Der Reisebuddy

Heute morgen gab es zum Frühstück Reis und Bohnen mit einem Spiegelei oben drauf. Ich habe es gerne gegessen, denn es lohnt sich,  sich frühzeitig daran zu gewöhnen, denn je mehr ich auf dieser Motorradreise in das Landesinnere vorstoße, umso öfter werde ich keine andere Wahl haben, als mich mit Reis und Bohnen und eventuell einem Spiegelei obendrauf zufrieden zu geben. Gestern habe ich schon am Flughafen Sean aus London getroffeb. Er wird ebenfalls mit auf dieser Tour durch Kolumbien sein und heute morgen hatten wir beim Frühstück das erste Mal die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wie sich herausgestellte, ist er ein sehr angenehmer, humorvoller und kultivierter Zeitgenosse und wir haben sofort gemeinsam eine Wanderung in die Innenstadt von Cali unternommen.

Unter anderem haben wir heute das archäologische Museum in der Innenstadt besucht, das in einem alten, kolonialen Gebäude untergebracht ist. Die Stadt ist doch tagsüber sehr von Abgasen, Hupen und vielen, vielen Menschen geprägt. Der ruhige Garten im Inneren des Museums ist deshalb ein schöner Rückzugsraum und ich habe ihn genutzt um meinen zweiten Video Logbucheintrag aufzuzeichnen. Am Abend haben Sean und ich einen weiteren Spaziergang in die Stadt unternommen auf der Suche nach einem Fischrestaurant. Wir fanden keins und aßen deshalb in einem ausgezeichneten kleinen Restaurant in unmittelbarer Nähe von unserem Hotel tolle hausgemachte Hamburger. Alles in allem haben wir heute mehr als 10 km zu Fuß zurückgelegt.

Vlogs - Newsflash

In meinem neuen Video zeige ich euch Ipoh, die Stadt, die mal 100 Jahre "Stadt der Millionäre" war und erzähle euch vom britischen Gesandten J.W. Birch, der es hier auf die (Speer-)Spitze trieb- von der falsche Seite.

Meine Reise durch Südostasien geht weiter. Heute brechen wir gemeinsam auf in Thailands Wilden Westen - in die Provinz Kanchanaburi. Dort fahre ich durch den Dschungel bis ans Ende von Thailand und an die grüne Grenze zu Myanmar. Dort begegne dem Volk der Mon.

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich in Bangkok lebte. Damals gab es viele der Möglichkeiten den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen noch nicht. Die Hochbahn war noch nicht erweitert und die U-Bahn auch nicht. Es gab auch die neuen zusätzlichen Buslinien noch nicht. Heute kann man mit Google die Verbindungen mit dem ÖPNV raussuchen und auch dann das Bussystem nutzen, wenn man kein Thai spricht.

Es ist der erste freie Tag bei unserem freiwilligen Arbeitseinsatz für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Litauen. Unsere Arbeit bedeutet nicht nur Schuften auf dem Soldaten friedhof. Am Wochenende nutzen wir auch die freie Zeit, um uns von der recht anstrengenden körperlichen Arbeit zu erholen und das Land zu erkunden, das wir besuchen. Denn für uns ist auch die Völkerverständigung und die Aussöhnung der Menschen in Europa und der Welt wichtig. Deswegen besuchen wir Orte, die in einem historischen Bezug stehen zu den Zeiten, als hier Krieg herrschte und die deutschen Soldaten ihr Leben verloren, deren Gräber und Andenken wir nun bewahren. Heute besuchen wir das Memelland und fahren als erstes zur alten ostpreußischen Bahnstation von Priekule (deutsch Prökuls). Von dort geht es weiter zur Vogelwarte von Vente im Windenburger Eck. Nach einem köstlichen landestypischen Mittagessen im Dorf Minija folgt eine Schifffahrt auf dem gleichnamigen Fluss. Wegen schlechtem Wetter müssen wir bald umkehren und fahren weiter nach Šilutė (deutsch Heydekrug). Der Ort wurde im Krieg weitgehend verschont und hat sein Aussehen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte größtenteils bewahren können. Von dort fahren wir weiter nach Rusne (deutsch: Ruß), wo Litauen endet und die russische Enklave Kaliningrad (deutsch: Königsberg) beginnt. Überall sehen wir, wie die litauische Geschichte und Kultur parallel mit der deutschen gewachsen ist und wie eng sie verbunden sind.

Jessica Welt

Seit etwa einem Jahr lasse ich auf meinen Reisen einen GPS-Tracker mitlaufen und füge alle zurückgelegten Routen in diese Karte ein. Strecken, die ich auf dem Landweg zurückgelegt habe, kennzeichne ich orange, welche, die ich zu Fuß gelaufen bin in grün und die, die ich auf dem Wasser per Boot oder Schiff bewältigt blau.