Niederlande: Motorradfahrt nach Ysselsteyn

Nach zwei Übernachtungen nahe Göttingen steht heute die Anreise zum nächsten freiwilligen Arbeitseinsatz des Volksbunde Kriegsgräberfürsorge ins niederländische Ysselsteyn auf dem Plan. Die Wettervorhersage hatte angekündigt, dass er Tag feucht werden würde und ein Blick aus dem Fenster sagt, dass das stimmt. Ich packe meinen Koffer an das Motorrad. Es war unvernünftig, nicht beide Koffer mitzunehmen. Beim Fahren merke ich kaum einen Unterschied. Die Rechtskurven, wo der Koffer dran ist, fallen vielleicht etwas einfacher als die Linkskurven.

Ich habe aber einfach nicht genug Platz für meine Kleidung und muss alles stopfen. Am Navigationsgerät wähle ich nun die Einstellung „Kürzeste Zeit“ und gestatte auch eine Routenplanung über die Autobahn. Als Ankunftszeit wird mir 17:30 angezeigt, aber ich weiß, dass sich das noch nach hinten verschieben wird. Tatsächlich ist dann die A44 vor Dortmund gesperrt, ich muss ins Münsterland ausweichen und verliere fast eine Stunde. Eine weitere halbe Stunde verliere ich durch einen Tankstopp an einer Tankstelle mit Bezahlautomaten. In den Niederlanden begrüßt mich eine tiefschwarze Wolke mit einem Regenschauer, während gleichzeitig aber noch die Sonne scheint. Um 19 Uhr komme ich an der Jugendherberge der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn an. Die anderen aus dem Team dieses freiwilligen Arbeitseinsatzes sind schon da, haben gekocht und es gibt ein tolles Chili con Carne. Hätte ich das verpasst wäre ich wirklich traurig gewesen. Untergebracht bin ich in einem Holzhaus, das drei Vierbettzimmer hat. Ich habe ein Zimmer für mich allein. Nebenan schläft ein netter älterer Hamburger. Das Bad teilen wir uns. Ich denke mit soviel Platz lässt es sich zu zweit ganz gut aushalten.

Vlogs - Newsflash

In meinem letzten Video waren wir zusammen in der Stadt Ipoh, am Kinta-Fluss. Malaysias ehemalige Stadt der Millionäre. In diesem Video verlassen wir nun die Zivilisation und fahren in den Taman Negara - den ältesten Urwald der Welt. Dort leben wilde Elefanten, die letzten malaiischen Tiger und der ebenfalls vom Aussterben bedrohte Schabrackentapir. Schon vom Tembeling-Fluss aus, ist der Regenwald beeindruckend. Doch ich will mitten rein und unternehme eine Dschungel-Wanderung. Dort mache ich die Begegnung mit ganz anderen blutrünstigen Wildtieren: Blutegel. Doch der Urwald ist nicht nur die Heimat einer beindruckenden Tierwelt. Hier gibt es neben den gewaltigen Riesen der Urwaldbäume auch Pflanzen die heilen können - oder töten.

In meinem neuen Video zeige ich euch Ipoh, die Stadt, die mal 100 Jahre "Stadt der Millionäre" war und erzähle euch vom britischen Gesandten J.W. Birch, der es hier auf die (Speer-)Spitze trieb- von der falsche Seite.

Meine Reise durch Südostasien geht weiter. Heute brechen wir gemeinsam auf in Thailands Wilden Westen - in die Provinz Kanchanaburi. Dort fahre ich durch den Dschungel bis ans Ende von Thailand und an die grüne Grenze zu Myanmar. Dort begegne dem Volk der Mon.

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich in Bangkok lebte. Damals gab es viele der Möglichkeiten den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen noch nicht. Die Hochbahn war noch nicht erweitert und die U-Bahn auch nicht. Es gab auch die neuen zusätzlichen Buslinien noch nicht. Heute kann man mit Google die Verbindungen mit dem ÖPNV raussuchen und auch dann das Bussystem nutzen, wenn man kein Thai spricht.

Jessica Welt

Seit etwa einem Jahr lasse ich auf meinen Reisen einen GPS-Tracker mitlaufen und füge alle zurückgelegten Routen in diese Karte ein. Strecken, die ich auf dem Landweg zurückgelegt habe, kennzeichne ich orange, welche, die ich zu Fuß gelaufen bin in grün und die, die ich auf dem Wasser per Boot oder Schiff bewältigt blau.