Landungsboot der US-Armee im Kriegsmuseum Overloon

Im Oorlogsmuseum Overloon

Zum Glück haben wir heute nur am Vormittag gearbeitet, denn ab Mittag setzte starker Regen ein. Weil sich das schon am frühen Morgen abzeichnete, haben ich mit Rudi entschieden, dass wir erst gar nicht mit dem Verfugen anfangen, sondern zunächst eine überlaufende Regenrinne am Versorgungsgebäude der Jugendbegegnungsstätte reinigen. Es stellte sich heraus, dass die Regenrinne voll mit vermodertem Laub war. Außerdem hatte sie nicht genug Gefälle um das Regenwasser zum Fallrohr hin ablaufen zu lassen. Als die Rinne gereinigt war, lief das Wasser außen am Fallrohr nach unten. Denn mutmaßlich sind auch die Kanalrohre im Boden verstopft, so dass das Wasser im Fallrohr steht. Als ich den Blick schweifen ließ bemerkte ich, dass auch die Regenrinnen der anderen Unterkunfts-Bungalows verstopft waren. Wir dehnten deshalb unserer Reinigungsarbeiten auf alle Gebäude aus. Überall lag noch das Laub des ganzen Jahres drin. Viele waren schon durchgerostet und nirgends floss das Wasser richtig ab.

Nach dem Mittagessen stiegen wir in den Reisebus der auch bei diesem Arbeitseinsatz des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge mit zwei Fahrern von der Bundeswehr bereitgestellt wurde und fuhren in das etwa 20 Kilometer entfernte Overloon. Dort gibt es das Ooorlogs Museum, das Kriegsmuseum, dass sich der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung widmet. Darüber hinaus werden umfangreiche Sammlungen von Militärtechnik aus jener Zeit ausgestellt.

Der erste Ausstellungsteil zur Zeit der deutschen Besatzung ist museografisch vom Allerfeinsten und mit zahlreichen interaktiven Elementen gestaltet. Wir hatten auch eine Museumsführerin, die uns leider mit sehr leiser Stimme und einigen Wortfindungsproblemen durch diesen Teil des Museums geleitete. Die zahlreichen gezeigten Militärfahrzeuge, Panzer, Geschütze und Flugzeuge erschlossen wir uns dann auf eigene Faust. In diesem Museumsteil überwiegt das Sammeln und Aufbewahren das Erklären und Einordnen. Über eine ganze Wandseite stehen tausend Granaten und Geschosskartuschen aufgereiht nebeneinander, ohne das nur ein einziges erklärendes Schild zu finden wäre. An einer anderen Wand finden sich etwa 50 Funkgeräte ohne weitere Hinweise. Ich nehme an, dass hier Privatsammlungen an das Museum vererbt wurden mit der Maßgabe, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Interessanter war dagegen ein riesiges Landungsboot der US-Armee. Ich gehe nicht davon aus, dass ich das mit meinem alten 3er-Führerschein und meinem Sportbootführerschein steuern dürfte.
Bemerkenswert sind auch die Pionier- und Trossfahrzeuge der US-Streitkräfte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie bilden das Rückgrat der kämpfenden Truppe, werden aber in militärhistorischen Museen nur sehr selten gezeigt. Einzigartig im Oorlogsmuseum Overloon ist der öffentliche Fahrradweg, der quer durch die Ausstellungshalle führt. Das dürfte weltweit einzigartig sein.  

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