Queer

  • Anhänger der iranischen Opposition haben im Internet Hunderte Fotos von Männern in Frauenkleidung veröffentlicht, um ein mutmaßliche Diffamierungskampagne der Regierung nachzuahmen. Die hatte einen Studentenführer mit Kopftuch und in Frauenkleidung fotografiert. Majid Tavakoli wurde letzte Woche während einer großen, von Studenten angeführten Demonstartion verhaftet, nachdem er die Studenten in einer Rede dazu aufgefordert hatte, die „Tyrannei“ abzulehnen. Dem Aufruf folgten Sprechchöre mit dem Slogan „Tod dem Diktator“. Regierungsfreudnliche Medien berichteten Tavakoli habe die Frauenrobe und das Kopftuch angelegt um den Beghörden zu entgehen, sei aber dennoch verhaftet worden. Die Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht, veröffentlichte Bilder, die Tavakoli in einem schwarzen Tschador und blauen Kopftuch zeigen. Irans Opposition wehrte sich jetzt, indem sie auf Webportalen wie Facebook zahlreiche Bilder von Männern in Tschador und Kopftüchern zeigten. Tavakolis Anhänger beschuldigen die Polizei, den Studentenführer gezwungen zu haben, Frauenkleidung zu tragen um ihn zu demütigen und die Opposition zu diskreditieren.

  • "Vergangenen Samstagabend kam es auf der Zeil zu einem Angriff auf eine transexuelle Person. Vorfälle wie dieser seien jedoch kein Einzelfall, sagt Jessica Purkhardt von der Aidshilfe Frankfurt. Gerade die Konstablerwache sei ein Ort, an dem sich viele unsicher fühlten. [...]"

    Der ganze Artiklel im Journal Frankfurt vom 19. November 2020

  • "Vergangenen Samstagabend kam es auf der Zeil zu einem Angriff auf eine transexuelle Person. Vorfälle wie dieser seien jedoch kein Einzelfall, sagt Jessica Purkhardt von der Aidshilfe Frankfurt. Gerade die Konstablerwache sei ein Ort, an dem sich viele unsicher fühlten. [...]"

    Der ganze Artiklel im Journal Frankfurt vom 19. November 2020

  • "Vergangenen Samstagabend kam es auf der Zeil zu einem Angriff auf eine transexuelle Person. Vorfälle wie dieser seien jedoch kein Einzelfall, sagt Jessica Purkhardt von der Aidshilfe Frankfurt. Gerade die Konstablerwache sei ein Ort, an dem sich viele unsicher fühlten. [...]"

    Der ganze Artiklel im Journal Frankfurt vom 19. November 2020

  • Seit ich bei den Mitglied der GRÜNEN bin, arbeite ich in der Landesarbeitgemeinschaft QueerGRÜN an politischen Ideen und Konzepten, um wirkliche Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit für Lesben, Schwule, Transgender, Bisexuelle und Intersexuelle zu erreichen.
    Vor allem durch die vielen Initiativen der GRÜNEN hat sich die Lebenssituation für viele Lesben und Schwule heute deutlich verbessert. Es ist viel erreicht worden, aber noch viel mehr liegt vor uns. Folgende Kernforderungen gelten nach wie vor:

    • völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der Ehe
    • Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare
    • Verankerung des Diskriminierungsschutzes im Grundgesetz

    Für viele Menschen stellt ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität auch heute noch eine oft unüberwindbare Hürde für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben dar. Das gilt vor allem im ländlichen Raum und für Homosexuelle und Trans*-Menschen aber auch für Homosexuelle mit Behinderung oder Migrationshintergrund. Hier ist gesellschaftliche Isolation viel zu oft die Regel.
    Homo- und Transsexuelle Menschen mit MigrantInnen können viel zu oft nur in der Sexarbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Von Chancengerechtigkeit ist man hier weit entfernt.
    Gerade für Transsexuelle ist der Paragraphendschungel des Transsexuellengesetzes , das Gutachterverfahren, die damit verbundenen Kosten und das gerichtliche Antragsverfahren unüberwindbar. Auch ohne Migrationshintergrund und mit guten Deutschkenntnissen scheitern hier viel Betroffene.
    Ich setze mich deshalb für folgendes ein:

    • Transsexualität muss entpathologisiert werden. Gleichzeitig muss die Leistungspflicht der Krankenkassen rechtlich abgesichert werden.
    • Anstelle eines gerichtlichen Verfahrens soll die Änderung des Vornamens und des Personenstandes auf Antrag bei der zuständigen Behörde möglich sein.
    • Das Selbsbestimmungsrecht von Trans*-Personen muss durch Abschaffung der Begutachtung und des gerichtlichen verfahrens verwirklicht werden.
    • Ausbau des Offenbarungsverbot, dass die Ausforschung und Verwendung des früher geführten Vornamens und Personenstandes verbietet.
    • Das Transsexuellengesetz soll als Sondergesetz aufgehoben werden, die notwendigen Regelungen sollen in bestehendes Recht integriert werden.

    Auch homosexuelle Menschen mit Behinderung sind oft Opfer von Ausgrenzung. Nicht zuletzt findet diese Ausgrenzung auch in der Community selbst statt. Inklusion gilt für alle und für alle Bereiche des Lebens! Ich möchte deshalb den Diskurs über die Integration von Menschen mit Behinderung anregen. Gleichzeitig müssen hier auch öffentliche Angebote geschaffen werden, die die Anliegen dieser Menschen aufgreift und fördert. 
    Homo- und Transphobie ist noch in vielen Schulen gegenwärtig, wodurch homosexuelle oder trans* Jugendliche viel zu oft Ausgrenzung erfahren. Hier muss auf landes- und bundespolitischer Ebene mit einem Aktionsplan gegengesteuert werden. Gleichzeitig muss Homosexualität und Transsexualität auch Unterrichtsinhalt in hessischen Schulen werden. Totschweigen wie bisher ist verantwortungslos.

  • Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, verehrte Kolleginnen und Kollegen!

    Meine Erfahrungen im Leistungssport haben gezeigt, dass gerade homosexuelle Sportlerinnen und Sportler aus Osteuropa noch immer massiv unter Intoleranz und Diskriminierung leiden und sich aus Angst um ihr Leben verstecken müssen. Ich glaube, dieses Projekt ist für Athletinnen und Athleten und die, die uns besuchen, ein Lichtblick und eine Inspiration, weiter für eine bessere Akzeptanz in ihren Heimatländern zu kämpfen. Das sage nicht ich, ich bin keine Leistungssportlerin, sondern das sagt die Olympiamedaillengewinnerin Imke Duplitzer. Welches Projekt meint sie damit? Die Fecht‑Sportlerin meint Outreach‑Osteuropa, ein Förderprogramm für schwul-lesbische Sportlerinnen und Sportler aus Osteuropa, ein Beitrag zur gesamteuropäischen Integrationsarbeit. Durchgeführt wird das im Rahmen des XMAS Turniers des Frankfurter Volleyball Vereins. Ein Multisportprogramm, ein ideales Forum für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Osteuropa für Austausch, Begegnung und persönliche Emanzipation, ein Stück Lebensqualität als Teil der Gay Community.

  • jessica purkhardt illu„Der Mensch ist kein Tier, weil er weiß, dass er eins ist“, erklärte der Philosoph Hegel vor 200 Jahren die Trennlinie zwischen Mensch und Tier. Unabhängig von der Frage des Bewusstseins ist unser Erbgut tatsächlich zu 90 % mit dem des Schweins identisch. Die praktische Trennlinie liegt hier in der Tatsache, dass die einen die anderen fressen. Umgekehrt ist es fast nie. Mit der Taufliege haben wir immerhin auch 60 % gemeinsame Gene. Mit dem Hefepilz beschämende 30 %.

    Was den Mensch in Wahrheit von allen anderen Lebewesen abgrenzt, sind Intelligenz, Kreativität und die Fürsorge für andere Menschen. Nichts davon ist brauchbar, wenn man einem Säbelzahntiger gegenübersteht. Aber alle drei Fähigkeiten sind wichtig, um als Menschen zusammenleben zu können.

    Elfi König hat über drei Jahrzehnten gezeigt, was Menschlichkeit bedeutet, indem sie mit HIV infizierte und an AIDS erkrankte Menschen betreut hat. Das ist vor allem deshalb besonders, weil sie es in einer Zeit getan hat, als das Stigma von HIV und AIDS noch weitaus größer war, als es heute leider immer noch ist. Dafür hat Elfi selbst Ausgrenzung hinnehmen müssen aber trotzdem weiter gemacht. Für diese Selbstlosigkeit hat ihr die Bundesrepublik Deutschland nun das Bundesverdienstkreuz verliehen.
    Wem auch sonst, wenn nicht solchen Menschen?

    Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

  • jessica purkhardt illuDer Name des einen lässt sich zumindest für die hiesigen Zungen gut aussprechen, der des anderen ist dagegen vergleichsweise sperrig. Beiden gemein ist – neben ihrer Homosexualität – die mutmaßlich vergebliche Anwartschaft auf einen politischen Spitzenposten ihres Landes.
    Sowohl der deutsche Jens Spahn als auch der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg mussten sich dabei mit mal mehr, mal weniger subtilen homophoben Ressentiments herumschlagen.
    Hierzulande sorgte sich die Boulevardpresse, ob denn Spahns christdemokratische Partei „modern genug für einen schwulen Kanzler“ sei. Auf der anderen Seite des Atlantiks fürchteten Kommentatoren derweil um die seelische Zerrüttung von Kindern und Jugendlichen durch einen Präsidenten Buttigieg, der gelegentlich mal seinen Ehemann küsst.
    Ob Homosexualität in Deutschland und den USA des Jahres 2020 noch immer ein Ausschlusskriterium für die Ausübung eines politischen Führungsamtes ist, wird sich zeigen. Außerdem gibt es natürlich noch zahlreiche andere Merkmale, die für eine Niederlage im politischen Wettstreit ausschlaggebend sein können. Umgekehrt zeigt der Abgang der CDU-Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer ein wenig, dass man auch mit wiederholten kritischen Äußerungen gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und plumpen Fastnachts-Witzchen über geschlechtliche Vielfalt langfristig keinen Blumentopf gewinnen konnte.

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  • ["Ein Einsatz der Polizei am Dienstagabend sorgt für Irritationen – zumindest bei den Frankfurter Grünen in Gestalt der Stadtverordneten Jessica Purkhardt."]
    Der ganze Artikel in der Frankfurter Rundschau

  • "[...] Die Polizeikontrollen rückte die Grünen-Stadtverordnete Jessica Purkhardt in die Nähe einer gezielten Diskriminierung Schwuler und Lesben. "Razzia in der schwulen Szene #FFM in der Alten Gasse mit Kontrolle aller anwesenden Personen in den Lokalen?! Was soll das?", twitterte sie.[...]"
    Der ganze Artikel auf hessenschau.de

  • ["In der Alten Gasse kontrollierten Beamte Lokale und Gäste. Eine Grünen-Politikerin findet das "alarmierend", während die Polizei von Routine spricht."]
    Zum Artikel auf Queer.de

     

  • jessica purkhardt illuIst queer sein in? Um diese Frage zu beantworten wäre zunächst zu klären, was queer bedeutet. Um das zu leisten, müsste diese Kolumnenspalte jedoch mehrere Meter nach unten verlängert werden. Die Lebensrealität zeigt jedenfalls, dass queer und LGBTIQ* nicht zwangsläufig deckungsgleich sein müssen. Beispielsweise haben viele Schwule, Lesben und transidente Menschen für sich einen Lebensentwurf gewählt, der von Queerness im Sinne der Wortbedeutung (leben und lieben jenseits der Mehrheitsgesellschaft) deutlich entfernt liegt. Anderseits leben und lieben viele Menschen sehr anders als die Mehrheitsgesellschaft, durchkreuzen Normen, stehen aber dennoch fest auf dem Boden von Heterosexualität und Cisgeschlechtlichkeit. Zu LGBTIQ* zählen sie genau genommen also nicht. Queer sind sie aber ohne Frage.

    Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin

  • "In einer Stadt darf es [...] keine No-Go-Areas für bestimmte Menschengruppen geben. Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss", erklärte etwa die queere Aktivistin Jessica Purkhardt, ein Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe Frankfurt. "Wir erwarten deshalb, dass der aktuelle Gewaltübergriff auf einen queeren Menschen nun in der öffentlichen Diskussion und bei den Sicherheitsbehörden zum Anlass genommen wird, die Sorgen der LGBTIQ+-Community angemessener zu berücksichtigen."

    Der ganze Artikel auf Queer.de am 18. November 2020

  • "In einer Stadt darf es [...] keine No-Go-Areas für bestimmte Menschengruppen geben. Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss", erklärte etwa die queere Aktivistin Jessica Purkhardt, ein Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe Frankfurt. "Wir erwarten deshalb, dass der aktuelle Gewaltübergriff auf einen queeren Menschen nun in der öffentlichen Diskussion und bei den Sicherheitsbehörden zum Anlass genommen wird, die Sorgen der LGBTIQ+-Community angemessener zu berücksichtigen."

    Der ganze Artikel auf Queer.de am 18. November 2020

  • "In einer Stadt darf es [...] keine No-Go-Areas für bestimmte Menschengruppen geben. Eine Stadtgesellschaft darf es nicht hinnehmen und muss sich dagegen wehren, dass ein Teil von ihr Orte im Herzen der Stadt nach Einbruch der Dämmerung sicherheitshalber meiden muss", erklärte etwa die queere Aktivistin Jessica Purkhardt, ein Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe Frankfurt. "Wir erwarten deshalb, dass der aktuelle Gewaltübergriff auf einen queeren Menschen nun in der öffentlichen Diskussion und bei den Sicherheitsbehörden zum Anlass genommen wird, die Sorgen der LGBTIQ+-Community angemessener zu berücksichtigen."

    Der ganze Artikel auf Queer.de am 18. November 2020

  • jessica purkhardt illu„Unsere Nation ist gegründet auf dem Glauben, dass alle von uns gleich sind und es verdienen ihre eigene Vorstellung von Glück anzustreben, das meiste aus unseren Talenten zu machen, zu sagen, was wir denken, unangepasst zu sein.  Vor allem aber, sich selbst treu zu bleiben.  Diese Freiheit bereichert uns alle. […] Und jeden Tag wird es besser“, sagte der damalige US-Präsident Barack Obama in seiner Videobotschaft für das „It Gets Better Project“. Eine Aktion des Kolumnisten Dan Savage für queere Jugendlichen, die Ziel von Ausgrenzung und Mobbing waren.

    Und tatsächlich erreichte die Zustimmung in der Bevölkerung zur gleichgeschlechtlichen Ehe in jenen Jahren den bis dahin höchsten Stand. Im Jahr 2015 ebnete dann eine wegweisende  Entscheidung des Obersten Gerichts der USA den Weg zur rechtlichen Gleichstellung.

    Dass die gesetzlichen Regelungen endlich besser würden, erhofften sich hierzulande auch viele transidente Menschen, als das Bundesverfassungsgericht 2011 entschied, die Sterilisation als Voraussetzung für die formale Änderung des Geschlechtseintrages auszusetzen. Die Zuversicht war groß, dass bald eine Reform des unzeitgemäßen Transsexuellengesetzes folgen würde. Reformvorschläge lagen längst auf dem Tisch und die Absichtserklärungen der Politik waren zahlreich.

    Umso größer ist nun die Enttäuschung über den jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf, der weiterhin ein gerichtliches Verfahren vorsieht und neue Hürden einzieht.

    Sicher, es wird besser. Nur zu langsam.

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  • Regenbogenkreisel 2020

    Auch in diesem Jahr habe ich mit anderen Engagierten dafür gesorgt, dass sich die Menschen über den frisch gestrichenen Regenbogenkreisel freuen können.

  • jessica purkhardt illuKann man etwas reparieren, das gar nicht kaputt ist? Das Mofa meiner Jugend würde sagen: nein.
    Es lief wie eine Nähmaschine, fuhr aber zu meinem damaligen Bedauern auch nur unwesentlich schneller. Deshalb fummelte ich so lange daran herum, bis es noch langsamer fuhr, dann nicht mehr ansprang und schlussendlich doch kaputt war.

    Das war mir eine Lehre, die ich seitdem auf viele andere Alltagsbereiche anwende. Entsprechend habe ich nie verstanden, weshalb Menschen, die nicht krank sind, behandelt werden müssen und die Solidargemeinschaft der Krankenkassen auch noch dafür aufkommt.

    In diesem Jahr ist es 25 Jahre her, dass in Deutschland der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches abgeschafft wurde. Schon vier Jahre zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen.
    Trotzdem war es hierzulande weitere 29 Jahre lang erlaubt, gesunde aber gleichgeschlechtlich begehrende Menschen mit sogenannten Konversionstherapien in die Hetero- oder Asexualität pressen zu wollen. 

    Es ist höchste Zeit, dass jetzt ernsthaft ein Verbot dieser Quälerei angestrebt wird, in einem Land, in dem die Sicherheitsbestimmungen ansonsten gerne mal in die Bevormundung hineinreichen.
    Warum das so lange gedauert hat? Nach meiner Diagnose waren früher wohl bei einigen Verantwortlichen entweder der Vergaser verstopft oder die Kolbenringe verschlissen.

  • In diesem Jahr haben in Schweden 60 Menschen den Antrag auf eine Geschlechtsangleichende Operation gestellt. Die meisten Betroffenen können nach dem Eingriff ein besseres Leben führen, aber eine neue Studie zeigt, dass das Risiko von Selbstmord und psychischen Problemen weiterhin hoch bleibt, schreibt die Zeitung Dagens Nyheter.
    „Für die meisten Transsexuellen verbessert sich ihr Lebensalltag, aber unmittelbar nach der Operation ist es nicht einfach,“ berichtet Cecilia Dhejne, Ärztin und Wissenschaftlerin am Karolinska Universitätskrankenhaus in Huddinge, dem Blatt.

    Ihre Studie zeigte auf, dass Transsexuelle im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ein fünfmal höheres Risiko für versuchten Selbstmord haben.
    Auch seinen sie dreimal häufiger in psychatrischer Behandlung, ist in der bisher unveröffentlichten Studie zu lesen.

    „Diese Menschen haben lange zeit im falschen Körper gelebt und das hinterlässt Spuren. Viele haben während ihrer Entwicklung mit einer unterdrückten Sexualität gelebt, wurden verspottet und leiden unter einem niedrigen Selbstwertgefühl“, so Dhejne.
    Frühere Ergebnisse aus der Wissenschaft zeigen auch, dass psychologische Probleme auch bei Transsexuellen ohne Operation häufig vorkommen.
    Transsexuelle haben auch ein dreimal höheres Risiko früher zu sterben.

    „Wir wissen nicht genau, warum. Es kann mit Suizid zu tun haben, oder aber, dass sie Hormone eingenommen haben, die den Organismus weit mehr schädigen als die, die wir heute einsetzen. Entsprechend können es dann Herzkrankheiten sein, die hinter der höheren Mortalität stehen.“
    Dennoch glauben die Forscher, dass die Mehrheit, von dem Geschlechtsangleichenden Eingriff profitiere, eine These, die von einer weiteren Studie aus Lund gestützt wird.
    Die Studie, an der 60 Personen teilnahmen, zeigte, dass fast alle nach einem Zeitraum von fünf Jahren ein besseres Leben führten. Sowohl die Arbeitssituation, ihre Beziehung als auch das Sexualleben hatten sich verbessert.
    Die Zahl der Anträge auf eine Geschlechtsangleichende Operation steigt in Schweden von Jahr zu Jahr.
    Bis zum heutigen Tag haben sich fast 700 Menschen dem Eingriff unterzogen. Die meisten von ihnen von männlich zu weiblich.

  • Zwischen den ZeilenSchweißglänzende Haut über schwellenden Muskeln. Der Blick entschlossen in die Ferne gerichtet, während am Gerät mit der Gleichmäßigkeit eines Uhrwerks Stapel schwarzer Gewichtsblöcke auf und nieder surren.
    Es ist die Vorstellung vieler, die als Konsequenz aus dem zum Jahreswechsel gefassten Vorsatz, im Jahr 2018 den schon immer ersehnten Adoniskörper zu erreichen, die Fitness-Studios berennen.

    Tatsächlich findet man in den Sportstätten dann jedoch ein vollkommen anderes Bild vor. Zwar sind beinahe alle Kraftmaschinen besetzt, in Betrieb sind dabei aber vor allem die Smartphones. Als ungefähre Gesetzmäßigkeit gilt: Einem einminütigen Satz Muskelertüchtigung folgt eine Viertelstunde Facebook-Konsultation.
    Unlängst fand ich beim Betreten der Damenumkleide meines Sportstudios eine Frau vor, die nur mit Büstenhalter und linker Socke bekleidet im Raum stehend, in eine intensive WhatsApp-Konversation vertieft war und die ich auch nach meiner Rückkehr eineinhalb Stunden später in derselben Positur und Blöße antraf.

    Männer, die an der Eiweißshake-Bar des Studios das mittlerweile dritte Hefeweizen konsumierend ans klingelnde Handy gehen und nach ihrem Aufenthaltsort gefragt antworten „Ich bin im Fitness-Studio. Trainieren“, sagen zwar nicht die Unwahrheit, erzeugen aber doch am anderen Ende der Leitung ein falsches Bild.

    Die ganze Kolumne weiterlesen im GAB-Magazin