Verfugen ist manchmal auch eine Arbeit in der Horizontalen

Halbzeit in Ysselsteyn

Obwohl es die ganze Nacht hindurch stark geregnet hatte, zeichnete sich durch den Morgennebel ein blauer Himmel ab. Die Gelegenheit war günstig und so nutzte ich die Zeit zwischen Frühstück und Arbeitsbeginn, um auf dem Soldatenfriedhof einige Fotos zu machen. Morgensonne, die durch den Nebel scheint, wirkt immer gut.

Anschließend setzten Rudi und ich die Reinigung der restlichen Regenrinnen der Gebäude der Jugendbegegnungsstätte fort. Bei den Lagergebäuden, die offenbar zu den ältesten gehören, waren die Regenrinnen besonders desolat. Bei der letzten verzichteten wir sogar ganz auf eine Reinigung, denn diese war so löchrig, dass selbst bei sauberer Rinne das Wasser nicht mehr das Fallrohr erreicht hätte, sondern schon vorher durch die Löcher abgeflossen wäre.

Nachdem wir diese Arbeit abgeschlossen hatten und das Wetter trocken zu bleiben schien, begannen wir wieder mit dem Verfugen der Eingangsmauer der Kriegsgräberstätte. Bis zum Mittag hatten wir die größten Löcher neu verfugt. Anschließend haderte ich einen Moment damit, wie sinnvoll es sei, auch die vielen weniger als ein Zentimeter großen Löcher auch zuzuschmieren. Weil aber heute keine sinnstiftendere Aufgabe mehr zu finden sein würde, mischte ich doch noch einmal einen halben Sack Fugenmörtel an. Um halb vier waren wir auch damit fertig und die Klinkermauer an der Frontseite des Soldatenfriedhofs deutlich ansehnlicher als zuvor.  
Weil dieser Arbeitseinsatz für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge nur für eine Woche angesetzt ist, sit heute schon die Halbzeit.

Vlogs - Newsflash

In meinem letzten Video waren wir zusammen in der Stadt Ipoh, am Kinta-Fluss. Malaysias ehemalige Stadt der Millionäre. In diesem Video verlassen wir nun die Zivilisation und fahren in den Taman Negara - den ältesten Urwald der Welt. Dort leben wilde Elefanten, die letzten malaiischen Tiger und der ebenfalls vom Aussterben bedrohte Schabrackentapir. Schon vom Tembeling-Fluss aus, ist der Regenwald beeindruckend. Doch ich will mitten rein und unternehme eine Dschungel-Wanderung. Dort mache ich die Begegnung mit ganz anderen blutrünstigen Wildtieren: Blutegel. Doch der Urwald ist nicht nur die Heimat einer beindruckenden Tierwelt. Hier gibt es neben den gewaltigen Riesen der Urwaldbäume auch Pflanzen die heilen können - oder töten.

In meinem neuen Video zeige ich euch Ipoh, die Stadt, die mal 100 Jahre "Stadt der Millionäre" war und erzähle euch vom britischen Gesandten J.W. Birch, der es hier auf die (Speer-)Spitze trieb- von der falsche Seite.

Meine Reise durch Südostasien geht weiter. Heute brechen wir gemeinsam auf in Thailands Wilden Westen - in die Provinz Kanchanaburi. Dort fahre ich durch den Dschungel bis ans Ende von Thailand und an die grüne Grenze zu Myanmar. Dort begegne dem Volk der Mon.

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich in Bangkok lebte. Damals gab es viele der Möglichkeiten den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen noch nicht. Die Hochbahn war noch nicht erweitert und die U-Bahn auch nicht. Es gab auch die neuen zusätzlichen Buslinien noch nicht. Heute kann man mit Google die Verbindungen mit dem ÖPNV raussuchen und auch dann das Bussystem nutzen, wenn man kein Thai spricht.

Jessica Welt

Seit etwa einem Jahr lasse ich auf meinen Reisen einen GPS-Tracker mitlaufen und füge alle zurückgelegten Routen in diese Karte ein. Strecken, die ich auf dem Landweg zurückgelegt habe, kennzeichne ich orange, welche, die ich zu Fuß gelaufen bin in grün und die, die ich auf dem Wasser per Boot oder Schiff bewältigt blau.