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ZWISCHEN DEN ZEILEN

Ist Vielfalt ein Wert an sich?
Über diese Frage dachte unlängst Bundespräsident a.D. Joachim Gauck als Gastprofessor vor Studierenden der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nach.
Ob es so ist, darüber sind das ehemalige Staatsoberhaupt und ich möglicherweise unterschiedlicher Auffassung. Denn Gauck zeigte sich in seinem Vortrag erschreckt, wohin es geführt habe, „wenn Vielfalt derart akzeptiert und honoriert“ werde.

Unabhängig davon, welcher Meinung man in dieser Frage sein mag, ist Vielfalt in der lebendigen Natur eine Tatsache und darüber hinaus Grundvoraussetzung für das eherne Prinzip der Evolution. Daraus ist nach mehreren Anläufen immerhin auch der moderne Mensch hervorgegangen.
Aber auch mehr als 100.000 verschiedene Spinnenarten.
Ein Verhältnis über das wiederum ich mich erschreckt zeige, sind die Spinnen damit doch vor dem Hintergrund der Vielfalt des Lebens vergleichsweise überrepräsentiert.
In ihrer Welt mögen sie vielleicht als schön gelten, doch die meisten Menschen finden Spinnen mit ihren acht Beinen und zehn Augen ziemlich garstig.
Allerdings hat auch die Bundesrepublik seit ihrer Gründung einschließlich Joachim Gauck nur ältere, weiße Männer zum Staatsoberhaupt gehabt, womit diese Gruppe gemessen an der Vielfalt in der Gesellschaft ebenfalls deutlich überrepräsentiert ist.

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Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks bestand bei der von einem externen IT Dienstleister entwickelten und von der Stadt Frankfurt genutzten Online-Plattform zur Beantragung von Anwohnerparkausweisen durch eine Datenschutzlücke die Möglichkeit zur missbräuchlichen Abfrage von Daten des Frankfurter Einwohnermeldeamtes.

Ich frage den Magistrat:

Ist es zu mutmaßlich missbräuchlichen Datenabfragen gekommen, die sich beispielsweise durch gehäufte Eingaben in kurzen Zeitabständen ohne abschließende Beantragung eines Ausweises erkennen lassen, und mit welchen Maßnahmen soll das zukünftig verhindert werden?

Im Sommer 2017 hat der deutsche Gesetzgeber die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, eine lesbische Frau ist Bundesumweltministerin und die stellvertretende Vorsitzende des V. Zivilsenats des BGH ist transident. Gleichzeitig geben drei von vier lesbischen, schwulen und transidenten Arbeitnehmer*innen in Deutschland an, am Arbeitsplatz bereits Diskriminierung auf Grund ihrer sexuellen Identität erlebt zu haben.

Wie selbstverständlich oder problematisch ist also ein Coming-out am Arbeitsplatz? Oder ist sexuelle Identität Privatsache, die am Arbeitsplatz keine Rolle spielen sollte?

Hierüber möchte die internationale Anwaltskanzlei Simmons & Simmons mit den folgenden Podiumsteilnehmer*innen diskutieren:

  • Gero Furchheim, CEO (Cairo AG) und Präsident des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland
  • Jessica Purkhardt, Stadtverordnete der Stadt Frankfurt am Main und Dipl.-Online-Journalistin
  • Gernot Sendowski, Director, HR Global Diversity & Inclusion (Deutsche Bank) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Charta der Vielfalt
  • Sascha Kuhn, Partner, Rechtsanwalt und Mediator (Simmons & Simmons LLP) (Moderation)

Zwischen den ZeilenSchweißglänzende Haut über schwellenden Muskeln. Der Blick entschlossen in die Ferne gerichtet, während am Gerät mit der Gleichmäßigkeit eines Uhrwerks Stapel schwarzer Gewichtsblöcke auf und nieder surren.
Es ist die Vorstellung vieler, die als Konsequenz aus dem zum Jahreswechsel gefassten Vorsatz, im Jahr 2018 den schon immer ersehnten Adoniskörper zu erreichen, die Fitness-Studios berennen.

Tatsächlich findet man in den Sportstätten dann jedoch ein vollkommen anderes Bild vor. Zwar sind beinahe alle Kraftmaschinen besetzt, in Betrieb sind dabei aber vor allem die Smartphones. Als ungefähre Gesetzmäßigkeit gilt: Einem einminütigen Satz Muskelertüchtigung folgt eine Viertelstunde Facebook-Konsultation.
Unlängst fand ich beim Betreten der Damenumkleide meines Sportstudios eine Frau vor, die nur mit Büstenhalter und linker Socke bekleidet im Raum stehend, in eine intensive WhatsApp-Konversation vertieft war und die ich auch nach meiner Rückkehr eineinhalb Stunden später in derselben Positur und Blöße antraf.

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