition mit den Orten, Menschen und Geschichten der Gegenwart.
Ein Arbeitstag in der Südsee. Wind, Wärme, ein Ventilator und erstaunlich viel Konzentration. Auf Hiva Oa zeigt sich, wie produktiv Unterwegssein sein kann.
Ein Banjo über dem Meer, ein Boot auf dem Rückweg und ein Mann, der mehr über die Welt verstanden hat als viele Bücher. Auf den Marquesas wird Zeit plötzlich greifbar – und Geschichte persönlich.
In der siebten Staffel meines Reisepodcasts Voyage 2 Go folge ich den Spuren des jungen Georg Forster und Captain James Cooks rund um die Welt. „Reise um die Welt 2.0“ verbindet ihre historische Expedition mit den Orten, Menschen und Geschichten der Gegenwart.
In der 46. Episode von *Voyage2Go History* verlässt die HMS Resolution Neuseeland und sticht in gefährliche Gewässer. Die Besatzung beobachtet neugierig, wie Einheimische den weggeworfenen Schiffs-Zwieback sammeln und auf Schätze hoffen. Doch der Abschied führt sie in immer kältere Gefilde – bis sie riesige Eisfelder und Schnee entdecken, die den tahitianischen Begleiter Maheine in Erstaunen...
In dieser 18. Folge der Reise um die Welt treiben die Seefahrer mit den Einheimischen einen schwunghaften Handel. Dabei bieten die Matrosen Nägel und Beile und erhalten im Tausch die Frauen der Neuseeländer. Die Europäer setzen Nutztiere aus, die sich auf Neuseeland vermehren sollen. Kurz vor der Abreise werden sie noch einmal von einem feindseligen Kanu verfolgt.
Der Puerto Princesa Subterranean River National Park, ein geschütztes Gebiet auf der Insel Palawan in den Philippinen, ist eine faszinierende Naturschönheit, die nicht nur für ihre atemberaubenden Landschaften, sondern auch für ihre biologische Vielfalt bekannt ist. Hier sind einige Gründe, warum dieser Ort ein absolutes Muss für Reiseliebhaber ist:
Im vergangenen Jahr sah ich Disneys Animationsfilm „Vaiana“ aus dem Jahr 2016 zur Vorbereitung auf meine erste Südseereise. Für mein reisejournalistisches Projekt „Reise um die Welt 2.0“ folgte ich den Spuren Georg Forsters durch Polynesien. Nun habe ich die neue Realverfilmung von „Vaiana“ im Kino gesehen – und dabei vieles wiedererkannt, was mir während meiner Reise begegnet ist. Der...