Niederlande

  • Aufbruch in die Niederlande

    Gerade eben erst habe ich die Darmgrippe überwunden, die ich mir aus Nordafrika von der Motorradreise durch Marokko mitgebracht habe, da geht es auch schon wieder los. Meine nächste Reise führt mich in die Niederlande, wo ich ein drittes Mal in diesem Jahr mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ehrenamtlich auf einem deutschen Soldatenfriedhof arbeiten werde. Doch zuvor habe ich noch einen Zwischenstopp in Göttingen auf einer Tagung einzulegen.

    Göttingen liegt nicht ganz auf der Strecke, aber immerhin gewinne ich durch die Fahrt dorthin schon einmal etwas Höhe nach Norden. Auf dem GARMIN-Navigationsgerät habe ich wieder die Einstellung ausgewählt, mit der ich schon aus Kufstein zurückgefahren bin: „Kürzeste Strecke“ und „Autobahn vermeiden“. So führt mich die Route über kleine, wenig befahrene Nebenstraßen und auch die verkehrsreichen Bundesstraßen erspare ich mir so. Die sind nämlich zwar oft schneller, aber eben nicht kürzer.

    Durch die Wetterau, am Rande von Spessart und Rhön entlang erreichte ich den Vogelsberg, dann das Werratal und kam im Eichsfeld an. Dort habe ich mein Motorrad mit der Plane abgedeckt und bleibe hier bis Sonntag. Dann geht es weiter bis zur Kriegsgräberstätte Ysselstein in den Niederlanden.

  • Halbzeit in Ysselsteyn

    Obwohl es die ganze Nacht hindurch stark geregnet hatte, zeichnete sich durch den Morgennebel ein blauer Himmel ab. Die Gelegenheit war günstig und so nutzte ich die Zeit zwischen Frühstück und Arbeitsbeginn, um auf dem Soldatenfriedhof einige Fotos zu machen. Morgensonne, die durch den Nebel scheint, wirkt immer gut.

  • Im Oorlogsmuseum Overloon

    Manchmal muss man auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen

    Zum Glück haben wir heute nur am Vormittag gearbeitet, denn ab Mittag setzte starker Regen ein. Weil sich das schon am frühen Morgen abzeichnete, haben ich mit Rudi entschieden, dass wir erst gar nicht mit dem Verfugen anfangen, sondern zunächst eine überlaufende Regenrinne am Versorgungsgebäude der Jugendbegegnungsstätte reinigen. Es stellte sich heraus, dass die Regenrinne voll mit vermodertem Laub war. Außerdem hatte sie nicht genug Gefälle um das Regenwasser zum Fallrohr hin ablaufen zu lassen. Als die Rinne gereinigt war, lief das Wasser außen am Fallrohr nach unten. Denn mutmaßlich sind auch die Kanalrohre im Boden verstopft, so dass das Wasser im Fallrohr steht. Als ich den Blick schweifen ließ bemerkte ich, dass auch die Regenrinnen der anderen Unterkunfts-Bungalows verstopft waren. Wir dehnten deshalb unserer Reinigungsarbeiten auf alle Gebäude aus. Überall lag noch das Laub des ganzen Jahres drin. Viele waren schon durchgerostet und nirgends floss das Wasser richtig ab.

  • Niederlande: Ein Besuch in Amsterdam

    Unser Bus der Bundeswehr, mit dem wir nach Amsterdam gefahren sind, hat Besuch bekommen von einer Reisegruppe der Royal Air Force (RAF)

    Zu den Auslandsreisen der freiwilligen Arbeitseinsätze des Volksbunds Kriegsgräberfürsorge gehört nicht nur die Arbeit, sondern auch die gelegentliche Erkundung des Umlandes. Vor vier Tagen haben wir bereits im Nachbarort Overloon das Kriegsmuseum besucht. Heute fahren wir etwas weiter und besuchen die Metropole Amsterdam. Zwei Stunden brauchen wir dafür mit dem von der Bundeswehr für diesen Arbeitseinsatz zur Verfügung gestellten Bus, dann erreichen wir den Hauptbahnhof. Von dort haben wir zunächst Zeit zur freien Verfügung und ich nutze sie für einen Besuch des Rijksmuseum.

  • Niederlande: Erster Arbeitstag in Ysselsteyn

    Bei diesem freiwilligen Arbeitseinsatz auf der deutschen Kriegsgräberstätte Ysselsteyn sind wir Teilnehmer nicht in einem Hotel sondern in den Unterkünften der dazugehörigen Jugendbegegnungsstätte untergebracht. Der Herbst ist auch in Holland angekommen und die Nacht war etwas kälter, als ich mir gewünscht hätte. Am Morgen wurden die in der kommenden Woche zu verrichtenden Arbeiten vorgetragen: Auf dem Friedhof sind Äste und Zweige, die die Stürme dorthin getragen hatten, zusammen zu räumen. In den Betten vor dem Informationszentrum sind Gräben für ein Bewässerungssystem auszuheben und Unkraut zu jäten. Das Sichtmauerwerk des Eingangsbereichs muss neu verfugt werden. Ob sich jemand mit dem Mauern auskenne? Hier hob ich die Hand.

  • Niederlande: Ineraktive Arbeitsaufträge

    Heute Morgen gab es zunächst nichts für mich zu tun. Ich nutzte die Gelegenheit von Morgensonne und Frühnebel, um noh einige Bilder auf dem Kriegsfriedhof zu machen. Diese wurden sogar noch besser. Im Anschluss ging ich in das Informationszentrum, das zur Kriegsgräberstätte Ysselsteyn gehört. Das ist gerade letztes Jahr fertig geworden und topmodern. Auf großen Bildschirmen kann man interaktiv durch die Geschichte des Zweiten Weltkrieges in den Niederlanden scrollen. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, dass hier im Nachbarort Overloon, dort, wo das Kriegsmuseum ist, eine der heftigsten Schlachten um die Befreiung der Niederlande getobt hatte.

  • Niederlande: Motorradfahrt nach Ysselsteyn

    Nach zwei Übernachtungen nahe Göttingen steht heute die Anreise zum nächsten freiwilligen Arbeitseinsatz des Volksbunde Kriegsgräberfürsorge ins niederländische Ysselsteyn auf dem Plan. Die Wettervorhersage hatte angekündigt, dass er Tag feucht werden würde und ein Blick aus dem Fenster sagt, dass das stimmt. Ich packe meinen Koffer an das Motorrad. Es war unvernünftig, nicht beide Koffer mitzunehmen. Beim Fahren merke ich kaum einen Unterschied. Die Rechtskurven, wo der Koffer dran ist, fallen vielleicht etwas einfacher als die Linkskurven.

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